Passive Richtfunkumlenkung

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Schematische Darstellung der Reflektormethode

Eine passive Richtfunkumlenkung ist eine Anlage zur Verwirklichung einer Richtfunkverbindung, die aufgrund eines Hindernisses im Signalweg nicht auf direktem Wege möglich ist.

Technischer Hintergrund[Bearbeiten]

Gegenüber der Errichtung einer Relaisstation mit aktiven Komponenten hat die passive Richtfunkumlenkung den Vorteil, dass am Ort der Installation keine Stromversorgung erforderlich ist und keine weiteren Frequenzen benötigt werden. Relaisstationen mit aktiven Komponenten benötigen meist unterschiedliche Sende- und Empfangsfrequenzen, da bei Verwendung derselben Frequenz die Gefahr von Rückkopplungen besteht. Dem steht der Nachteil gegenüber, dass bei passiven Systemen das umgelenkte Signal erheblich schwächer ist als bei aktiven.

Zur passiven Umlenkung gibt es zwei Methoden:

Die Antennenmethode[Bearbeiten]

Dabei wird das Signal von einer Richtantenne mit großem Gewinn z.B. einer Parabolantenne aufgefangen und über ein Koaxkabel oder Hohlleiter einer zweiten Richtantenne zugeführt, die es in die gewünschte Richtung abstrahlt.

Solche Systeme werden gelegentlich als Fernsehumsetzer oder als Tunnelsender verwendet.

Die Reflektormethode (Umlenkspiegel)[Bearbeiten]

Für eine Umlenkung werden ebene Flächen aus metallischem Material verwendet, die so angeordnet sind, dass das einfallende Signal nach dem Reflexionsgesetz in die gewünschte Richtung gelenkt wird. Bei kleinen Umlenkwinkeln können auch Hohlraumprismen verwendet werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]