Paul van der Sterren

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Paul van der Sterren

Paul van der Sterren (* 17. März 1956 in Venlo) ist ein niederländischer Schachspieler.

Seine internationale Karriere begann van der Sterren 1974, als er an der Jugendeuropameisterschaft in Groningen teilnahm. 1979 wurde er Zweiter beim B-Turnier von Wijk aan Zee und im gleichen Jahr Internationaler Meister, 1980 wurde er 1.-2. in London. 1985 wurde er Sieger bei der niederländischen Meisterschaft, 1988 gewann er mit den Niederlanden bei der Schacholympiade in Thessaloniki die Bronzemedaille. 1989, dem Jahr, in dem ihm die FIDE den Großmeistertitel verlieh, siegte er in Ostende und München (zusammen mit seinem Landsmann Jeroen Piket), 1991 wurde er Zweiter in Altensteig (hinter Alexander Csernyin) und gewann 1992 in Nettetal (gemeinsam mit Markus Stangl).

Das Jahr 1993 war das erfolgreichste seiner Karriere: zunächst gelang ihm ein zweiter Titelsieg bei der niederländischen Meisterschaft, dann qualifizierte er sich über das Zonenturnier von Brüssel gemeinsam mit seinem Landsmann Loek van Wely für das Interzonenturnier in Biel, bei dem er völlig unerwartet Zweiter nach Boris Gelfand wurde und sich für das Kandidatenturnier qualifizieren konnte. Im folgenden Jahr schied er allerdings bereits in der ersten Runde der FIDE-Kandidatenwettkämpfe in Wijk aan Zee gegen den US-Amerikaner Gata Kamsky mit 2,5:4,5 aus. Im selben Jahr gewann van der Sterren in Antwerpen vor Viktor Kortschnoi.

In späteren Jahren gelang van der Sterren kein weiterer nennenswerter Erfolg mehr. 1997 nahm er in Groningen an der FIDE-KO-Weltmeisterschaft teil, doch schied er bereits in der 1. Runde gegen Michał Krasenkow aus. Seit 2002 spielt er praktisch keine Turniere mehr. 2011 veröffentlichte er eine Autobiographie unter dem Titel Zwart op Wit, Verslag van een schakersleven (ISBN 978-90-5691-376-2). Van der Sterrens Elo-Zahl beträgt 2514 (Stand: November 2011).

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