Paula Hahn-Weinheimer
Paula Hahn-Weinheimer (* 8. März 1917 in Nürnberg; † 2002 in München) war eine deutsche Geochemikerin und Mineralogin.
Paula Hahn-Weinheimer studierte in Nürnberg Chemieingenieurwesen und arbeitete während des Zweiten Weltkriegs in verschiedenen Firmen als Chemietechnikerin. Ihr Studium schloss sie 1943 in Frankfurt mit der Promotion ab. Hahn-Weinheimer arbeitete anschließend am Mineralogischen Institut der Universität Frankfurt. Nach dem Tod ihres Mannes, den sie 1942 geheiratet hatte, durch einen Luftangriff war sie als alleinerziehende Mutter ständig berufstätig.[1]
Nach dem Krieg habilitierte sie sich 1958 im Bereich Geochemie. 1964 ging Paula Hahn-Weinheimer als Leiterin der Forschungsstelle Geochemie an die Technische Universität München. Eine Professur erhielt sie erst 1970. Damit war sie die erste ordentliche Professorin an der Technischen Universität München, erste außerordentliche war Liesel Beckmann 1946 gewesen.
Hahn-Weinheimer hat über 50 Fachveröffentlichungen verfasst.[2] Sie hat sich insbesondere bei der Weiterentwicklung und geochemischen Anwendung der Röntgenfluoreszenzanalyse bleibende Verdienste erworben.[3] Zu ihren Schülern gehörten unter anderem Klaus Weber-Diefenbach und Peter Horn.
Sie wurde mehrmals bei Studien und Ausstellungen zur Geschichte des Frauenstudiums und der Rolle von Frauen an Technischen Universitäten und speziell der Technischen Universität München porträtiert.[4][5]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Margot Fuchs: Wie die Väter, so die Töchter. München 1994; Renate Strohmeier: Lexikon der Naturwissenschaftlerinnen und naturkundigen Frauen Europas. Frankfurt a.M. 1998.
- ↑ Hahn-Weinheimer. In: Wer ist wer?: das Deutsche who's who. Band 42 August Ludwig Degener, Walter Habel, August Ludwig Degener, 2003.
- ↑ Paula Hahn-Weinheimer, Klaus Weber-Diefenbach, Alfred Hirner: Röntgenfluoreszenzanalytische Methoden, Grundlagen und praktische Anwendung in den Geo-, Material- und Umweltwissenschaften. Springer-Verlag, 2000, ISBN 3-528-06579-6.
- ↑ Hadumod Bußmann (Hrsg.): Stieftöchter der Alma mater? 90 Jahre Frauenstudium in Bayern - am Beispiel der Universität München. Katalog zur Ausstellung. Antje Kunstmann Verlag, München 1993, ISBN 3-88897-082-2.
- ↑ Frauen an der TU München. (PDF; 2,7 MB) mit Bild Hahn-Weinheimers in jungen Jahren
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hahn-Weinheimer, Paula |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Geochemikerin |
| GEBURTSDATUM | 8. März 1917 |
| GEBURTSORT | Nürnberg |
| STERBEDATUM | 2002 |
| STERBEORT | München |