Paul Rudolph von Bilguer

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Rudolph von Bilguer
Rudolph von Bilguer

Paul Rudolph (oder Rudolf) von Bilguer (* 21. September 1815 in Ludwigslust; † 16. September 1840 in Berlin) war ein deutscher Schachspieler. Bekannt wurde er insbesondere als geistiger Vater und Namensgeber des Handbuchs des Schachspiels, einem Standardwerk der Schachtheorie, das auch der Bilguer genannt wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Wie sein Vater, der Oberst und Kommandant von Güstrow war, schlug auch Rudolph von Bilguer die militärische Laufbahn ein und wurde Leutnant. Sein Hauptinteresse galt aber dem Schach und der Literatur. Er trat der Berliner Schachgesellschaft bei und schloss sich den sogenannten „Plejaden“ an, der um den älteren Meister Ludwig Bledow gruppierten Berliner Schule.

Im Jahr 1837 erkrankte er an Tuberkulose und musste im April 1839 den Dienst quittieren. Wegen seiner kurzen Dienstzeit erhielt er keine Pension. Im Sommer 1840 erblindete er fast gänzlich und erlag nach kurzer Zeit seinem Lungenleiden.

[Bearbeiten] Beitrag zur Schachtheorie

Obwohl er als sehr begabter Meister galt, liegt seine Bedeutung für die Geschichte des Spiels auf dem Gebiet der Schachtheorie. Im Jahr 1839 veröffentlichte er eine wegweisende Eröffnungsmonografie unter dem Titel Das Zweispringerspiel im Nachzuge (die Eröffnung wird seither auch als Preußische Verteidigung bezeichnet). In dem Buch waren die Eröffnungsvarianten tabellarisch aufgeführt und mit sorgfältigen Anmerkungen versehen.

Schließlich entwarf Bilguer − aufbauend auf dem Schema seiner Zweispringerspiel-Abhandlung − den Plan für das Handbuch des Schachspiels. Das neuartige, in der Konzeption revolutionäre Schachbuch erschien drei Jahre nach seinem Tod unter der Redaktion seines Freundes Tassilo von Heydebrand und der Lasa. Bilguer wurde als Autor bezeichnet, und diese postume Ehrung wurde in den späteren, gründlich überarbeiteten Auflagen bis ins 20. Jahrhundert weitergeführt.

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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