Paul Revellio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Paul Revellio (* 24. September 1886 in Hüfingen; † 1. Juli 1966 in Villingen) war ein deutscher Lehrer und Heimatforscher.

Revellio wurde als Sohn des Buchdruckers Carl Revellio geboren. Er besuchte zunächst die Volksschule in Hüfingen und anschließend das Gymnasium in Donaueschingen. Anschließend studierte er Geschichte an der Universität Freiburg und wurde dort 1913 bei Heinrich Finke mit einer Dissertation zu Hans dem Gelehrten von Schellenberg promoviert. In den folgenden Jahren war er als Gymnasialprofessor am Realgymnasium Villingen tätig.

Daneben war er Stadtarchivar in Villingen und veröffentlichte in dieser Funktion zahlreiche Beiträge zur Frühgeschichte und Kunstgeschichte seiner Heimat. Insbesondere leistete er wesentliche Beiträge zur Erforschung vor- und frühgeschichtlicher Fundstellen in der Baar. Als Grabungsleiter war er an der Ausgrabung der römischen Villa rustica in Engen-Bargen beteiligt und förderte den Aufbau und den Erhalt des Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen.

1952 wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Schriften[Bearbeiten]

Paul Revellio verfasste zahlreiche Aufsätze in Zeitschriften und nur wenige Bücher:

  • Aus der Ur- und Frühgeschichte der Baar. Schwenningen 1932.
  • Aus der Geschichte der Baar im Mittelalter. Schwenningen o. J. (1934).
  • Das Kastell Hüfingen (= Obergermanisch-rätischer Limes des Römerreichs, Bd. 5, Nr. 62a). Berlin/Leipzig 1937.
  • Villingen, die alte Stadt. Ein Führer zu ihrer Geschichte, ihren Baudenkmälern und ihrem alten Kulturgut. 2. Aufl. Villingen 1959.
  • Beiträge zur Geschichte der Stadt Villingen. Villingen 1964.

Literatur[Bearbeiten]