Paul Bernd Spahn

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Paul Bernd Spahn (* 17. Oktober 1939) war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 Professor für Öffentliche Finanzen an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Besondere Aufmerksamkeit erlangte seine 2002 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) veröffentlichte Machbarkeitsstudie in Bezug auf die Tobin-Steuer: „Zur Durchführbarkeit einer Devisentransaktionssteuer“. Siehe auch: Spahn-Steuer.

Spahn wurde 1972 an der Freien Universität Berlin in Volkswirtschaftslehre promoviert. Nach einer Tätigkeit für das Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) war er bei verschiedenen Hochschulen, darunter der Harvard University, Cambridge, Mass. und der Australian National University, Canberra, sowie bei der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) tätig. Er ist Berater für zahlreiche internationale Organisationen wie den Vereinten Nationen, dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Europarat. Er war zudem Mitglied der Independent Commission on Funding and Finance for Wales in Großbritannien.

Spahn war 1986 bis 1987 Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt und von September 2006 bis Juni 2008 der erste Geschäftsführende Direktor des House of Finance.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Die Besteuerung der persönlichen Einkommen in der Bundesrepublik Deutschland, System und Modell, Berlin (1972), Diss.
  • Zur Durchführbarkeit einer Devisentransaktionssteuer (On the feasibility of a tax on foreign exchange transactions), Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bonn (Januar 2002).

Weblinks[Bearbeiten]