Passonfontaine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Passonfontaine
Passonfontaine (Frankreich)
Passonfontaine
Region Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Pontarlier
Kanton Vercel-Villedieu-le-Camp
Gemeindeverband Pays de Pierrefontaine-Vercel.
Koordinaten 47° 6′ N, 6° 25′ O47.1077777777786.4188888888889744Koordinaten: 47° 6′ N, 6° 25′ O
Höhe 715–960 m
Fläche 19,49 km²
Einwohner 284 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km²
Postleitzahl 25690
INSEE-Code

Dorfansicht

Passonfontaine ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten]

Passonfontaine liegt auf 744 m über dem Meeresspiegel, 7 km südöstlich von Valdahon und etwa 33 km ostsüdöstlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, am südlichen Rand des Beckens von Avoudrey, nördlich des Crêt Monniot.

Die Fläche des 19.49 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der nördliche Teil des Gebietes wird vom schwach reliefierten Becken von Avoudrey eingenommen, das eine Breite von ungefähr 4 km und eine Länge von fast 10 km aufweist und durchschnittlich auf 730 m liegt. Es ist überwiegend von Acker- und Wiesland bestanden. Das Plateau besitzt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal in das stärker reliefierte Gebiet des höheren Juras. Es ist gekennzeichnet durch mehrere parallel verlaufende, überwiegend bewaldete Geländekämme (Bois du Roi, Le Cerneux; Höhen von Cicon) und dazwischen geschaltete Mulden oder Senken, die teilweise vermoort sind und ansonsten Weideland aufweisen. Mit 960 m wird am Nordfuß des Mont Chaumont die höchste Erhebung von Passonfontaine erreicht.

Nachbargemeinden von Passonfontaine sind Épenoy und Avoudrey im Norden, Longemaison im Osten, Arc-sous-Cicon im Süden sowie Nods, Vanclans und Rantechaux im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits im 12. Jahrhundert ist eine Kirche in Passonfontaine erwähnt. Im Mittelalter gehörte Passonfontaine zur Herrschaft Cicon. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Seit 1998 ist Passonfontaine Mitglied des 44 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes Communauté de communes du Pays de Pierrefontaine – Vercel.

Zum 1. Januar 2009 erfolgte eine Änderung der Arrondissementszugehörigkeit der Gemeinde. Bislang zum Arrondissement Besançon gehörend, kamen alle Gemeinden des Kantons zum Arrondissement Pontarlier.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die heutige Dorfkirche Saint-Martin wurde 1813 erbaut. Das Grosse Maison ist ein herrschaftlicher Bauernhof, der um 1520 von den Herren von Cicon gegründet wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 303
1968 290
1975 229
1982 217
1990 193
1999 227
2006 264

Mit 284 Einwohnern (1. Januar 2011) gehört Passonfontaine zu den kleinen Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts markant abgenommen hatte (1881 wurden noch 665 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1990er Jahre wieder ein leichtes Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Passonfontaine war bis ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Viehzucht und Milchwirtschaft, Ackerbau) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute verschiedene Betriebe des Kleingewerbes, darunter eine große Käserei und verschiedene Handwerksbetriebe. Viele Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den umliegenden größeren Ortschaften ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Avoudrey nach Arc-sous-Cicon führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Rantechaux und Longemaison.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Passonfontaine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. INSEE-Modifications de communes