Paul Mahlo

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Friedrich Paul Mahlo (* 28. Juli 1883 in Coswig (Anhalt); † 20. August 1971 in Halle (Saale))[1] war ein deutscher Mathematiker.

Mahlo besuchte das Gymnasium in Dessau und studierte ab 1902 an der Universität Jena, der Universität Greifswald, der Universität Göttingen, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Halle, wo er 1908 bei Felix Bernstein promoviert wurde (Topologische Untersuchungen über Zerlegung in ebene und sphärische Polygone). 1910 legte er das Lehramtsexamen ab und war danach Studienreferendar und dann Gymnasiallehrer in Bochum, Recklinghausen und Mansfeld am Luther-Pädagogium (ab 1929). 1933 wurde er amtsenthoben.[2]

Mahlo ist für seine Beiträge zur Mengenlehre bekannt. 1911 führte er nach ihm benannte große Kardinalzahlen ein.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Siegfried Gottwald, L. Kreiser Paul Mahlo - Leben und Werk, NTM Schriftenreihe für Geschichte der Naturwissenschaften Technik und Medizin Leipzig, Band 21, Heft 2, 1984, S. 1–22

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebensdaten und Biografie nach Renate Tobies, Kurzbiographien bei der DMV
  2. Volker Peckhaus Becker und Zermelo, S.16, pdf. Nach Gottwald u.a. Lexikon bedeutender Mathematiker 1933 in den Ruhestand versetzt. Nach den Angaben bei Renate Tobies (Webseite der DMV) war er dort 1937 Studien Assessor (StudAss i.R.) im Ruhestand und lebte 1937 in Halle. Das Luther-Pädagogium war eine private (evangelische) Mittel-Schule und wurde erst 1938 von den Nationalsozialisten verstaatlicht.
  3. Über lineare transfinite Mengen, Berichte kgl. sächs. Ges. Wiss. Leipzig, Band 63, 1911, S.187-225. Zur Theorie und Anwendung der {\rho}_0-Zahlen, Teil 1,2, Leipziger Berichte, Band 64, 1912, S. 108-112, Band 65, 1913, S.268-282