Pathology – Jeder hat ein Geheimnis

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Filmdaten
Deutscher Titel Pathology – Jeder hat ein Geheimnis
Originaltitel Pathology
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2008
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 18[1]
Stab
Regie Marc Schölermann
Drehbuch Mark Neveldine,
Brian Taylor
Produktion Mark Neveldine
Musik Johannes Kobilke,
Robb Williamson
Kamera Ekkehart Pollack
Schnitt Todd E. Miller
Besetzung

Pathology – Jeder hat ein Geheimnis ist ein US-amerikanischer Thriller von Marc Schölermann aus dem Jahr 2008.

Handlung[Bearbeiten]

Ted Grey, ein Nachwuchsarzt aus gutem Haus, kommt als herausragender Absolvent der Harvard University nach Philadelphia, wo er an einem renommierten Lehrgang für Pathologie von Dr. Quentin Morris teilnimmt. Bei den ersten Autopsien beeindruckt er seine Kollegen mit detaillierten Analysen der Todesursache.

Doch als sein junger Kollege Jake Gallo ihn in eine geheime Gruppe einführt, merkt Ted allmählich, wie grausam seine Kollegen sind. Nach einem nächtlichen Ausflug in ein zwielichtiges Gebäude liegt der Mann, dem sie begegnet waren, am folgenden Tag in der Leichenhalle. Ted erfährt nun, das sich die Gruppe um Jake bei einem makabren Spiel vergnügt. Die jungen Pathologen üben den perfekten Mord. Wer gewinnen will, muss sein Opfer so ermorden, dass die Kollegen die Todesursache nicht enträtseln können.

Ted gerät immer tiefer in eine dunkle Welt aus Gewalt, Drogen und Sex. Bald begeht er seinen ersten eigenen Mord und verschafft sich so Anerkennung in der Gruppe. Anschließend ist Juliette Bath an der Reihe. Sie erzählt Ted, dass sie als Kind von ihrem pädophilen Vater missbraucht worden sei. Gemeinsam töten sie den vermeintlichen Vater, indem sie seine Lunge mit flüssigem Stickstoff füllen. Doch wenig später erfährt Ted, dass die Geschichte eine Lüge gewesen sei. In Wirklichkeit handelt es sich um unschuldige Opfer.

Nach den Weihnachtsferien kommt Teds Verlobte Gwen Williamson mit ihm nach Philadelphia. Sie weiß nichts von den mörderischen Aktivitäten im Untergrund und soll davon auch nichts erfahren. Zusätzlich kompliziert wird die Lage für Ted, weil Juliette ihre sexuellen Bedürfnisse mittlerweile lieber mit ihm als mit Jake befriedigt. Jake gerät vor Wut in einen Blutrausch und bestraft diese Untreue, indem er Juliette als nächstes Mordopfer auswählt. Bei der Autopsie im geheimen Kellerraum kommt es durch eine Meth-Pfeife zu einer Explosion.

Als Ted, der bei dem Treffen nicht anwesend war, kurz darauf zum Unfallort kommt, erkennt er, dass Jake überlebt und es nun auf Gwen abgesehen hat. Als Ted in seiner Wohnung ankommt, ist seine Verlobte schon tot. Er überredet Dr. Morris, die Autopsie selbst vornehmen zu dürfen. Nachdem er seine Untersuchung gerade abgeschlossen hat, kommt Jake zu ihm. Ted berichtet, dass er eine Herzrhythmusstörung diagnostiziert habe. Jake fühlt sich für einen Moment als Sieger, weil er glaubt, den perfekten Mord geschafft zu haben. Doch dann wird er von seinem Kollegen Ben von hinten mit Äther überwältigt und Ted tötet ihn genauso mit langsam wirkendem Nitroglycerin, wie Jake zuvor Gwen ermordet hatte.

Hintergrund[Bearbeiten]

Damit der erste Trailer nicht zu brutal wirkte, wurden einige Leichen ohne offen sichtbare Organe präsentiert und eine Sexszene digital bearbeitet.[2] Einige der Schauspieler nahmen an echten Autopsien teil, um sich auf ihre Rollen vorzubereiten.[3]

Rezension[Bearbeiten]

Der Kritiker von kino.de empfiehlt den Film „Freunde[n] von Crime-Scene-Fotos und Fans von "House", die tiefer in die Anatomie des Menschen eintauchen wollen“.[4] Sascha Westphal von filmstarts.de sieht in dem „zynische[n] Thriller [..] eine bitterböse Abrechnung mit allen amerikanischen Arztserien“, die mit allen Tabus breche. „Allerdings verliert Schölermann darüber recht bald Story und Figuren aus den Augen.“[5] Diesen Mangel kritisiert auch der Rezensent von cinema.de mit der Feststellung: „Wichtiger als die Frage, warum sich ein biederer Elitestudent in einen skrupellosen Killer verwandelt, war ihm die Inszenierung ekelhafter Körperwelten, garniert mit wildem Sex.“[6] Bernd Zywietz von cinefacts.de sieht „die Grundregeln oder wenigstens Standards der Dramaturgie“ als erfüllt an; insgesamt sei der Film wegen der schwachen Darstellung der Protagonisten ein „blutleer blutiges [...] Machwerk“.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FSK Freigabebescheinigung (PDF; 73 kB)
  2. IMDB Trivia
  3. IMDB Trivia
  4. Pathology Kritik. kino.de, abgerufen am 28. April 2012.
  5. Sascha Westphal: Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion. filmstarts.de, abgerufen am 28. April 2012.
  6. Pathology. cinema.de, abgerufen am 28. April 2012.
  7. Bernd Zywietz: Pathology - Filmkritik. cinefacts.de, abgerufen am 28. April 2012.