Paul Devaux

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Paul Devaux

Paul Devaux (* 10. April 1801 in Brügge; † 30. Januar 1880 in Brüssel) war ein belgischer Politiker. Er setzte sich insbesondere für die Unabhängigkeit Belgiens von den Niederlanden ein, die schließlich in der belgischen Revolution erreicht werden konnte.

Zunächst war Devaux Rechtsanwalt in Lüttich, schloss 1824 dann mit Lebau und Rogier eine enge Verbindung, aus der 1830 die so genannte doktrinäre Partei hervorging. In der Zeitschrift Politique (Lüttich) brachte er die Katholiken mit den Liberalen in Einklang und prägte wesentlich die Unabhängigkeitsbewegung in der belgischen Öffentlichkeit. Während der Revolution vertrat Devaux Brügge im Kongress und half im Sinne einer konstitutionellen Monarchie beim Entwurf einer neuen Verfassung.

Im März 1831 wurde er Staatsminister ohne besondere Aufgaben, zog sich nach der Einsetzung von König Leopold von den Geschäften zurück. Zum Amtsantritt der Regierung Lebeau-Rogier gründete er 1840 die liberal gesinnte Revue nationale.

1846 wurde Devaux Mitglied der Belgischen Akademie.

Werke[Bearbeiten]

  • Etudes politiques sur l'histoire ancienne et moderne et sur l'influence de l'état de guerre et de l'état de paix. Brüssel 1875
  • Etudes politiques sure les principaux évènements de l'histoire romaine. Paris 1880 (2 Bde.)