Paul Francis Webster

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Paul Francis Webster (* 20. Dezember 1907 in New York City; † 18. März 1984 in Beverly Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Songtexter.

Nach abgebrochenen Studien in New York arbeitete Webster in den späten 1920er Jahren auf verschiedenen Schiffen in Asien. Seinen ersten Hit-Erfolg hatte er schließlich im Jahr 1932 mit dem Song Masquerade, den er mit John Jacob Loeb schrieb. 1941 arbeitete er für das Musical Jump for Joy, an dem auch das Duke Ellington Orchestra mitwirkte. Ein Hit daraus war I Got It Bad and That Ain't Good. 1942 schrieb er mit Hoagy Carmichael The Lamplighter's Serenade; dann setzten sie im Jahr 1945 ihre Zusammenarbeit mit Baltimore Oriole, Billy-A-Dik, Doctor Lawyer and Indian Chief sowie mit Memphis In June fort.

In den 1950er Jahren schrieb er mit Sonny Burke für Peggy Lee den Hit Black Coffee, mit Sammy Fain den Doris Day-Hit Secret Love (1953) in der Westernkomödie Schwere Colts in zarter Hand. In den späten 1950er Jahren schrieb Webster eine ganze Reihe von Titelmelodien für Hollywood-Filme; daraus stammten Songs wie Love Is a Many Splendored Thing (1955), April Love (1957), The Heart is a Lonerly Hunter (mit Sammy Fain, 1957) und Song of Green Mansions mit Bronislau Kaper im Jahr 1959.

In den 1960er Jahren schrieb er noch für den John Wayne-Film Alamo (1960) The Green Leaves of Summer, für den Doctor Schiwago-Film den Song Somewhere My Love (1966) mit Maurice Jarre und als letzter großer Erfolg die Titelmelodie für Spider Man (1967) mit Bob Harris.

Er gehörte mit insgesamt sechzehn Oscar-Nominierungen zu den erfolgreichsten lyricists Hollywoods. Dreimal erhielt er den Academy Award for Best Song, wie der Preis offiziell heißt, nämlich mit Secret Love (1953) und Love is a Many-Splendored Thing (1956), die er mit Sammy Fain schrieb, sowie für den Song The Shadow of Your Smile (1965), dessen Text er zu Johnny Mandels Love Theme from The Sandpiper schrieb. Letzterer Song gewann auch den Grammy Award für den besten Song des Jahres 1965. Viele der von Webster mit Texten versehenen Stücke zählen heute zum Kanon des Great American Songbook, etliche gelten als Jazzstandards. Webster textete auch für einige Jazz-Komponisten im engeren Sinne, der bekannteste von ihnen war Duke Ellington, dessen I Got It Bad (And That Ain't Good) mit dem von Ivie Anderson interpretierten Text Websters 1941 erfolgreich war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ken Bloom: The American Songbook. The Singers, the Songwriters, and the Songs. Black Dog & Leventhal, New York 2005, ISBN 1-57912-448-8.

Weblinks[Bearbeiten]