Paul Bracq

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Paul Bracq (* 13. Dezember 1933 in Bordeaux) ist einer der führenden Automobildesigner wie auch einer der führenden Künstler zum Thema Automobile.

1950–1953 absolvierte er die Ecole Boulle für Design in Paris. 1953 wurde er Mitglied des Fachverbands Chambre Syndicale de la Carrosserie und Assistent des Designers Philippe Charbonneaux. Seine Arbeit für Citroën in den frühen 1950er Jahren führte zu einem zehnjährigen Engagement als Chefdesigner bei Daimler-Benz in Sindelfingen, das 1957 begann. Hier wurde Bracq mit dem Design für den Mercedes-Benz 600 betraut. Er schuf auch das Design des „Pagodendach“-230 SL, des 220 S Coupé, des 250 S und des „Strich-Acht“.[1]

Nach seiner Rückkehr nach Frankreich (1967) arbeitete Bracq für das Designbüro von Brissonneau & Lotz. Während dieser Zeit war Bracq verantwortlich für Prototypen-Designs wie die eines Roadsters auf Basis des BMW 1600 ti und eines Coupés, das auf dem Simca 1100 basierte. Außerdem war er an der Formgebung des Hochgeschwindigkeitszuges TGV beteiligt.

1970 wurde Bracq als Nachfolger von Wilhelm Hofmeister zum Design-Direktor von BMW ernannt, wo er für einige der wichtigsten Automobile dieser Periode verantwortlich wurde, einschließlich des Spitzenmodells der 7er Serie. Sein 1973 entwickeltes "Turbo"-Konzeptauto gewann in jenem Jahr den Preise "Concept Car of the Year" der Schweizer Automobil-Revue ; der Wagen wiederholte diesen Titel 1992 in dem Wettbewerb „Concours d'Elegance“.

Seine Arbeit bei Peugeot begann 1974. Paul Bracq war Chief of Interior Design für die Modelle 305, 505, 205, 405, 106, 406 und 206. Ein geplantes Papamobil wurde bei Peugeot nicht realisiert. Bei BMW folgte ihm Claus Luthe.

Bracqs Kunstwerke wurden in Kunstmuseen in der ganzen Welt ausgestellt. Er ist auch als Juror in den wichtigsten Automobil-Wettbewerben aktiv, einschließlich des „Pebble Beach Concours d’Elegance“ in Kalifornien.

Fahrzeug-Designs[Bearbeiten]

Folgende Fahrzeuge wurden von Paul Bracq entworfen:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Niklas Maak: Meisterwerke für 500 Mark. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Nr. 41, 14. Oktober 2012, S. V7 (online verfügbar, abgerufen am 16. Oktober 2012).