Paul Kutscha

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Paul Kutscha, auch Kutscha-Arend (* 26. Juni 1872[1] in Pruchna, damals Österreichisch-Schlesien, heute Gemeinde Strumień, Polen; † 1935 in München) war ein österreichischer Natur- und Marinemaler.

Leben[Bearbeiten]

Kutscha, der Sohn eines Zivilingenieurs und Bauunternehmers, wuchs in Wien auf und studierte nach dem Besuch der Baugewerbeschule ab Frühjahr 1891 an der Akademie der Bildenden Künste München[2] in der Naturklasse bei Gabriel von Hackl und (nach einer Unterbrechung?) ab Januar 1893[3] bei Johann Caspar Herterich. 1894 war er mit seinem Gemälde Tiberinsel auf der Internationalen Kunstausstellung der Münchener Secession vertreten.[4]

Er vervollständigte seine Studien in Paris; anschließend ging er vier Jahre auf Weltreise, besuchte alle Kontinente bis nach Australien, wo er eine Zeit in Sydney tätig war. Im Lauf der Reise widmete er sich vor allem Marine- und Hafendarstellungen. Um 1900 lebte er in Berlin, 1901 in St. Alban (Dießen am Ammersee), später wirkte er auch in etwa 1905 bis 1910 Hamburg und Wien (1907). 1912 wieder in Berlin und 1913 in Dachau.

Seine Gemälde zeigen Natur-, Altstadt- und Marinemotive in einem Stil zwischen Impressionismus und Naturalismus. Ludwig Hevesi charakterisierte ihn 1907 anlässlich einer Ausstellung seiner Bilder im Wiener Kunstsalon Hirschler so: Als Ganzes ist er gemäßigter Impressionist, ohne optische Abenteuerlichkeiten.[5]

Kutscha arbeitet auch Illustrator bzw. stellte seine Skizzen Illustratoren zur Verfügung.

Das Städel hatte von ihm ein Arabisches Kaffeehaus. Die Sammlung Ernst Rump in Hamburg hatte 10 Kohlezeichnungen und eine Gouache.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paul Kutscha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geburtsjahr nach Matrikeleintrag und GND
  2. Eintrag 00821 Paul Kutscha, Matrikelbuch 1884-1920
  3. Eintrag 01043 Paul Kutscha, Matrikelbuch 1884-1920
  4. Katalog, Nr. 161
  5. Ludwig Hevesi: Aus dem Wiener Kunstleben. In: Kunst und Kunsthandwerk 10 (1907), S. 249
  6. Kutscha wird hier als Tscheche bezeichnet, was er nie war