Pasteurella multocida

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Pasteurella multocida
Systematik
Abteilung: Proteobacteria
Klasse: Gammaproteobacteria
Ordnung: Pasteurellales
Familie: Pasteurellaceae
Gattung: Pasteurella
Art: Pasteurella multocida
Wissenschaftlicher Name
Pasteurella multocida
(Lehmann & Neumann 1899)
Rosenbusch & Merchant 1939

Pasteurella multocida (nach Louis Pasteur und von lat. multus und caedo = viel tötend) ist ein in der Gram-Färbung negatives, fakultativ anaerobes und unbewegliches Bakterium aus der Familie der Pasteurellaceae. Es handelt sich um ein 0,3 bis 1,25 µm langes Kurzstäbchen.

Pasteurella multocida bildet Indol und Schwefelwasserstoff, spaltet keine Laktose und verursacht in der Regel keine Hämolyse. Nach den in der Kapsel vorkommenden Proteinen werden verschiedene Untertypen unterschieden. Der aus Organabstrichen und frischen Kulturen nachgewiesene Erreger zeigt bei Färbung mit Methylenblau eine typische Anfärbung der Pole.

Erkrankungen[Bearbeiten]

Pasteurella multocida ist für eine Reihe von Erkrankungen bei Säugetieren und Vögeln verantwortlich, die zusammen mit denen durch Mannheimia haemolytica (ehemals Pasteurella haemolytica) verursachten Infektionen als Pasteurellose bezeichnet werden. Dabei verlaufen Krankheiten häufig akut als Septikämie, aber auch als Infektion der Atemwege oder des Magen-Darm-Trakts. Auch als Sekundärerreger bei Viruserkrankungen des Atmungsapparates spielt der Erreger eine große Rolle. Obwohl unspezifische Erkrankungen beim Menschen vorkommen (Zoonose), ist die Virulenz des Erregers für den Menschen nur gering. Infektionen des Menschen werden hauptsächlich durch Katzenbisse bzw. -kratzer verursacht. Sie zwingen, aufgrund des bisweilen raschen Fortschreitens, zu einem raschem Therapieregime mit Benzylpenicillinen (z. B. Amoxicillin in Kombination mit Clavulansäure).

Spezifische durch Pasteurella multocida verursachte Erkrankungen sind:

Als Sekundärerreger spielt Pasteurella multocida eine Rolle bei der

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Bernhard Lehmann, Rudolf O. Neumann (1899): Atlas und Grundriß der Bakteriologie und Lehrbuch der speziellen bakteriologischen Diagnostik. München : Lehmann, 1899
Gesundheitshinweis Dieser Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zu einem Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!