Paula Heimann

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Paula Heimann geb. Klatzko (* 2. Februar 1899 in Danzig; † 22. Oktober 1982 in London) war eine bedeutende deutsche Psychiaterin und Psychoanalytikerin, die das Element der Gegenübertragung als wichtigen Bestandteil der psychoanalytischen Behandlungstechnik etablierte [1].

Leben in Deutschland[Bearbeiten]

Nach dem Studium der Medizin in Königsberg, Berlin und Frankfurt/Main absolvierte sie ihr Staatsexamen in Breslau. Dort lernte sie ihren späteren Mann, den Mediziner Franz Heimann, kennen. Gemeinsam gingen sie von 1924-1927 nach Heidelberg, wo sie sich zur Psychiaterin ausbilden ließ. 1925 schrieb sie ihre Dissertation. Im selben Jahr brachte sie ihre Tochter Mirza zur Welt. Im Jahr 1927 zog Familie Heimann nach Berlin wo sie 1929 ihre psychoanalytische Fachausbildung bei Theodor Reik begann. Gemeinsam mit ihrem Mann war sie Mitglied der Internationalen Gesellschaft der Ärzte gegen den Krieg.

Emigration[Bearbeiten]

1933 musste Paula Heimanns Ehemann Deutschland aufgrund seiner politischen Ansichten verlassen. Er emigrierte in die Schweiz, Paula Heimann und ihre Tochter durften jedoch nicht nachfolgen. Daher wanderten Mutter und Tochter nach London aus.

Im Jahr 1934 wurde sie Sekretärin bei Melanie Klein, begann 1935 eine Analyse bei ihr und wurde deren enge Vertraute. Ihr medizinisches Staatsexamen legte sie 1938 in Edinburgh ab. Noch im gleichen Jahr wurde sie mit dem Vortrag Ein Beitrag zum Problem der Sublimierung in die Britische Psychoanalytische Gesellschaft (British Psychoanalytical Society) aufgenommen. Heimanns Beitrag On counter-transference auf dem Psychoanalytischen Kongress 1949 in Zürich führte zu einem Bruch mit der Klein-Gruppe, da sie eine von der kleinianischen abweichende Auffassung von der Bedeutung der Gegenübertragung vertrat. Melanie Klein sah in ihr lediglich eine Störung des analytischen Prozesses. Für Paula Heimann hingegen war die emotionale Reaktion des Analytikers auf seinen Patienten ein wichtiges Instrument zur Erforschung von dessen Unbewussten. Danach wandte sie sich der Gruppe der „Independant“ zu[2] und wurde 1958/59 die Analytikerin von Margarete Mitscherlich. Zu ihren Lehranalysanden zählte auch Alexander Mitscherlich.

Werke[Bearbeiten]

  • On countertransference. In: International Journal of Psychoanalysis. Bd.31, 1950, S.81-84.
  • About Children and Children-No-Longer, HG: Margaret Tonnesmann, Vol 10. In: The New Library of Psychoanalysis, Published by Routledge (Taylor & Francis Group) 1990, ISBN 0-415-04119-8
  • Bemerkungen zur Sublimierung. In: Psychologie des Ich. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1974

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paula Heimann: On countertransference. In: International Journal of Psychoanalysis. Bd.31, 1950, S.81-84.
  2. Rayner, Eric, The British Independents: A Brief History , British Psychoanalytical Society, 2000 in: http://www.psychoanalysis.org.uk/britind.htm

Weblinks[Bearbeiten]