Paul Henri Thiry d’Holbach
Paul Thiry d’Holbach (* 8. Dezember 1723 in Edesheim bei Landau; † 21. Januar 1789 in Paris)[1] war ein Philosoph der französischen Aufklärung, der vor allem für seine religionskritischen und atheistischen Thesen bekannt ist. Sein Geburtsname lautet Paul Heinrich Dietrich Holbach.
Holbach war ein Mitarbeiter der Encyclopédie, zu der er zahlreiche Artikel über Metallurgie, Chemie und verwandte Themen lieferte. Berühmtheit erlangte sein Buch System der Natur, das er 1770 unter dem Namen des zu der Zeit bereits seit zehn Jahren verstorbenen Jean-Baptiste de Mirabaud veröffentlichte. In diesem Werk trat er ausdrücklich für den Atheismus ein und betrachtete die Natur als materialistisch-deterministisch wirkende Kette von Prozessen. In seinen späteren Jahren verfasste Holbach vor allem moralphilosophische und politische Werke. Wegen der heftigen Kritik am bestehenden absolutistischen Regime und an der Kirche schrieb dieser Aufklärer anonym oder pseudonym, weshalb seine Autorschaft bei mehreren ihm zugeschriebenen Werken nicht eindeutig geklärt ist. Sein Pariser Haus war ein Treffpunkt und ein wichtiges Zentrum des Gedankenaustauschs unter den Aufklärungsphilosophen.
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Leben und Werk [Bearbeiten]
Herkunft, Studium und erste Jahre in Paris [Bearbeiten]
Holbachs Eltern, Johann Jakob Dietrich (andere Schreibweise: Johann Jakob Dirre, der Name Dirre wurde im lokalen Kirchenbuch auch als Tirri oder Tyrry eingetragen; frz.: Jean Jacques Thiry) (1672–1756) und Catherine Jacobina Holbach (1684–1743) aus Edesheim,[2] waren Winzer.[3]
Edesheim gehörte zur Kurpfalz mit Heidelberg als Herrschersitz.
Der Großvater mütterlicherseits Johannes Jacobus Holbach († 1723)[4] war Steuereinnehmer und Bürger, teleonarius et civis wie im Kirchenbuch vermerkt, des Fürstbischofs von Speyer. Johannes Jacobus Holbach hatte drei Kinder Franciscus Adam Holbach (oder Adam François d’Holbach) (ca. 1675–1753), Margarita Holbach und Jacobaea Holbach (oder Catherine Jacobina Holbach). Die Margarita Holbach war seit dem Jahre 1705 mit Christianus Westerberg verheiratet, aus dieser Verbindung entstammte eine Tochter die Suzanne, die damit eine Nichte von Paul Henri Thiry war.
Der junge, etwa achtjährige Paul wurde früh seinem Onkel mütterlicherseits Franz Adam Holbach (ca. 1675–1753) (oder Adam François d’Holbach, genauer Messire François-Adam, Baron d’Holbach, Seigneur de Heeze, Leende et autres Lieux)[5][6] anvertraut, der ihn in seinem herrschaftlichen Edesheimer Haus von einem Kleriker namens François Bellemont unterrichten ließ. Dieser aus Paris stammende französische Geistliche war ein bekennender Jansenist, wie der ortsansässige Edesheimer Pfarrer Philipp Krelein im August 1731 berichtete. Ersterer sollte die päpstliche Bulle Unigenitus dei filius aus dem Jahre 1713 von Papst Clemens XI. in einer Vorladung beim zuständigen Bischof Heinrich Hartard von Rollingen bzw. Damian Hugo Philipp Reichsgraf von Schönborn-Buchheim, Fürstbischof von Speyer und Fürstpropst von Weißenburg in den Jahren 1719–1743) anerkennen, verweigerte sich aber und wurde verfolgt. Obwohl sich Franz Adam Holbach vehement gegen die Übergriffe des katholischen Klerus stellte. François Bellemont floh in den lutherischen Nachbarort Rhodt. Seine Dokumente und Bücher wurden durch die bischöfliche Kommission beschlagnahmt.[7]
Franz Adam Holbach war in jungen Jahren nach Paris ausgewandert und erwarb im Jahre 1713 ein Amt als Banken- und Börsenmakler. Durch sein Geschick hatte er grossen Erfolg an den von John Law de Lauriston im August 1717 begründeten Französischen Westindienkompanie, Compagnie des Indes Occidentales Françaises die er aus anderen Gesellschaften in die Compagnie des Indes (engl. „Company of the West“) umwandelte. Er soll dabei etwa 20 Millionen Livres erworben haben.[8] Obgleich die Compagnie des Indes in den Konkurs geriet, konnte Franz Adam Holbach sein Kapital in Grundbesitz sichern und die Krise unbeschadet überstehen. Im Jahre 1720 wurde er in Wien als Reichsritter geadelt und im Jahre 1728 zum Reichsfreiherrn erhoben.[9] In Frankreich gehörte er damit zum sogenannten noblesse commerçante eine durch Kauf erworbene Nobilitierung.
Ein Gutshof seines Onkels befand sich auch in Heeze-Leende. Weitere Besitztümer bekam Paul Henri Thiry d’Holbach von seinem Onkel Adam François d’Holbach als Hochzeitsgeschenk überreicht, so in Heeze, Leende und Zesgehuchten (in der Provinz Noord-Brabant) mit Heeze Schloss. 1760 verkaufte er das Schloss an den niederländischen Edelmann den Jan Maximiliaan van Tuyll van Serooskerken (1710–1762).[10]
Nachdem der als Jansenist verdächtigte François Bellemont einer Vorladung beim Bischof in Speyer (Damian Hugo Philipp von Schönborn-Buchheim) nicht nachgekommen und 1731 auch die Privatbibliothek des Onkels polizeilich beschlagnahmt worden war, zog dieser zusammen mit seinem Neffen nach Paris.[11]
1744 schrieb sich Holbach als Paulus Holbach Baro Palatinus (= pfälzischer Baron) zum Studium der Rechts- und Naturwissenschaft an der niederländischen Universität Leiden ein. Hier wird er bis 1748 studieren und eine lebenslange Freundschaft mit dem späteren britischen Whig-Politiker, Journalisten und Schriftsteller John Wilkes eingehen.[12][13][14]Mit William Dowdeswell, ebenfalls ein späterer englischer Politiker so Chancellor of the Exchequer und Kommilitone aus der Universität Leiden, verbringt er den Sommer des Jahres 1746 auf Heeze-Leende.[15]
Weitere, ihm später lebenslang verbundene Weggefährten waren der Regensburger Pfarrerssohn Friedrich Melchior Grimm und Denis Diderot.
Wieder in Paris zurück erhält Paul Thiry durch Adoption seines in Wien geadelten Onkels dessen Namen und Titel, und er erhielt die Zulassung als Anwalt am Parlement in Paris, eine Position die ihn aber nicht ausfüllte. Zeitweise hielt er sich auf dem weitläufigen Landsitz seines Onkels in Heeze-Leende auf.[16]
Ein Jahr später nahm er zusammen mit dem Onkel die französische Staatsangehörigkeit an; um dieselbe Zeit wurde er auch offiziell von ihm adoptiert. Als Anwalt praktizierte er nie, vielmehr führte er das Leben eines Privatgelehrten. In Paris wohnte Holbach zunächst in der Rue St. Nicaise, ab 1759 dann in einem fünfstöckigen Palais in der №. 8 Rue Royale Saint Roch[17] (heute Rue des Moulins).
Pariser Leben und die Coterie holbachique [Bearbeiten]
Paul Henri Thiry d’Holbach besaß ein Landgut Le Château de Grand-Val an der Marne-Mündung[18] (Sucy-en-Brie heute N° 27 Rue du Grand-Val im Außenbezirk von Paris (Département Val-de-Marne).[19][20] genauer gesagt gehörte es seiner Schwiegermutter der Mme Suzanne d’Aîne, geborene Westerberg (*1706).[21] Hierhin zog er sich oft zurück. Neben anderen war auch der mit ihm befreundete Denis Diderot oft in den Sommermonaten hier zu Gast.[22]
Am Freitag, den 11. Dezember 1750 heiratete er eine Tochter seiner Cousine, Basile Geneviève Suzanne d’Aîne (1728–1754) (Cousine zweiten Grades).[23] Drei Jahre später erbte er zusammen mit der Cousine das Vermögen des Onkels und übernahm offiziell dessen Titel eines Barons.
Als ein Jahr darauf sein Schwiegervater Jean-Baptiste Nicolas d’Aîne († 1755) starb,[24] erwarb d’Holbach dessen Amt eines Conseiller-secrétaire du Roi, eine Sinekure, die ihm Zugang zum höheren französischen Adel verschaffte. Das mit dem Posten verbundene jährliche Einkommen von 5500 Livres dürfte etwa 5 % des eingesetzten Kaufpreises entsprochen haben.[25] Laut André Morellet verfügte Holbach über ein Vermögen, das eine Rente von 60.000 Livres pro Jahr abwarf, eine Summe, von der 30 Familien aus dem Volk hätten leben können.[26] Als 1754 seine Frau bald nach der Geburt des ersten Kindes, François Paul Nicolas (* 1753) starb, war Holbach tief betroffen. Zwei Jahre später heiratete er mit einem Dispens des Papstes die Schwester seiner verstorbenen Frau, Charlotte Suzanne d’Aîne (1733–1814),[27] mit der er drei Kinder hatte. Seine Ehefrau war im übrigen mit der Frau von Georges-Louis Leclerc de Buffon der Marie-Françoise de Saint-Belin-Malain (1732–1769) eng befreundet.[28] Es waren ein Sohn Charles-Marius (1757–1832) und seine Töchter Amélie-Suzanne (* 13. Jan. 1759) und Louise-Pauline (19. Dez. 1759–1830).[29][30]Sein Schwager war Marius-Jean-Baptiste Nicolas d'Aîne (1730-1804), chevalier, conseiller du roi, intendant de Justice en la généralité de Tours.[31]Als Hauslehrer seiner Kinder war zeitweise der französische Autor und Übersetzer Nicolas de la Grange tätig.
D’Holbach führte zwischen Paris und dem Landgut Le Château de Grand-Val ein ortsgebundenes Leben, zu nur wenigen Reisen machte er sich auf, die eine mit Friedrich Melchior Grimm in den Süden Frankreichs nach dem Tode seiner ersten Ehefrau im Jahre 1754, die andere im Jahre 1765 nach England und mehrmals zu einem Kuraufenthalt nach Contrexéville in die Vogesen. Contrexéville und die dortige Umgebung ist für seine Thermalquellen bekannt.[32]Seine Schwiegermutter die Suzanne d’Aîne war die eigentliche Besitzerin des Anwesens.[33]
Pikant waren die Verstrickungen der Mme Charlotte Suzanne d´Holbach um das Jahr 1762; einige der Gäste der Coterie holbachique interessierten sich offensichtlich für die Madame la baronne selbst. Hier wären der Journalist Jean Baptiste Antoine Suard und Charles-Georges Le Roy zu nennen. Das begehrliche Bedrängen des Journalisten Suard und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten mit ihrem Ehemann Paul Henri brachten Basile Geneviève Suzanne d’Holbach in eine seelische Verstimmung. Ihr Arzt empfahl eine Milchdiät und regelmäßige Ausritte, als Begleiter fand sich der Leutnant der königlichen Jagden, lieutenant des chasses royales der Charles-Georges Le Roy. Doch nunmehr kamen zu den anfänglichen Begehrlichkeiten des Journalisten noch die des Leutnant der königlichen Jagden hinzu. Das Drama wurde durch eine Intrige perfekt Mme Louise d’Épinay selbst durch den Literaten und Historiker Charles Pinot Duclos (1704-1772) betört, versuchte dieser sie mit einem Gerücht in sein Vertrauen zu ziehen. Duclos behauptete, dass Mme Charlotte Suzanne d´Holbach ein Verhältnis mit ihrem Lebensgefährten, Friedrich Melchior Baron von Grimm habe. In ihrer Empörung konfrontierte diese nun Paul Henri Thiry d’Holbach mit dem Gerücht und gab dem Drama seinen Höhepunkt. Die Folgen waren eine zeitweise sehr angespannte Verstimmung im Haus d’Holbach.[34]
David Garrick, ein britischer Shakespeare-Darsteller und Theaterunternehmer, hatte mit d’Holbach und Diderot gemeinsame Bekannte in Paris. Sowohl bei seinem ersten Aufenthalt 1763 als auch 1765 besuchte er regelmäßig die Coterie holbachique („Holbach’sche Clique“). Diese Verbindung ließ dann d’Holbach im Jahre 1765 nach London reisen, wo er seinen Bekannten Garrick besuchte und sich einen sehr ambivalenten Eindruck des Englands seiner Zeit machte.[35]
D’Holbach war Mitglied in verschiedenen Gelehrtengesellschaften seiner Zeit, so gehörte er seit 1754 zur Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften, später, 1766 folgte die erst 1764 in Mannheim gegründete Kurpfälzische Akademie der Wissenschaften und im Jahre 1780 die Aufnahme in die Russische Akademie der Wissenschaften zu Sankt Petersburg.
D’Holbach wurde in der Kirche Saint-Roch (Paris) bestattet.
Tätigkeit als Übersetzer und Enzyklopädist [Bearbeiten]
D’Holbach Schaffen kann man grob in drei Etappen einteilen, den Zeitraum von:
- 1752-1760 hier stehen seine Beiträge zur Encyclopédie im Vordergrund. So übersetzt und redigiert er mehr als 400 Beiträge über naturwissenschaftlich-technische Themen etwa der Mineralogie, der Bergbaukunde und der Chemie. So übersetzte er beispielsweise Werke von Johannes Kunckel zur Glasherstellung, und das zweibändige Werk zur Mineralogie von Johan Gottschalk Wallerius. Aber auch Werke der Chemiker und Metallurgen so Antonio Neri, Christopher Merret, Johann Friedrich Henckel, Johann Christian Orschall († 1684) und Georg Ernst Stahl um einige weitere zu präzisieren, wurden von ihm in das Französische übertragen.[36] Er beschäftigt sich aber parallel auch - aus englischen und französischen Quellen - mit der Geistes- und Religionsgeschichte. So etwa Schriften des englischen Deisten und Philosophen Anthony Collins.[37]
- 1760-1770 war die Zeit religionskritischer Werke, welche allesamt, wegen der strengen Zensur in Frankreich, unter Pseudonym in Holland publiziert wurden, etwa Das entschleierte Christentum, Le christianisme dévoilé (1761), Briefe an Eugenie, Lettres à Eugénie oder Schutzmittel gegen die Vorurteile, Lettres à Eugénie, ou Préservatif contre les préjugés (1768) und der Der Geist des Judentums, L'Esprit du judaïsme (1769).
- 1770-1780 das dritte Jahrzehnt seines Schaffens war die Phase seiner Hauptwerke: Versuch über die Vorurteile: Essai sur les préjugés, ou De l’influence des opinions sur les mœurs & le bonheur des hommes (1770), System der Natur (1770), Système de la nature ou des loix du monde physique & du monde moral, Der gesunde Menschenverstand, Le Bon Sens (1772), Das Gesellschaftssystem, oder natürliche Grundsätze der Moral und der Politik, Politique Naturelle, ou Discours sur les vrais principes du Gouvernement (1773), Die universelle Moral, oder die Pflichten des Menschen, gegründet auf seiner Natur, La Morale Universelle, ou Les devoirs de l’homme fondés sur la Nature (1776).
Über die Umstände, unter denen d’Holbach Denis Diderot kennenlernte, ist wenig bekannt, da ein Großteil der Korrespondenz zwischen den beiden verloren ist. Vermutlich verband sie zunächst ihr gemeinsames Interesse an der Musik. Holbachs Tätigkeit für die Encyclopédie beginnt mit deren zweitem Band im Jahre 1752, in dessen Vorwort Diderot seinen neuen Mitarbeiter – auf Holbachs ausdrücklichen Wunsch ohne Namensnennung – vorstellt. Trotz gelegentlicher Verstimmungen blieben Diderot und d’Holbach immer freundschaftlich verbunden. Für diesen und die folgenden Bände schrieb d’Holbach 427 mit „—“ signierte und eine nicht genau bekannte Anzahl anonymer Artikel zu den Bereichen Bergbau, Metallurgie, Geologie, Chemie, Mineralogie und Glasherstellung.[38] Nach einer von John Lough erhobenen Bestandsaufnahme sollen es aber mehr als 1100 Artikel gewesen sein.[39] Es waren nicht nur die zuvor erwähnten Sachgebiete, sondern auch Artikel zur deutschen Politik, Geschichte und Rechtswesen ferner über religionsgeschichtliche Themen über Mythen, Glaubens- und Aberglaubensvorstellungen. D’Holbach besaß eine überaus umfangreiche Bibliothek mit mehr als 3000 Bänden die nach seinem Tode im Jahre 1790 versteigert wurden.[40]
Neben seinen Beiträgen zur Encyclopédie verfasste d’Holbach Übersetzungen naturwissenschaftlich-technischer Werke aus Deutschland ins Französische, darunter solche von Johan Gottschalk Wallerius (Minéralogie, 1753), Johann Friedrich Henckel (Introduction à la minéralogie, 1756), Christlieb Ehregott Gellert (Chimie métallurgique, 1758), Johann Gottlob Lehmann (Traités de physique, 1759) und Georg Ernst Stahl (Traité du soufre, 1766). Auch soll er Vorlesungen und Demonstrationen des Chemikers Guillaume-François Rouelle im Jardin du Roi gehört und miterlebt haben.[41][42]
Als erste eigenständige, allgemein d’Holbach zugeschriebene Veröffentlichung gilt die Lettre à une dame d’un certain âge (1752).[43] Auf wenigen Seiten schildert er ironisch den Streit zweier Musikliebhaber über die neu aufgekommene italienische Oper.
Holbachs „Coterie“ [Bearbeiten]
Eine besondere Bedeutung für den Meinungsaustausch in Holbachs Umfeld hatte die Coterie holbachique („Holbach’sche Clique“). Das Wort bezeichnete eine Gruppe von Personen, die der Aufklärung nahestanden und die sich während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts regelmäßig, donnerstags und sonntags, über mehrere Jahrzehnte hinweg, zu Abendessen bei Holbach trafen, um diverse Themen frei zu diskutieren. Im Jahre 1759 zog er aus der Rue Saint-Nicaise[44] im 1er arrondissement de Paris gelegen in die Rue Royale Saint-Roch ebenfalls 1. Arrondissement. Seine damaliger in der Rue Royale Saint-Roch gelegener Wohnort heißt heute, nach der Umgestaltung Paris durch Georges-Eugène Haussmann, Rue de Moulins.[45] Die Rue Saint-Honoré befindet sich in unmittelbarer Nähe.
Die ursprünglich negativ besetzte Bezeichnung wurde von Jean-Jacques Rousseau eingeführt, der einige der Mitglieder einer Verschwörung gegen ihn und seinen Ruf bezichtigte. Im Gegensatz zu Holbachs Salon, in dem wechselnde Gäste verkehrten, bestand die Coterie aus einem festen Kern von Personen.
In der vornehmen Gesellschaft galt es als unhöflich, sich hart in der Sache zu streiten; auch war die Frömmigkeit der anwesenden Frauen ein Tabu, das nicht verletzt werden durfte. Holbachs Coterie war insofern eine ungewöhnliche Erscheinung, als sie ihren Mitgliedern die Gelegenheit bot, ohne Rücksicht auf die etablierten Konventionen frei zu debattieren.
Neben Holbach selbst waren von 1750 bis 1780 folgende Personen Mitglieder der Coterie, eine Auswahl: Denis Diderot, Claude Adrien Helvétius, Friedrich Melchior Grimm, Charles-Georges Le Roy, Jean-François Marmontel, Guillaume Thomas François Raynal, Augustin Roux, Jean-François de Saint-Lambert und Jean-Baptiste-Antoine Suard (1732–1817). Drei weitere Männer – François-Jean de Chastellux, André Morellet und Jacques-André Naigeon – nahmen nur von 1760 bis 1780 an den Treffen teil.
Die Coterie wurde sehr oft von Gästen besucht. Abbé Galiani ebenfalls ein häufiger Besucher bezeichnete den Baron scherzhaft als maître d'hôtel de la philosophie. Viele ausländische Intellektuelle, aber auch zahlreiche Diplomaten und Botschafter nutzten die Gelegenheit, um während ihrer Aufenthalte in Paris in der Coterie zu diskutieren, darunter David Hume, Laurence Sterne, John Wilkes und (wenn auch nicht belegt doch durchaus wahrscheinlich) Benjamin Franklin. Frauen waren bei den Treffen im Allgemeinen nicht willkommen. Der in der Coterie herrschende Ton überraschte viele Gäste, so zum Beispiel Samuel Romilly (1758–1818), den Diderots offen ausgesprochener Atheismus schockierte. Unter den Gästen der Coterie waren aber auch Kritiker wie der Apologet Nicolas-Sylvestre Bergier, der gegen mehrere von Holbachs Werken argumentiert hatte. Diderot schrieb 1765, dass Holbach einmal verärgert darüber war, dass 27 oder 28 Gäste gekommen waren, obwohl er nur auf 20 eingestellt war. In der Folge scheinen Gäste eine formelle Einladung benötigt zu haben.[46]
Philosophische Beiträge des Paul Henri Thiry d’Holbach [Bearbeiten]
In seinem philosophischen Werk zeigen sich deutlich Einflüsse von Baruch de Spinozas Kritik am Gottesbegriff (vergleiche hierzu Rationalismus), von Claude Adrien Helvétius sittlichem Prinzip, von Julien Offray de La Mettrie Materialismuslehre und von Étienne Bonnot de Condillacs formulierter sensualistischer Erkenntnistheorie. Zentraler Punkt in seinen Überlegungen sind religionskritische und materialistische Thesen. Sein Bemühen war es, durch das Aufzeigen der Irrtümer und der Blockierungen durch die Metaphysik, dem menschlichen Bewußtsein den Zugang zu wirklichen Erkenntnissen zu ermöglichen. Konsequenterweise wendet sich seine Kritik an alle Arten der Religionen und deren moralischer Absolutheitsanspruch (siehe hierzu auch Religionskritik). An Stelle einer durch ein Glaubensbekenntnis geoffenbarten Ethik möchte er eine an die gesellschaftlichen Nützlichkeit orientierte und empirisch überprüfbare Form gesetzt sehen.
D’Holbach entwickelte ein System eines sensualistischen, monistischen Materialismus.[47]
Jacques-André Naigeon verkehrte regelmäßig im Hause des Baron d’Holbach, als Sekretär redigierte und editierte er dessen Texte und half so zur clandestinen Verbreitung seiner Schriften. D’Holbach aber war um seine Sicherheit besorgt und deshalb gab er nie eigene handschriftliche Texte als Druckvorlage aus dem Haus. Als Kopist fungierte der Bruder Naigeons, einem Proviantkontrolleur aus Sedan, der in seinem 6 monatigen Jahresurlaub die Manuskripte Holbachs ins Reine schrieb. Veröffentlicht wurden die holbachschen Schriften anonym oder unter dem Pseudonym feu Mirabaud.[48]
Religionskritische Werke [Bearbeiten]
Nach 1760 verlagerte sich Holbachs Interesse zunehmend auf die Religionskritik. Im vermutlich 1766 klandestin und pseudonym veröffentlichten Werk Le christianisme dévoilé („Das entschleierte Christentum“) verurteilt er mit scharfen Worten den moralischen und politischen Einfluss der christlichen Religion, die er als absurd und konfliktträchtig ablehnt. Das Buch fand Anerkennung bei Diderot und Friedrich Melchior Grimm, stieß aber bei Voltaire auf Kritik, der als Deist den latenten Atheismus des Werks missbilligte. Es folgte La Contagion Sacrée, ou Histoire naturelle de la superstition (1768)[49] wo er sich mit der Naturgeschichte des Aberglaubens als eine Art von Seuche auseinandersetzte. Neben seinen eigenen religionskritischen Schriften übersetzte er eine Reihe von englischen Autoren und Vertretern des Deismus aus dem frühen 18. Jahrhundert, so von Anthony Collins, John Toland, John Trenchard (1662-1723) und Thomas Woolston (1669-1731).[50]
Da zu dieser Zeit religionskritische Schriften meistens anonym oder unter Pseudonymen erschienen, ist der Autor oftmals schwierig zu bestimmen. So wird das 1768 veröffentlichte antiklerikale Werk La contagion sacrée allgemein Holbach zugeschrieben. Weniger klar dagegen ist sein Anteil an den vom selben Jahr datierenden Schriften Lettres à Eugénie und La Théologie portative sowie an den 1770 veröffentlichten Werken Essai sur les préjugés und Histoire critique de Jésus-Christ. Daneben betätigte sich Holbach als Übersetzer und Herausgeber religionskritischer und historischer Werke anderer Autoren, unter anderem von John Toland. Einen Großteil jener deistischen Schriften nahm er aus England mit, das er einmalig im Jahre 1765 besuchte.
Für großes Aufsehen, sowohl bei den Aufklärern als auch bei deren Gegnern, sorgte 1770 Holbachs Système de la nature. Das pseudonym veröffentlichte Werk - er gab es aus Furcht vor politischer Verfolgung unter dem Namen des 1760 verstorbenen französischen Philosophen Jean-Baptiste de Mirabaud heraus - stellt ein mechanistisches Weltbild dar, in dem die Natur aus sich selbst wirkt und alle Prozesse deterministisch ablaufen.[51] Das Werk propagiert ausdrücklich den Atheismus, den es als moralisch überlegen erachtet. Der Autor argumentiert gegen verschiedene Gottesbeweise. Der Glaube an höhere Wesen sei auf Unwissenheit, Angst und Gewohnheit zurückzuführen, und die religiös begründete Ethik sei durch ein „vernunftgemäßes“ moralisches System zu ersetzen. Dank der Diskretion seiner Mitstreiter blieb Holbach immer von Verfolgungen durch die französischen Behörden, die gegen die Verfasser derartiger Schriften vorgingen, verschont. Im 1772 erschienenen Folgewerk Le bon sens fasste Holbach die im Système de la nature formulierten Thesen prägnant zusammen.[52]
Insgesamt läßt sich bei d’Holbach eine Entwicklungsreihe seiner Texte und Schriften von einer Auseinandersetzung mit dem Deismus zum Atheismus und schließlich zu einer materialistischen Auffassung nachvollziehen, die sich von einer deistischen Religionskritik zu einem religionskritischen Materialismus wandelt.
Politische Philosophie und Ethik [Bearbeiten]
In seinen weniger bekannten Spätwerken beschäftigte er sich überwiegend mit moralischen und politischen Fragen. Die Schriften Système social (1773), Politique naturelle (1773), Ethocratie (1776) und La Morale universelle (1776), deren Autorschaft nicht eindeutig geklärt ist, treten für ein moralisches System ein, das auf einer Analyse der menschlichen Bedürfnisse und Verhaltensweisen basiert. Holbach kritisierte den Machtmissbrauch scharf und forderte eine Reform des politischen Systems. Er warnte jedoch vor revolutionären Umbrüchen und einer radikalen Demokratie, die den Staat ins Chaos stürzen würden.
Besuch von Salons, Freimaurerei [Bearbeiten]
Wie die anderen Aufklärer, besuchte auch Holbach Salons wie den der Anne-Catherine de Ligniville Helvétius. So unterhielt Madame Helvétius den Kreis von Auteuil cercle d’Auteuil oder auch société d'Auteuil, einen Intellektuellen-Zirkel, den sie nach ihrem Salon in der N° 59 rue d’Auteuil benannte. Obgleich viele ihrer Gäste Freimaurer und Mitglied der Loge der Neuf Sœurs, eine Zugehörigkeit zu den Freimaurern war aber nicht zwingend. Bekannte Gäste des Kreises waren neben Paul Henri Thiry d’Holbach, auch noch Jean-Baptiste le Rond d’Alembert, Denis Diderot, Nicolas Chamfort, Mirabeau, Étienne Bonnot de Condillac, Constantin François Volney, Dominique Joseph Garat, Marie Jean Antoine Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet, Anne Robert Jacques Turgot, baron de l’Aulne und Pierre-Jean-Georges Cabanis. Einen Beleg dafür, dass Paul Henri Thiry d’Holbach in der Loge Neuf Sœurs sein Licht erhielt, gibt es nicht.
Verzeichnis der Holbach zugeschriebenen Werke [Bearbeiten]
- Arrêt rendu à l’amphithéâtre de l’opéra, 1752 (anonym)
Zuschreibung durch Barbier u. a.; Autorschaft von Rudolf Besthorn bestritten - Lettre à une dame d’un certain âge sur l’état présent de l’opéra, 1752 (anonym)
Zuschreibung durch Barbier u. a. - Le christianisme dévoilé, ou Examen des principes et des effets de la religion chrétienne, 1766(?) (als „M. Boulanger“)
Zuschreibung durch Barbier, Morellet u. a.; Autorschaft durch Besthorn u. a. anerkannt - La Contagion sacrée, ou Histoire naturelle de la superstition, 1768 (anonym)
Zuschreibung durch Barbier; Autorschaft durch Besthorn u. a. anerkannt - Lettres à Eugénie, ou Préservatif contre les préjugés, 1768 (anonym)
Zuschreibung durch Barbier widersprüchlich (Holbach und Fréret); zögerliche Anerkennung von Holbachs Autorschaft durch Besthorn - Théologie Portative, ou Dictionnaire abrégé de la religion chrétienne, 1768 (als „M. l’Abbé Bernier“)
Zuschreibung durch Barbier; Besthorn u. a. nehmen ein Sammelwerk unter überwiegender Beteiligung Holbachs an - Essai sur les préjugés, ou De l’influence des opinions sur les mœurs & le bonheur des hommes, 1770 (als „Mr. D. M.“)
Zuschreibung durch Barbier; Autorschaft ungeklärt (vgl. Vercruysse, 1768) - Système de la nature ou des loix du monde physique & du monde moral, 1770 (als „M. Mirabaud“)
Zuschreibung durch Barbier, Morellet u. a.; Autorschaft durch Besthorn u. a. anerkannt. Deutsche Übersetzung:- System der Natur, Band 1 und Band 2, 1791; pdf
- Histoire critique de Jésus-Christ, ou Analyse raisonnée des évangiles, 1770 (anonym)
Zuschreibung durch Barbier; Anteil Holbachs am Werk unklar[53] - Tableau des Saints, ou Examen de l’esprit, de la conduite, des maximes & du mérite des personnages que le christiannisme révère & propose pour modèles, 1770 (anonym)
Zuschreibung durch Barbier - Le Bon Sens du Curé Jean Meslier suivi de son testament. 1772 (anonym)
Laut einer Ausgabe von 1772 vom Autor des Système de la nature; Zuschreibung durch Barbier; Autorschaft durch Besthorn u. a. anerkannt - Politique Naturelle, ou Discours sur les vrais principes du Gouvernement, 1773 (anonym)
Zuschreibung durch Barbier, Morellet u. a. - Système Social, ou Principes naturels de la morale et de la Politique, avec un examen de l’influence du gouvernement sur les mœurs, 1773 (anonym)
Zuschreibung durch Barbier u. a. - Ethocratie, ou Le gouvernement fondé sur la morale, 1776 (anonym)
Zuschreibung durch Barbier u. a. - La Morale Universelle, ou Les devoirs de l’homme fondés sur la Nature, 1776
Zuschreibung durch Barbier u. a. - Eléments de la morale universelle, ou Catéchisme de la Nature, 1790 (posthum, als „feu M. le Baron d’Holbach“)
Literatur [Bearbeiten]
- Rudolf Besthorn: Textkritische Studien zum Werk Holbachs. Rütten & Loening, Berlin 1969.
- Philipp Blom: Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23648-6.
- François Theodore Claudon: Le baron d'Holbach. C. Allardin, Paris 1835.
- Hartmut Harthausen, Hans Mercker, Hans Schröter: Paul Thiry von Holbach: Philosoph der Aufklärung 1723–1789. Katalog zur Ausstellung vom 11. 6.–2. 7. 1989 auf dem Hambacher Schloß anläßlich des zweihundertsten Todesjahres. Pfälzische Landesbibliothek, Speyer 1989.
- Alan Charles Kors: D’Holbach’s Coterie: An Enlightenment in Paris. Princeton University Press, Princeton 1976, ISBN 0-691-05224-7.
- Alan Charles Kors: D’Holbach’s Coterie: An Enlightenment in Paris. Princeton University Press, Princeton 1976. ISBN 0-691-05224-7.
- Katharina Lübbe: Natur und Polis. Die Idee einer "natürlichen Gesellschaft" bei den französischen Materialisten im Vorfeld der Revolution. Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1989, ISBN 3-515-05502-9.
- Manfred Naumann: Holbach und das Materialismusproblem in der französischen Aufklärung. In: Werner Krauss, Hans Mayer (Hrsg.): Grundpositionen der französischen Aufklärung. (= Neue Beiträge zur Literaturwissenschaft Bd. 1). Berlin 1955, S. 83–128.
- Pierre Naville: D’Holbach et la philosophie scientifique au XVIIIe siècle. Gallimard, Paris 1967.
- Carl von Prantl: Holbach, Paul Heinrich Dietrich Freiherr von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 12, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 710–713.
- Werner Raupp: Holbach, Paul-Henri Thiry Baron d’. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 15, Bautz, Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8, Sp. 716–726.
- Hermann Sauter: Holbach, Paul T(h)iry von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 9, Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, S. 510–512 (Digitalisat).
- Hermann Sauter, Erich Loos (Hrsg.): Paul Thiry Baron d’Holbach: Die gesamte erhaltene Korrespondenz. (= Untersuchungen zur Sprach- und Literaturgeschichte der romanischen Völker XI). Franz Steiner, Wiesbaden 1986, ISSN 0083-4580.
- Virgil M. Topazio: D’Holbach’s Moral Philosophy. Its Backgrounds and Development. Institut et Musée Voltaire, Genève 1956.
- Jeroom Vercruysse: Bibliographie descriptive des écrits du Baron d’Holbach. Minard, Paris 1971.
- Hardy W. Wickwar: Baron d'Holbach; a prelude to the French Revolution. G. Allen & Unwin, London 1935.(Nachdruck: Kelley Publishers, New York 1968, OCLC 442426)
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Paul Henri Thiry d’Holbach im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Bibliographie zu La Mettrie und Holbach
- Eintrag In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy
- Heimat- und Kulturverein Edesheim
- Peter Olson: The Hotel of the Philosophers.
- Société Historique et Archéologique de Sucy-en-Brie (SHAS) 2003.
- Michael LeBuffe: Paul-Henri Thiry (Baron) d’Holbach. In: Stanford Encyclopedia of Philosophy. First published Fri Sep 6, 2002; substantive revision Wed Aug 25, 2010.
- * Virgil W. Topazio: D'HOLBACH, MAN OF SCIENCE. S. 63–68)
- Diezinger, Sabine: Paris in deutschen Reisebeschreibungen des 18. Jahrhunderts (bis 1789) S. 263–330 In FRANCIA Forschungen zur westeuropäischen Geschichte herausgegeben vom Deutschen Historischen Institut in Paris (Institut Historique Allemand de Paris) Bd. 14, 1986 Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1987 online
- Deutsche Biographie. Holbach, Paul T(h)iry von
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Der 8. Dezember 1723 ist das Taufdatum laut Kirchenregister; die Tafel am Geburtshaus nennt es als Geburtsdatum. In amtlichen und kirchlichen Dokumenten wird der Familienname mit Tiry, Tirry, Thiry oder Tyerry angegeben (Tierry ist eine französische Entsprechung von „Dietrich“); seit 1754 unterschrieb er in Papieren mit Notariatscharakter stets mit Paul Thiry d’Holbach. Vgl. Sauter, Loos: Paul Thiry Baron d’Holbach: Die gesamte erhaltene Korrespondenz. S. 7.
- ↑ Genealogie der Eltern
- ↑ Das Geburtshaus in Edesheim
- ↑ Daten aus der Holbach Foundation
- ↑ Max Pearson Cushing: Baron D’holbach A Study Of Eighteenth Century Radicalism. (Original 1886). Kessinger Publishing, 2004, ISBN 1-4191-0895-6, S. 5.
- ↑ Genealogie Johannes Jacobus Holbach
- ↑ Hermann Sauter: Der pfälzische Baron Paul Tiry von Holbach, eine Zentralfigur der französischen Aufklärung. Sonderausgabe des Literarischen Vereins der Pfalz für seine Mitglieder. 1972, S. 3–4.
- ↑ H. Lüthy: Les Missispiens de Steckborn et la fortune des barons d’Holbach. (Schweizer Beiträge zu allgemeinen Geschichte, 13). 1955.
- ↑ Hermann Sauter: Der pfälzische Baron Paul Tiry von Holbach, eine Zentralfigur der französischen Aufklärung. Sonderausgabe des Literarischen Vereins der Pfalz für seine Mitglieder. 1972, S. 2.
- ↑ Offizielle Web-Seite des Kasteel Heeze in Brabant
- ↑ Liber. Das erste Buch d’Holbach. Editorische Notizen online (PDF; 462 kB)
- ↑ Philipp Blom: Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23648-6, S. 63; 221
- ↑ Stewart J. Brown, Timothy Tackett (Hrsg.): Cambridge History of Christianity. Volume 7: Enlightenment, Reawakening and Revolution 1660-1815. Cambridge University Press, 2006, ISBN 0-521-81605-X, S. 277–280.
- ↑ Stephen Carruthers (Thesis): John Wilkes and the Enlightenment. Dublin Institute of Technology, 2001-11-01 online
- ↑ David Holohan: Christianity unveiled by Baron d'Holbach. A controversy in documents. Hodgson Press, Kingston upon Thames 2008, ISBN 978-1-906164-04-1, S. 29.
- ↑ Jeroom Vercruysse: Holbach et les Pays-Bas. Vrije Universiteit Brussel, online
- ↑ Eingang des Gebäudes in der №.8 Rue Royale Saint Roch
- ↑ Fotografie des 1949 zerstörten Gebäudes
- ↑ Max Pearson Cushing: Baron D’holbach A Study Of Eighteenth Century Radicalism. Kessinger Pub., 2004, S. 11.
- ↑ Bilder der Anlage und deren Geschichte in französischer Sprache
- ↑ Friedrich Melchior Grimm: Correspondance littéraire. Tome IV (1757) S. 271 online (PDF; 1,4 MB)
- ↑ Philipp Blom: Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23648-6, S. 228–246.
- ↑ Biographische Daten in englischer Sprache
- ↑ Genealogie von d’Holbachs Eltern und Schwiegereltern
- ↑ Naville, S. 32.
- ↑ Pierre-Édouard Lémontey: Mémoires de l’Abbé Morellet…. Bd. 1, S. 127. Paris 1821 (Online bei Google Books)
- ↑ Portrait der Charlotte Suzanne d’Holbach von Alexandre Roslin
- ↑ Emma C. Spary: Utopians Garden. French Natural History from Old Regime to Revolution. University of Chicago Press, 2000 ISBN 0-226-76863-5 S. 31
- ↑ Genealogie Charlotte d’Aîne
- ↑ Profil von Basile-Genevieve d’Aîne
- ↑ François Lebrun: Les intendants de Tours et d'Orléans aux XVIIe et XVIIIe siècles. In: Annales de Bretagne Année. 1971, Volume 78 Numéro 78-2, S. 301–302.]
- ↑ Hermann Sauter: Der pfälzische Baron Paul Tiry von Holbach, eine Zentralfigur der französischen Aufklärung. Sonderausgabe des Literarischen Vereins der Pfalz für seine Mitglieder. 1972, S. 14.
- ↑ Max Pearson Cushing: Baron D’holbach A Study Of Eighteenth Century Radicalism. (Original 1886). Kessinger Pub. Co., 2004, ISBN 1-4191-0895-6, S. 11.
- ↑ Philipp Blom: Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23648-6, S. 212–215.
- ↑ Philipp Blom: Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23648-6, S. 225 ff.
- ↑ Deutsche Biographie. Hermann Sauter: Holbach, Paul T(h)iry von
- ↑ Mladen Kozul: D'Holbach et les déistes anglais: la construction des 'lumières radicales' à la fin des années 1760. In Stefanie Stockhorst (Hrsg.): Cultural Transfer through Translation. The Circulation of Enlightened Thought in Europe by Means of Translation. Rodopi, 2010, ISBN 978-90-420-2950-7, S. 274–297.
- ↑ Vercruysse: Bibliographie descriptive des écrits du Baron d’Holbach. 1751.
- ↑ John Lough: Essays on the Encyclopédie of Diderot and d’Alembert. Oxford University Press, London 1968, S. 111–129.
- ↑ Guillaume Debure: Catalogue des livres de la bibliotheque de feu M. le baron d'Holbach. Chez de Bure l'âiné, 1789.
- ↑ Mi Gyung Kim: Affinity, that elusive dream. A Genealogy of the chemical Revolution. Massachusetts Institute of Technology, Cambridge Massachusetts/ London England 2003, ISBN 0-262-11273-6, S. 161–218.
- ↑ Elizabeth A. Williams: A Cultural History of Medical Vitalism in Enlightenment Montpellier (The History of Medicine in Context). Ashgate Publishing, Hants UK 2003, ISBN 0-7546-0881-6, S. 119 ff.
- ↑ Vercruysse, 1752.
- ↑ John Lough: Le baron d’Holbach. Quelques Documents inédits ou peu connus. In: Revue d’Histoire littéraire de la France. 57e Année, No. 4 (Oct. - Dec., 1957), S. 524–543.
- ↑ Philipp Blom: Böse Philosophen. Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Hanser, 2010, S. 13; 378
- ↑ Helmut Holzhey, Vilem Mudroch, Friedrich Ueberweg, Johannes Rohbeck: Grundriss der Geschichte der Philosophie: Die Philosophie des 18. Jahrhunderts. 2 Halbbde. Schwabe-Verlag, Basel 2008, ISBN 978-3-7965-2445-5.
- ↑ Vorlesung Erkenntnistheorie (PDF; 606 kB). Skriptum von Gerhard Schurz erstellt. 1995, S. 48–49.
- ↑ Biographische Daten der academie-francaise.fr
- ↑ La Contagion Sacrée, ou Histoire naturelle de la superstition. 1768. (PDF; 392 kB)
- ↑ Hermann Sauter: Der pfälzische Baron Paul Tiry von Holbach, eine Zentralfigur der französischen Aufklärung. Sonderausgabe des Literarischen Vereins der Pfalz für seine Mitglieder. 1972, S. 11.
- ↑ System der Natur. deutsche Übersetzung online
- ↑ Hpd. Darstellung der ersten Seite, System der Natur, in der deutschen Übersetzung von 1791
- ↑ Andrew Hunwick (Hrsg.): Histoire critique de Jésus Christ, ou, Analyse raisonnée des Evangiles (= Textes littéraires français 485). Droz, Genf 1997.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Holbach, Paul Henri Thiry d’ |
| ALTERNATIVNAMEN | Holbach, Paul Heinrich Dietrich von; Baron d’Holbach |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Philosoph und Mitarbeiter von Diderots Encyclopédie |
| GEBURTSDATUM | getauft 8. Dezember 1723 |
| GEBURTSORT | Edesheim bei Landau in der Pfalz |
| STERBEDATUM | 21. Januar 1789 |
| STERBEORT | Paris |
- Philosoph der Frühen Neuzeit
- Rechtsanwalt (Frankreich)
- Erkenntnistheoretiker
- Aufklärer
- Enzyklopädist (Encyclopédie)
- Autor
- Literatur (Französisch)
- Literatur (18. Jahrhundert)
- Aufklärung (Literatur)
- Freimaurer (Frankreich)
- Freimaurer (18. Jahrhundert)
- Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
- Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften
- Mitglied der Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften
- Paul Henri Thiry d’Holbach
- Vertreter des Atheismus
- Person um Denis Diderot
- Person (Landkreis Südliche Weinstraße)
- Franzose
- Deutscher
- Geboren 1723
- Gestorben 1789
- Mann