Pat Gibson

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Patrick Gibson (* 1961) ist ein irischer Weltklassequizspieler und vierfacher Weltmeister der International Quizzing Association (IQA) 2007, 2010, 2011 und 2013 [1]. Er ist der einzige Spieler, der sowohl den Betrag von einer Million (in diesem Fall englische Pfund) bei Who Wants to Be a Millionaire? (in Deutschland als Wer wird Millionär? bekannt) gewinnen als auch das prestigeträchtige BBC-Double der Jahresfinals von Mastermind 2005 und Brain of Britain 2006 für sich entscheiden konnte [2].

2007 schaffte er beim Wettkampfquizzen den großen Erfolg und verwies seinen Rivalen Kevin Ashman mehrfach auf die Plätze und wurde erst Britischer Meister (BQC), dann Quizweltmeister (Wiederholung des Doppelerfolgs 2010). Seit Ende 2009 ist er Vollprofi bei den Eggheads und somit Teamkollege von Ashman.

Leben[Bearbeiten]

Der zurückhaltend auftretende Gibson stammt ursprünglich aus Galway in Irland und ist studierter Bauingenieur. Aufgrund einer Wirtschaftskrise in seiner Heimat zog der zweifache Vater in den 1980er Jahren ins westenglische Wigan, eine Vorstadt von Manchester, und arbeitete die nächsten Jahre als Softwareentwickler für den staatlichen Buchmacher Totesport [3].

2002 nahm Gibson an seinen ersten Britischen Meisterschaften teil (im Quizsport ist der Wohnsitz ausschlaggebend), die damals noch unter der Flagge der BQA stattfanden und kam auf den siebzehnten Platz.[4] Er arbeitete mittels selbst geschriebener Software konsequent an seinen Schwächen und spielte drei Abende pro Woche in diversen Quizligen.
2003 wurde er deshalb auch schon Sechster[5] und bei der noch schwach besuchten Probe-WM 2003 des in diesem Jahr gegründeten Weltverbands IQA sogar Zweiter hinter dem Engländer Olav Bjortomt [6].
2004 war das Jahr seines Durchbruchs in die Weltspitze. Er gewann im April die Million bei Wer wird Millionär, arbeitete anschließend nur noch halbtags und nutzte die frei gewordene Zeit zum Lernen, später im Jahr errang er seine ersten WM- und EM-Einzelmedaillen. Seither spielt er auch für das englische Nationalteam (Ashman, Bjortomt, Gibson, Mark Bytheway), mit dem er 2004, 2007, 2009, 2010 und 2012 Europameister wurde.
2005 triumphierte er beim Mastermind-Jahresfinale. Seine Spezialthemen in den drei Runden, die er absolvieren musste waren die Fernsehserie Father Ted, Iain M. Banks und Quentin Tarantino. Mit dem englischen Meister von 2002 Ian Bayley, der 2009 auch Jahressieger von Brain of Britain wurde, gewann er die EM 2005 im Doppel und 2006 die Britische Meisterschaft, die jetzt BQC heißt.
Beim traditionsreichen Radioquiz Brain of Britain gewann er 2006 das Jahresfinale, verlor später aber das Mehrjahresfinale gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Mark Bytheway.
2007 war Gibsons bis dato erfolgreichstes Jahr. Er errang den ersten Platz bei der IQA-WM im Einzel und die Britische Meisterschaft im Einzel, konnte bei der EM Einzelbronze, und mit der Nationalmannschaft Gold gewinnen.
2008 und 2009 versucht er sich in einer im KO-System gespielten Ausscheidungssendung Are you an Egghead? als neuer Eggheadsspieler zu qualifizieren. Bei dieser Sendung - der Hauptsendung Eggheads - spielt ein Team von Profis gegen Amateurherausforderer, die ursprünglich fünf Mitglieder wurden auf sieben aufgestockt. Er traf in dieser Ausscheidung ironischerweise gleich zweimal auf seinen Freund und Ex-Telefonjoker Mark Kerr, der 2008 vom nivellierenden Multiple Choice profitierte und ihn schlug, nur um in der nächsten Runde selbst zu scheitern, neuer Egghead wurde dieses Jahr der Außenseiter Barry Simmons.
2009 gewann Gibson die Revanche und setzte sich auch im Finale gegen einen weiteren Ex-Millionengewinner von Wer wird Millionär? in Person von David Edwards [7] durch.
2010 gewann er wieder die BQC und die WM und wurde dreifacher Europameister im Doppel (diesmal mit Ashman), seinem Club "Milhous Warriors" und der Nationalmannschaft, die Einzel-EM ging an Olav Bjortomt und bleibt damit der Titel, der noch in Gibsons Sammlung fehlt. Auch 2011 (Weltrekord 186 Punkte) und 2013 wurde er Weltmeister.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse 2011
  2. Liste der Doublegewinner
  3. BBC Bericht
  4. Ergebnisse 2002
  5. Ergebnisse 2003
  6. BBC-Profil von Bjortomt
  7. Erfolge von Edwards