Patersberg

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Rheinland-Pfalz. Zum gleichnamigen Berg in Bayern siehe Patersberg (Berg).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Patersberg
Patersberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Patersberg hervorgehoben
50.1577777777787.7361111111111242Koordinaten: 50° 9′ N, 7° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Loreley
Höhe: 242 m ü. NHN
Fläche: 2,65 km²
Einwohner: 387 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56348
Vorwahl: 06771
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 109
Adresse der Verbandsverwaltung: Dolkstraße 3
56346 St. Goarshausen
Webpräsenz: www.vgloreley.de
Ortsbürgermeister: Andreas Groß
Lage der Ortsgemeinde Patersberg im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild
Ortsansicht von Patersberg oberhalb eines Nebentals des Rheintals.

Patersberg ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Loreley an, die ihren Verwaltungssitz in St. Goarshausen hat. Patersberg ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt oberhalb des Rheintals östlich von Sankt Goarshausen auf einem lang gestreckten Bergrücken, eng begrenzt von den Tälern des Forst- und Hasenbachs. Mit seinen Ausblicken zur Loreley sowie zu den Burgen Katz, Maus und Rheinfels („Dreiburgenblick“) besitzt der Ort seit zwei Jahrhunderten weltbekannte Motive inmitten des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Zu Patersberg gehören auch die Wohnplätze Forstbachtal und Hasenbachtal.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Patersberg liegt an einem alten Verkehrsweg aus der Keltenzeit, der vom Rhein her durch das Hasenbachtal auf die Höhe führt. Die Römer befestigten den alten Weg zu einer "Straße" für größere Transporte. Erstmals gesichert urkundlich erwähnt wird Patersberg als Padinsaberg um 1250 in einer Urkunde der Grafen Diether V. von Katzenelnbogen und seines Bruders Eberhard I. von Katzenelnbogen, in der sie die Leibeigenen in einem Gebiet, in dem auch Patersberg lag, unter sich aufteilen. Mit St. Goarshausen, Bornich und Offenthal gehörte der Ort den Grafen von Isenburg, von denen er vertraglich der Tochter Ludwigs I. von Isenburg-Cleberg, Irmgard, als Mitgift 1284 in die Ehe mit Diethers V. Sohn Wilhelm I. von Katzenelnbogen eingebracht wurde. Der Ortsname wandelte sich im Laufe der Jahrhundert über Pfadsberg, Padisberg bis zu Patersberg. Nach dem Aussterben des Katzenelnbogener Grafengeschlechtes mit Johannes' IV. Sohn Graf Philipp I. von Katzenelnbogen im Jahre 1479, erbte Heinrich III. der Reiche, Landgraf von Hessen, ihren Besitz. Zwei Großfeuer von 1546 und vom Karfreitag (30. März) 1584 zerstörten das Dorf fast vollständig, letzterer brannte auch die Kirche - bis auf die Wände - nieder, deren Teile aus verschiedenen Zeitepochen stammen (12. bis 14. Jahrhundert). Der inzwischen durch einen Wassergraben mit dichter Hecke und talseitig durch eine Mauer befestigte Ort war nur durch die beiden bewachten Tore, Wassetor und Gloppertor, zu betreten und gewährte in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) vielen Bewohner umliegender Dörfer Sicherheit vor umherziehenden, brandschatzenden Soldaten. Ein tiefer, ergiebiger Dorfbrunnen aus dem Jahre 1556 gewährte bis 1924 den Bewohnern frisches Wasser. In den Jahren 1632 bis 1635 forderte jedoch die Pest in dem übervölkerten Ort hunderte von Opfer. Patersberg blieb vor Zerstörungen weiterhin bewahrt, zahlreiche Fachwerkhäuser aus der Zeit nach 1584 stehen noch heute.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Patersberg besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In von Gold und Blau gespaltenem Schild ein silberner Löwe, zwischen den Vorderpranken ein blaues Schildchen, darin ein linksgewendeter, silberner Hahn.“

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Patersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 45 (PDF; 2,3 MB)
  4. Ortschronik auf loreley.info