Patronage

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Förderung von Personen; zu anderen Bedeutungen der Patronage siehe Patron.
Die Artikel Klientelismus und Patronage überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Bujo (Diskussion) 14:14, 9. Jul. 2013 (CEST)

Patronage ist die gezielte Förderung von Menschen durch Personen mit entsprechenden wirtschaftlichen oder politischen Möglichkeiten. Eine solche Person wird in diesem Zusammenhang als Patron bezeichnet, die davon profitierende Person als Klient. Im (normalerweise) positiven Sinn kann damit z. B. die Hilfe beim Aufbau eines Unternehmens oder einer Karriere durch einen Gönner gemeint sein, im (normalerweise) negativen die Vergabe von angesehenen Positionen oder Besitztümern durch Beziehungen. Auch der Schutz vor störenden Einflüssen auf Besitzstände oder gesellschaftliche Stellung durch übergeordnete Personen gilt als Patronage.

Der Begriff ist synonym mit Klientelismus, der von der beschützten Menschengruppe ausgeht. In Österreich wird statt von Patronage meist von Protektion gesprochen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Reinhard: Freunde und Kreaturen. „Verflechtung“ als Konzept zur Erforschung historischer Führungsgruppen: Römische Oligarchie um 1600. Voegel, München 1979.
  • Ronald Weissman: Taking Patronage Seriously. Mediterranean Values and Renaissance Society. In: Francis William Kent, Patricia Simons (Hrsg.): Patronage, Art, and Society in Renaissance Italy. Oxford University Press, Oxford 1987, S. 25–46.
  • Hans-Heinrich Nolte (Hrsg.): Patronage und Klientel. Ergebnisse einer polnisch-deutschen Konferenz. Böhlau, Köln u. a. 1989.
  • Charles Giry-Deloison (Hrsg.): Patronages et clientélismes 1550–1750. France, Angleterre, Espagne, Italie. Colloque tenu à l'Institut Français du Royaume-Uni (Londres) du 3 au 5 mai 1990. Villeneuve-d’Ascq 1995.
  • Sharon Kettering: Patronage in Sixteenth and Seventeenth Century France. Ashgate, Aldershot u. a. 2002.
  • Antoni Mączak: Ungleiche Freundschaft. Klientelbeziehungen von der Antike bis zur Gegenwart. Aus dem Polnischen von Peter Oliver Loew. Fibre-Verlag, Osnabrück 2005.
  • Paul D. McLean: The Art of the Network. Strategic Interaction and Patronage in Renaissance Florence. Duke University Press, Durham u. a. 2007.
  • Birgit Emich, Jens Ivo Engels, Ronald G. Asch (Hrsg.): Integration – Legitimation – Korruption. Politische Patronage in Früher Neuzeit und Moderne. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2011.