Paul Weston

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Paul Weston (eigentlich Paul Wetstein; * 12. März 1912 in Springfield, Massachusetts; † 20. September 1996 in Santa Monica) war ein US-amerikanischer Jazz-Pianist, -Arrangeur und -Komponist. Bekannt wurde er als musikalischer Leiter bei Plattenfirmen, Film und Fernsehen.

Leben und Schaffen[Bearbeiten]

Er studierte im Hauptfach Ökonomie und wurde in die akademische Phi Beta Kappa Gesellschaft gewählt.[1] Nach dem Abschluss mit summa cum laude des Dartmouth College 1933, studierte er zunächst zwei Semester an der Columbia University, hatte einen schweren Zugunfall und verkaufte ein erfolgsträchtiges Arrangement des Songs “Pop Goes Your Heart” an das Joe Haymes Orchestra am McAlpin Hotel. 1934 wurde Weston daraufhin Arrangeur für Rudy Vallees The Fleischmann's Yeast Hour im Radio.[1] Drei Jahre später übernahm er beim Tommy Dorsey Orchestra eine Stelle als Chefarrangeur, was er bis 1940 ausübte. Für Dinah Shore arbeitete er danach als Arrangeur und musikalischer Leiter. Außerdem übernahm er freiberuflich Aufträge für das Bob Crosby Orchestra.

Seine Verbindung mit Crosby brachte ihn nach Hollywood und zur Filmmusik. Das begann mit Holiday Inn 1942. Weitere Filme mit ihm als musikalischen Direktor waren Belle of the Yukon (1944) und Road to Utopia (1945). Weston arrangierte Ella Fitzgeralds Album Ella Fitzgerald Sings the Irving Berlin Songbook (1957), gewidmet der Musik Irving Berlins.

Im Jahr 1942 gründeten die Songwriter Johnny Mercer, Glenn Wallichs and Buddy DeSylva die Plattenfirma Capitol Records und engagierten Weston als musikalischen Leiter des Labels. Weston arbeitete nebenbei auch wieder im Rundfunk, gemeinsam mit Mercer und der Capitol-Sängerin Jo Stafford. Stafford wechselte 1950 zu Columbia Records und Weston ging dorthin mit. 1952 heirateten Weston und Stafford, woraus zwei Kinder erwuchsen.

In der Folge machte Weston Karriere als musikalischer Leiter beim Fernsehen, darunter die The Danny Kaye Show. Gemeinsam mit seiner Ehefrau produzierte er eine Reihe von Comedy-Alben. Diese basierten auf ihrer Fähigkeit freihand zu singen, während Paul parodistisch die Piano-Begleitung gestaltete. Als Künstler-Alias wählten sie dafür die Namen Jonathan und Darlene Edwards. 1961 erhielten sie dafür einen Grammy in der Sparte Comedy für Jonathan and Darlene Edwards in Paris und 1970 wurde er mit dem Grammy Trustees Award ausgezeichnet.

Das Paar zog sich in den 1970ern in den Ruhestand zurück. 2006 stiftete Jo Stafford den gemeinsamen Nachlass an die University of Arizona. Sie starb 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b http://web.cfa.arizona.edu/westonstafford/Paul/Biography/index.html