Paul Salopek

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Paul Salopek (* 9. Februar 1962 in Barstow, Kalifornien, aufgewachsen in Mexiko) ist ein US-amerikanischer Journalist und zweifacher Gewinner des Pulitzer-Preises. Er ist in Johannesburg stationierter Korrespondent der Chicago Tribune und auch für National Geographic tätig.

Tätigkeit und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Paul Salopek begann seine journalistische Tätigkeit 1985. Er arbeitete für National Geographic, teilweise in Mexiko, dann für die Chicago Tribune zu Migrations-, Umwelt- und Stadtthemen. Er berichtete über Konflikte in Mittelamerika, Neuguinea und auf dem Balkan. Später wurde er Afrika-Korrespondent und bereiste auch mehrfach den von verschiedenen Konflikten (Sezessionskrieg im Südsudan, Konflikt in Ostsudan, Darfur-Konflikt) betroffenen Sudan.

1998 gewann Salopek den Pulitzer-Preis für Hintergrundberichterstattung für zwei Artikel über das Human Genome Project, 2001 den Pulitzer-Preis für Auslandberichterstattung für eine Reportage über den Krieg in der Demokratischen Republik Kongo.

Verhaftung in Darfur/Sudan 2006[Bearbeiten]

2006 war Paul Salopek für National Geographic in der Krisenregion Darfur im Westen Sudans unterwegs, um eine Reportage über die Sahelzone zu schreiben. Am 6. August desselben Jahres wurden er und zwei Tschader (Fahrer und Übersetzer) dort festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Salopek wurden „illegale Einreise, Verbreitung falscher Nachrichten und Spionage“ vergeworfen. Am 10. September sollte er in al-Fashir im Bundesstaat Shamal Darfur (Nord-Darfur) vor Gericht kommen. Im Falle einer Verurteilung drohten Salopek und seinen Begleitern aus dem Tschad mehrere Jahre Haft. Der vorsitzende Richter in dem Fall hatte am 14. August wegen derselben Vorwürfe den slowenischen Präsidentenabgesandten und Friedensaktivisten Tomo Križnar zu zwei Jahren Haft und zu einer Geldbuße von umgerechnet 2.400 US-Dollar verurteilt.

Chicago Tribune und National Geographic forderten die Freilassung Paul Salopeks. Eine Delegation des US-Kongresses besuchte Salopek. Bill Richardson, Gouverneur des US-Bundesstaats New Mexico, traf sich mit dem sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir und konnte am 8. September erreichen, dass al-Bashir der Freilassung Salopeks zustimmte. Am 10. September konnte Salopek nach New Mexiko zurückkehren. Seine tschadischen Begleiter wurden ebenfalls freigelassen.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Tomo Križnar (Sondergesandter des slowenischen Präsidenten für die Krisenregion, der ebenfalls in Darfur verhaftet wurde)

Weblinks[Bearbeiten]