Patrizio Oliva

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Patrizio Oliva (* 28. Januar 1959 in Neapel) ist ein ehemaliger italienischer Boxer, der Olympiasieger und Profiweltmeister war.

Amateur[Bearbeiten]

Der Rechtsausleger Olivia war Junioreneuropameister (U19) 1978 im Leichtgewicht (-60 kg).

Bei den Mittelmeerspielen 1979 in Split gewann er die Bronzemedaille im Halbweltergewicht (63,5 kg]] und bei den Europameisterschaften im selben Jahr die Silbermedaille. Im Finale unterlag er Serik Konakbajew, Sowjetunion (4:1). Auf eben jenen traf Olivia auch im Finale der Olympischen Spiele 1980. Nach den vorhergehenden Siegen über Aurelien Agnan, Benin (RSC 1.), Farez Halabi, Syrien (RSC 3.), Ace Rusevski, Jugoslawien (3:2), und Anthony Willis, Vereinigtes Königreich (5:0), konnte er sich auch bei Konakbajew revanchieren (4:1) und gewann damit die Goldmedaille. Außerdem wurde ihm auch der Val-Barker-Pokal für den besten Boxer des Turniers verliehen. Oliva gewann als Amateur 93 von 96 Kämpfen.

Profi[Bearbeiten]

Noch 1980 wurde Oliva Profi. 1981 gewann er den italienischen Meistertitel im Halbweltergewicht gegen Giuseppe Russi und nach vier Titelverteidigungen 1983 die Europameisterschaft gegen den Franzosen Robert Gambini. In den folgenden Jahren verteidigte Oliva diesen Titel u.a. gegen Antonio Guinaldo, Spanien, Jose Ramon Gomez, Spanien (TKO 4.), Michel Giroud, Schweiz, und Alessandro Scapecchi, Italien und schlug auch Juan Jose Gimenez, Argentinien. 1986 hatte Oliva sich soweit in der Weltspitze etabliert, dass er zum Herausforderer auf den Weltmeistertitel nach Version der WBA wurde. Im März 1986 schlug er den amtierenden Weltmeister im Halbweltergewicht Ubaldo Nestor Sacco, Argentinien, durch Split Decision (147-144, 145-141, 140:145). 1987 verteidigte Oliva den Weltmeisterschaftstitel gegen Rodolfo González, Mexiko, verlor ihn aber noch im selben Jahr gegen Juan Martin Coggi, Argentinien, durch eine KO-Niederlage in der dritten Runde.

Nach dieser ersten Niederlage seiner Profikarriere stieg Oliva ins Weltergewicht auf und wurde 1990 mit einem Sieg über Kirkland Laing, Vereinigtes Königreich, auch in dieser Gewichtsklasse Europameister. Oliva verteidigte diesem Titel zwei Mal, bevor er 1992 eine weitere Chance auf den Weltmeisterschaftstitel erhielt. Dem amtierenden Weltmeister Buddy McGirt, USA, musste er sich jedoch deutlich nach Punkten geschlagen geben und beendete daraufhin seine Karriere nach 57 Siegen (20 KO) in 59 Kämpfen.

Nach seiner aktiven Laufbahn wurde Oliva Trainer und Unternehmer. Unter anderen war er Trainer der italienischen Olympiaauswahl 1996 und 2000. Mit seiner Frau Nilia zusammen betreibt er eine Piano-Bar in Formia und er führt das Unternehmen Consorzio CSA für Archivierung und Dokumenten-Management. Außerdem ist er häufig Co-Kommentator bei Boxübertragungen im italienischen Fernsehen.

Weblinks[Bearbeiten]