Paul Magnette

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Paul Magnette 2012
Nach Vorstellung Magnettes soll Wallonien nach einem Auseinanderbrechen Belgiens an Deutschland fallen

Paul Magnette (* 28. Juni 1971 in Löwen) ist ein belgischer Politikwissenschaftler und Politiker der Parti Socialiste (PS). Er besetzte von 2007 bis 2013 verschiedene Ministerämter und ist seit 2014 Ministerpräsident der Wallonischen Region. Auf lokaler Ebene ist Magnette seit den Kommunalwahlen 2012 Bürgermeister von Charleroi. Er übernahm 2013 den Vorsitz der PS,[1] gab ihn aber 2014 wieder an Elio Di Rupo (PS) ab.[2]

Leben[Bearbeiten]

Magnette studierte Politikwissenschaft und ist als Hochschullehrer an der Université Libre de Bruxelles tätig. Seit dem 20. Juli 2007 war er Minister in der wallonischen Regierung. Vom 21. Dezember 2007 bis 6. Dezember 2011 war er Minister für Klima und Energie in den Regierungen Verhofstadt III, Leterme I, Van Rompuy und Leterme II. In der Regierung Di Rupo war er vom 6. Dezember 2011 bis zum 17. Januar 2013 Minister für öffentliche Unternehmen, Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit.

Nach den Regionalwahlen vom 25. Mai 2014 wurde Paul Magnette zum Ministerpräsidenten der Wallonischen Region gewählt und löste somit seinen Parteikollegen Rudy Demotte (PS) in diesem Amt ab.[3]

In Deutschland wurde Magnette bekannt durch seinen Vorschlag, dass der französischsprachige Teil Belgiens, die Wallonische Region, bei einem Auseinanderbrechen Belgiens Deutschland beitreten sollte.[4][5][6][7]

Magnette hat verschiedene politologische Bücher geschrieben. 2000 gewann er zusammen mit Eric Remacle den Francqui-Preis.

Übersicht der politischen Ämter[Bearbeiten]

  • 2007: Minister der Wallonischen Region für Gesundheit, Sozialhilfe und Chancengleichheit
  • 2007 – 2011: Föderaler Minister für Klima und Energie in den Regierungen Verhofstadt III, Leterme I, Van Rompuy und Leterme II
  • 2009 – 2010: Mitglied des wallonischen Parlamentes (teilweise verhindert)
  • 2010 – 2014: Senator (teilweise verhindert)
  • 2011 – 2013: Föderaler Minister für öffentliche Unternehmen, Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit in der Regierung Di Rupo, mit den Großstädten beauftragt
  • 2012 – heute: Bürgermeister von Charleroi (teilweise verhindert)
  • 2014 – heute: Mitglied des wallonischen Parlamentes (teilweise verhindert)
  • 2014 – heute: Ministerpräsident der Wallonischen Region

Einzelnachweise[Bearbeiten]

 Commons: Paul Magnette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Lalibre.be: Paul Magnette est le nouveau président du PS (17. Januar 2013) (frz.)
  2. Lesoir.be: Di Rupo redevient président de plein exercice du PS (22. Juli 2014) (frz.)
  3. RTBF.be: Paul Magnette et Rudy Demotte, les deux ministres-présidents (22. Juli 2014) (frz.)
  4. Der Spiegel: "Belgischer Minister würde Wallonie an Deutschland angliedern" vom 21. Dezember 2010
  5. FOCUS: "Belgischer Minister schlägt vor Wallonie an Deutschland anzugliedern" vom 21. Dezember 2010
  6. NTV "Deutschland bekommt die Wallonie" vom 22. Oktober 2010
  7. Neues Deutschland "Belgiens Wallonie zu Deutschland?" vom 22. Oktober 2010