Paul Bril

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Selbstporträt
Römische Ruinenlandschaft, Paul Bril, Gemäldegalerie Dresden

Paul Bril (* 1556 in Antwerpen; † 7. Oktober 1626 in Rom), war ein niederländischer Maler.

Paul Bril war Schüler des Malers Damian Oortelman. Er zog 1582 zu seinem Bruder Mathijs Bril nach Rom und ließ sich von ihm weiter unterrichten. Paul Bril malte Landschaften in Fresko und Öl und bezeichnet einen bedeutenden Fortschritt in dieser Kunst, indem er mehr als frühere Maler auf eine einheitliche Beleuchtung hinstrebte. Seine Behandlung war anfangs etwas trocken, wurde aber durch den Einfluss der Italiener breiter. Doch behielt er immer das kältere, bläulichgrünliche Kolorit und die Durchführung der niederländischen Maler bei. Er malte vor allem religiöse Darstellungen, Landschaften, Marinen, Schlachten und Allegorien. Auch radierte er verschiedene Blätter. Seine Werke finden sich in allen Galerien der Welt.

Viele Maler wurden in Rom von Paul Bril beeinflusst, so Adam Elsheimer, Cornelis van Poelenburgh und Bartholomeus Breenbergh. Er arbeitete mit Johannes Rottenhammer zusammen, der in Brils Landschaften die Figuren hineinkomponierte bzw. figürliche Szenen malte, denen Bril die Landschaften hinzufügte.

Werke[Bearbeiten]

  • Landschaft bei Tivoli, Öl auf Kupfer, Frankfurt a.M., Staedel
  • Landschaft mit der Flucht nach Ägypten,um 1600, Öl auf Kupfer,
  • Landschaft mit Merkur und Battus, 1606, Öl auf Kupfer, 26,5 x 39cm, Turin, Galleria Sabauda
  • Landschaft mit der Versuchung Christi, 1612, Tempera, 14,4 x 19 cm, München
  • Turmbau zu Babel, 1591, Öl auf Leinwand, 193,5 x 259,5, 1916 auf Schloss Freienfels, dann Bayerischer Staat: jetzt ausgestellt auf Festung Marienberg bei Würzburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paul Bril – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien