Paul Raven

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Paul Vincent Raven (* 16. Januar 1961 in Wolverhampton; † 20. Oktober 2007 in Frankreich[1][2]) war ein britischer Bassist. Bekannt wurde er durch seine Arbeit mit Killing Joke und Ministry.

Werdegang[Bearbeiten]

Raven begann 1979 bei den Neon Hearts und spielte dann bei der Band Kitsch. Nachdem der Bassist Martin Youth Glover die Band Killing Joke 1983 nach Streit mit dem Sänger Jaz Coleman verlassen hatte und sein Vertreter Guy Pratt sich nicht durchsetzen konnte,[3] stieg Raven bei Killing Joke ein und war bei der Entstehung des Albums Fire Dances dabei. Raven blieb acht Jahre bei Killing Joke und war unter anderem 1985 für das Bass-Riff auf dem Platz-16-Hit Love Like Blood verantwortlich. Insgesamt wirkte Raven in diesen Jahren an fünf Alben der Gruppe mit. Das 1985er-Album Night Time erreichte mit dem elften Platz die beste Platzierung in den UK-Charts.

Nach seinem Ausstieg bei Killing Joke im Jahr 1990 war Paul Raven bei Murder Inc. (1991-1992), kurz bei Pigface (1992) und wechselte dann zu Prong, wo er an zwei Alben mitwirkte (1993-1996), bevor er bei Zilch (1996-1998) mitwirkte. Weiterhin arbeitete er als Musikproduzent. Später spielte er bei Godflesh (2002) und Society 1 (2003), bevor er 2003 wieder bei Killing Joke einstieg und an zwei neuen Alben der Band mitwirkte. Danach wechselte er nach Chicago und schloss sich dort der Band Ministry an und spielte mit ihnen ihr letztes Studioalbum The Last Sucker ein. 2006 wurde er für seine Arbeit mit Ministry für einen Grammy in der Kategorie „Beste Metal Performance“ nominiert.[4]

2007 wirkte Raven in Genf an Aufnahmen der französischen Industrial-Band Treponem Pal mit. Er starb am 20. Oktober 2007 an einem Herzinfarkt.

2009 erschien das Album Holy City Zoo der Projekt-Band Mob Research, an dessen Entstehung Raven beteiligt war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Strong: The Great Rock Discography. 7. Ausgabe, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-86150-701-3

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Laut offizieller Verlautbarung auf der Homepage von Killing Joke starb er in einem kleinen Dorf in Frankreich nahe der Schweizer Grenze. Paul Raven R.I.P.. Killing Joke, abgerufen am 11. April 2014.
  2. Andere Quellen sagen, er sei in Genf gestorben, wo er gerade in einem Studio an neuen Aufnahmen arbeitete. Ministry/ Killing Joke Bassist Paul Raven Dead At 46. In: mtv.com, 21. Oktober 2007, abgerufen am 12. April 2014.
  3. Martin Strong: The Great Rock Discography. Seite 822
  4. Ministry Bassist Paul Raven Found Dead at 46. In: Metal Underground, 21. Oktober 2007, abgerufen am 12. April 2014.