Paul Coe

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Paul Coe (* 1949) ist ein Aborigine der Wiradjuri, ein politischer Aktivist für die Rechte der Aborigines und Rechtsanwalt.

Leben[Bearbeiten]

Er wuchs in Cowra westlich von Sydney auf und zog in den späten 1960er Jahren nach Redfern, einem Stadtteil von Sydney. Er wurde in das All Black Football Team gewählt. Als Student der Rechtswissenschaften engagierte er sich 1971 am National Black Theatre in Redfern.

Politik[Bearbeiten]

1970 organisiert Coe eine Demonstration in der George Street in Sydney zur Vestey Company, um die gegen dieses Unternehmen streikenden Viehtreiber wegen schlechter Bezahlung, untragbarer sozialer Verhältnisse und für die Rechte der Aborigines am Land zu unterstützen.

1972 setzte er sich in der Protestbewegung der Aborigines beim Aufbau der Zelt-Botschaft am Old Parliament House in Canberra ein; 1971 wurde er einer der Gründer des Aboriginal Legal Service, die versuchte, die Rechte der Aborigines durchzusetzen. 1979 klagte Paul Coe vor dem High Court of Australia gegen die britischen Rechte am Land Australiens. Er verlor, dennoch bekam er nachträglich 1992 mit seiner Argumentation Recht, als das Urteil Mabo v. Queensland (No. 2) vor dem High Court of Australia gefällt wurde. Dieses höchstrichterliche Urteil stellt fest, dass die Aborigines ihr Recht am Land nicht durch die britische Kolonisation verloren haben, sondern den Native Title besitzen.

Quellen[Bearbeiten]