Patrick Winston

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Patrick Henry Winston ist ein US-amerikanischer Informatiker, der lange Jahre das AI-Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT) leitete.

Winston studierte am MIT, wo er 1965 seinen Bachelor und 1967 seinen Master-Abschluss in Elektrotechnik machte. 1970 promovierte er dort bei Marvin Minsky am AI-Lab, mit einer Arbeit über Computer-Lernen (Learning structural descriptions from examples). Ab 1970 war er am MIT, dessen AI-Lab er von 1972 bis 1997 leitete, als Nachfolger von Marvin Minsky[1]. Er ist dort Ford Professor of Artificial Intelligence and Computer Learning.

Zur Zeit (2009) leitete er dort die Genesis Group (eine interdisziplinäre Gruppe aus Neurowissenschaftlern, Linguisten, Informatikern und anderen zum Studium von Intelligenz), der EWall Group (zum Studium der Visualisierung von Informationen zum Beispiel für das Fernsehen, er arbeitet dort auch mit Architekten zusammen) und propagiert ein neues Forschungsfeld Computational Politics. Er ist auch in mehreren Firmen als Berater tätig und Mitgründer und Vorsitzender der Software-Firma Ascent Technology.

Winston ist Verfasser mehrerer Lehrbücher, unter anderem ein Standardwerk über Künstliche Intelligenz und Lisp. Er schrieb außerdem mehrere Bücher über Programmiersprachen.

Er war mehrfach im Naval Research Advisary Committee, von 1997 bis 2000 als Vorsitzender. Er war Präsident der American Association of Artificial Intelligence.

Er ist Hobby-Tischler, der beispielsweise die Möbel seines Büros selbst herstellte.

Zu seinen Doktoranden zählt David Waltz.

Schriften[Bearbeiten]

  • Künstliche Intelligenz, Addison-Wesley 1987 (englisches Original: Artificial Intelligence, Addison-Wesley 1977, 1981, 1984, 3. Auflage 1992)
  • mit Berthold Klaus Paul Horn: Lisp, Addison Wesley, 1981, 3. Auflage 1989
  • mit Sundar Narasimhan On to Java, Addison-Wesley 1996
  • On to Smalltalk, Addison Wesley 1998
  • On to C, Addison-Wesley 1994
  • On to C++, Addison Wesley 1994
  • mit Richard Henry Brown (Herausgeber): Artificial Intelligence- an MIT Perspective, MIT Press 1979
  • als Herausgeber: The psychology of computer vision, McGraw Hill 1975
  • mit Karen Prendergast (Herausgeber): The AI business: the commercial uses of artificial intelligence, MIT Press 1984

Weblinks[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

  1. Sein Nachfolger war Rodney Brooks, bekannt für seine Verschiebung der AI Schwerpunkte in Richtung Robotik. Er fusionierte das AI-Lab 2003 im CSAIL (Computer Science and Artificial Intelligence Lab) .