Paul di Resta

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Paul di Resta
Paul di Resta
Nation Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
DTM
Erstes Rennen: Hockenheimring I 2007
Teams (Hersteller)
2007 Persson • 2008–2010 HWA •2014 TBA (Mercedes-Benz)
Starts Siege Poles SR
42 6 6 7
Meistertitel 1 (2010)
Punkte 219
Podestplätze 21
Stand: vor Saison 2014
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Australien 2011
Letzter Start: Großer Preis von Brasilien 2013
Teams
2011–2013 Force India
Statistik
WM-Bilanz: WM-Zwölfter (2013)
Starts Siege Poles SR
58
WM-Punkte 121
Podestplätze
Führungsrunden 4 über 21,6 km

Paul di Resta (* 16. April 1986 in Uphall, West Lothian, Schottland) ist ein britischer Automobilrennfahrer.

Di Resta gewann 2006 die Formel-3-Euroserie. Von 2007 bis 2010 war er in der DTM für mehrere Teams von Mercedes-Benz aktiv. 2010 gewann er mit HWA die Gesamtwertung. Von 2011 bis 2013 fuhr di Resta für Force India in der Formel 1. Seine beste Gesamtplatzierung in dieser Serie war der zwölfte Rang 2013. 2014 tritt di Resta für einen Mercedes-Rennstall in der DTM an.

Di Resta ist der Cousin des Rennfahrers Dario Franchitti.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge im Motorsport (1994–2006)[Bearbeiten]

Di Resta begann seine Motorsportkarriere 1994 im Kartsport, in dem er bis 2002 aktiv war. Zudem gab er 2002 sein Formelsport-Debüt in der Wintermeisterschaft der britischen Formel Renault und wurde Zwölfter. 2003 trat di Resta in der britischen Formel Renault an und belegte mit einem Sieg den siebten Gesamtrang. 2004 bestritt er seine zweite Saison in dieser Serie für das britische Team Manor Motorsport. Er entschied vier Rennen für sich und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf den dritten Platz. Außerdem gewann di Resta 2004 den McLaren Autosport BRDC Award.

2005 wechselte di Resta in die Formel-3-Euroserie und blieb bei Manor Motorsport. Er erzielte eine Podest-Platzierung und belegte am Saisonende den zehnten Gesamtrang. Seinem Teamkollegen Lucas di Grassi, der Dritter wurde, war er dabei unterlegen. 2006 bestritt di Resta seine zweite Saison in der Formel-3-Euroserie. Er wechselte zum Meisterteam ASM Formule 3, das im Vorjahr mit Lewis Hamilton den Meistertitel gewonnen hatte. Di Resta gewann fünf Rennen und sicherte sich damit den Meistertitel. Sein größter Rivale war sein Teamkollege Sebastian Vettel, der schließlich Vizemeister wurde. Außerdem gewann di Resta das Formel-3-Masters in Zandvoort.

DTM (2007–2010)[Bearbeiten]

Paul di Resta beim Saison-Auftakt 2009 auf dem Hockenheimring

Für die Saison 2007 wurde er von Mercedes-Benz für das Team Persson Motorsport für die DTM verpflichtet und erhielt eine zwei Jahre alte Version der AMG-Mercedes C-Klasse. Er schrieb DTM-Geschichte, indem er als erster Fahrer in einem sogenannten „Jahreswagen“ die Gesamtwertung anführte. Am Ende seiner ersten DTM-Saison wurde er, noch vor dem bis dato amtierenden Meister Bernd Schneider, der ein aktuelles Mercedes-Modell fuhr, Fünfter in der Gesamtwertung. In seiner ersten Saison schaffte di Resta vier Podest-Platzierungen, ein Sieg blieb ihm allerdings verwehrt.

Dank seiner guten Leistungen erhielt di Resta in der Saison 2008 eine aktuelle Version der AMG-Mercedes C-Klasse beim Team HWA. Im vierten Rennen auf dem EuroSpeedway Lausitz gelang ihm sein erster DTM-Sieg und er stellte zudem den DTM-Rundenrekord auf dieser Strecke ein. Mit einem weiteren Sieg in Barcelona und weiteren fünf zweiten Plätzen musste sich di Resta am Saisonende nur dem Audi-Piloten Timo Scheider geschlagen geben. 2009 blieb di Resta bei HWA und bestritt seine dritte DTM-Saison. Es gelang ihm am Saisonanfang nicht, an die Erfolge des Vorjahres anzuknüpfen. Nachdem er ein Rennen in Brands Hatch gewonnen hatte, erzielte er weitere zwei Podest-Plätze und belegte schließlich den dritten Gesamtrang.

Beim Großen Preis von Malaysia 2010 durfte di Resta für Force India am ersten freien Training teilnehmen

Nachdem er Ende 2009 für Force India an offiziellen Formel-1-Testfahrten teilgenommen hatte[2], wurde er im Februar 2010 von Force India als Testfahrer für die Saison 2010 unter Vertrag genommen. In dieser Funktion nahm di Resta für sein Team an acht Freitagstrainings im Rahmen der Formel-1-Rennwochenenden teil.[3] Sein Debüt gab er beim Großen Preis von Australien.[4] Parallel zu seinem Testfahrer-Engagement blieb di Resta bei HWA in der DTM und bestritt 2010 seine vierte Saison.[5] Nachdem er sich zunächst mit drei zweiten Plätzen zufriedengeben musste, erzielte er bei seinem Heimrennen in Brands Hatch seinen ersten Saisonsieg und gewann mit weiteren Siegen in Oschersleben und Hockenheim drei Rennen in Folge. Beim Saisonfinale in Shanghai reichte ihm ein zweiter Platz um die Meisterschaft vor seinen Teamkollegen Gary Paffett und Bruno Spengler für sich zu entscheiden.

Formel 1 (2011–2013)[Bearbeiten]

Di Resta im Force India beim Großen Preis von Kanada 2011

2011 verließ di Resta die DTM und wechselte als Stammpilot in die Formel 1. Bei Force India absolvierte er an der Seite von Adrian Sutil seine erste Formel-1-Saison.[6] Bei den ersten beiden Rennen kam er jeweils auf dem zehnten Platz, für den es einen Punkt gab, ins Ziel. Nach zwei weiteren Punkteplatzierungen erzielte er beim Großen Preis von Singapur als Sechster seine bis dahin beste Platzierung. Er beendete die Saison als bester Neuling auf dem 13. Platz in der Fahrerwertung und unterlag Sutil intern mit 27 zu 42 Punkten. Di Resta war in der Saison 2011 der Pilot, der mit 1105 von 1133 möglichen Runden die meisten Runden absolviert hatte.[7]

2012 blieb di Resta bei Force India und bestritt seine zweite Formel-1-Saison. Mit Nico Hülkenberg erhielt er einen neuen Teamkollegen.[8] Di Resta kam bei neun von zwanzig Rennen in den Punkterängen ins Ziel. Beim Großen Preis von Singapur erzielte er mit einem vierten Platz sein bestes Saisonergebnis, das seine bis dahin beste Platzierung in der Formel 1 war. Di Resta wurde 14. in der Fahrerwertung und unterlag teamintern Hülkenberg mit 46 zu 63 Punkten.

2013 stand di Resta abermals bei Force India unter Vertrag. Mit einem achten Platz in Australien startete er in die Saison. Beim Großen Preis von Bahrain lag di Resta lange Zeit auf einem der ersten drei Positionen. Er kam schließlich auf dem vierten Platz ins Ziel. Es war seine beste Platzierung in der Saison. Di Resta beendete die Weltmeisterschaft als Zwölfter. Mit 48 zu 29 Punkten setzte er sich intern gegen Sutil durch. Nach der Saison verlor di Resta sein Cockpit bei Force India.

DTM (2014)[Bearbeiten]

Di Resta kehrte 2014 in die DTM zurück. Er erhält ein Cockpit bei einem Mercedes-Team.[9]

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

  • 2006: Formel-3-Euroserie (Meister)
  • 2007: DTM (Platz 5)
  • 2008: DTM (Platz 2)
  • 2009: DTM (Platz 3)
  • 2010: DTM (Meister)

Statistik in der Formel 1[Bearbeiten]

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
2011 Force India F1 Team Force India VJM04 Mercedes-Benz 2.4 V8 19 27 13.
2012 Sahara Force India F1 Team Force India VJM05 Mercedes-Benz 2.4 V8 20 46 14.
2013 Sahara Force India F1 Team Force India VJM06 Mercedes-Benz 2.4 V8 19 48 12.
Gesamt 58 121

Einzelergebnisse[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
2011 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Turkey.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Europe.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of South Korea.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of Brazil.svg  
10 10 11 DNF 12 12 18* 14 15 13 7 11 8 6 12 10 13 9 8  
2012 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Europe.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of South Korea.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg
10 7 12 6 14 7 11 7 DNF 11 12 10 8 4 12 12 12 9 15 19*
2013 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of South Korea.svg Flag of Japan.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg  
8 DNF 8 4 7 9 7 9 11 18* DNF DNF 20* DNF 11 8 6 15 11  

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Stewart traut di Resta eine große Karriere zu“ (Motorsport-Total.com am 12. März 2010)
  2. „Paffett/Di Resta: Erfolgreicher Ausflug in die Formel 1“ (Motorsport-Total.com am 4. Dezember 2009)
  3. „Offiziell: Di Resta wird Force-India-Freitagsfahrer“ (Motorsport-Total.com am 4. Februar 2010)
  4. „Force India gibt sich weiterhin optimistisch“ (Motorsport-Total.com am 26. März 2010)
  5. „Offiziell: Mercedes präsentiert Fahrerkader 2010“ (Motorsport-Total.com am 15. April 2010)
  6. „Offiziell: Force India holt di Resta und Hülkenberg ins Team“ (Motorsport-Total.com am 26. Januar 2011)
  7. „Di Resta als ‚Rookie of the Year‘ geehrt“ (Motorsport-Total.com am 9. Dezember 2011)
  8. „Comeback offiziell: Force India bestätigt Hülkenberg“ (Motorsport-Total.com am 16. Dezember 2011)
  9. „Offiziell: Di Resta zurück in der DTM“. Motorsport-Total.com, 21. Januar 2014, abgerufen am 21. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paul di Resta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien