Pasterze
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Die Pasterze ist mit etwa 9 km Länge der größte Gletscher Österreichs. Er befindet sich am Fuße des Großglockners im obersten Talboden des Mölltales (Pasterzenboden). Seit 1856 hat die Fläche des damals über 30 km² mächtigen Eismantels beinahe um die Hälfte abgenommen.
An ihrem obersten Punkt bildet der 3453 m ü. A. hohe Johannisberg das Nährgebiet des Gletschers. Dort befindet sich der oberste Pasterzenboden der talabwärts über den sogenannten Hufeisenbruch in den eigentlichen Pasterzengletscher übergeht. Der untere Punkt liegt auf etwa 2100 m ü. A.. Die Zunge endet wenige hundert Meter vor dem Sandersee. Das Wasser der Pasterze speist zudem den Stausee Margaritze, der unterhalb des Glocknerhauses liegt.
Von der Franz-Josefs-Höhe an der Großglockner-Hochalpenstraße führt eine Standseilbahn zu der Stelle, an der sich zur Zeit der Inbetriebnahme der Bahn (1963) der Gletscherrand befand. Inzwischen ist die Pasterze unterhalb der Talstation soweit abgeschmolzen, dass von dort zur Gletscherzunge eine etwa 300 m lange Treppe führt. Auch in der Länge verliert der Gletscher jährlich 10 Meter, dadurch verändert sich der Wanderweg von der Gletscherbahn zur Pasterze kontinuierlich.
[Bearbeiten] Name
Der Name „Pasterze“ soll auf slowenischen Wurzeln fußen und bezeichnet ein Gebiet, das zur Viehweide geeignet ist [1]. Bis mindestens ins 19. Jahrhundert wurde er als Toponym für ein größeres almwirtschaftlich genutztes Gebiet im Talschluss der oberen Möll verwendet [2]. Beziehungen mit dem ungarisch-slawischen Flussnamen Beszterce („der wilde Bach“) können etymologisch noch nicht bewiesen werden.
[Bearbeiten] Weblinks
- Institut für Geographie und Raumforschung - Uni Graz: 50 Jahre Gletschermessungen an der Pasterze
- Website über die Gletscherbahn (engl.)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
47.08555555555612.723333333333Koordinaten: 47° 5′ 8″ N, 12° 43′ 24″ O

