Patras (Zollsoftware)

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PATRAS (Paip Tracking Server) ist ein weitgehend geheim arbeitendes von der Bundesrepublik Deutschland betriebenes, elektronisches GPS-Fahndungssystem, mit dem der Zoll sowohl Menschen, Fahrzeuge als auch Waren beobachtet und verfolgt. Neben dem Zoll haben auch die Landeskriminalämter und das BKA Zugriff auf das System. Von anderen geheimdienstlichen Behörden ist der Zugriff nicht bekannt, aber wahrscheinlich.

Der zivilen Öffentlichkeit wurde das System durch Meldungen eines Hackerangriffes der "No-Name-Crew" am 7. Juli 2011 bekannt. [1] Die "No-Name-Crew" wollte mit dem Angriff auf die fortschreitende Überwachung und Überwachungsmechanismen aufmerksam machen.

Ein weiteres Mal kam das System in die Schlagzeilen nachdem ein hoher Beamter seine Tochter hat überwachen lassen. Deren Freund bemerkte dies aber und hackte den Rechner des Vaters und konnte mit den dort vorgefundenen Daten, in das System des Zolls eindringen.[2]

Technik [Bearbeiten]

Bei PATRAS (Paip Tracking Server) handelt es sich um ein Geodaten-Programm, das mithilfe von Mobilfunkgeräten (Handys oder speziellen GPS-Peilsendern) jederzeit den Standort von zu observierenden Personen anzeigen kann. Das System ortet Fahrzeuge oder Handys und zeigt diese auf einer elektronischen Landkarte (GIS) an.[3]

Welche Geräte genau zum Einsatz kommen, lässt sich nur auf Basis der von der NN-Crew ausgespähten und veröffentlichten Dokumente vermuten. Veröffentlichte Powerpoint-Präsentationen und Handbücher beschreiben, wie Überwachungstechnik installiert und gepflegt werden kann. Die beschriebenen Geräte werden demnach an Fahrzeugen angebracht, ermitteln über GPS-Signale die Position und übermitteln diese per Mobilfunk.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Andreas Lerg: Zwei weitere Verdächtige nach Zoll-Hack festgenommen, dpa-Meldung vom 19. Juli 2011
  2. Der Spiegel 02/2012, Hackerangriff auf Bundespolizei geht auf Familienzwist zurück Digitalisat
  3. http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/hacker-zu-gast-bei-der-zollfahndung/