Pavel Kuka

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pavel Kuka
Spielerinformationen
Geburtstag 19. Juli 1968
Geburtsort PragTschechoslowakei
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1975–1987 Slavia Prag
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1987–1989
1989–1993
1994–1998
1998–1999
1999–2000
2000–2005
RH Cheb
Slavia Prag
1. FC Kaiserslautern
1. FC Nürnberg
VfB Stuttgart
Slavia Prag
36 (09)
125 (62)
118 (53)
28 (10)
20 (01)
110 (33)
Nationalmannschaft
1990–1993
1994–2001
Tschechoslowakei
Tschechien
24 (07)
63 (22)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Pavel Kuka (* 19. Juli 1968 in Prag) ist ein ehemaliger tschechischer Fußballspieler.

Laufbahn[Bearbeiten]

Stationen als Vereinsspieler[Bearbeiten]

Der Stürmer begann mit dem Fußballspielen bei Slavia Prag, für den er 1987 in der 1. Liga der damaligen Tschechoslowakei debütierte. Seinen Armeedienst verrichtete er zwischen 1987 und 1989 bei RH Cheb, anschließend spielte er wieder für Slavia.

In der Winterpause der Saison 1993/94 wechselte er für eine Ablösesumme von 1,75 Millionen D-Mark in die deutsche Bundesliga zum 1. FC Kaiserslautern und trug mit acht Toren in der Rückrunde zum zweiten Platz der Pfälzer bei. 1996 erlebte er ein widersprüchliches Jahr der Enttäuschungen und Erfolge. Zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern stieg er aus der 1. Bundesliga ab, gewann jedoch eine Woche nach dem Abstieg den DFB-Pokal und wurde kurz darauf mit Tschechischen Fußballnationalmannschaft in England Vizeeuropameister. Allerdings wurde das Finale äußerst unglücklich durch ein Golden Goal in der Verlängerung entschieden. Anschließend erlebte er 1996/97 mit den Roten Teufeln aus Kaiserslautern den Wiederaufstieg in die Bundesliga und anschließend den sensationellen Gewinn der Meisterschaft, zu der er jedoch nur noch als Einwechselspieler beitrug.

Daher wechselte er zur Saison 1998/99 zum Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Obwohl er dort zu einer Stütze im Angriff avancierte, konnte der Club den knappen Abstieg nicht vermeiden. Kuka wechselte zum VfB Stuttgart, bei dem er jedoch nicht Fuß fassen konnte.

Nach insgesamt 144 Spielen und 50 Toren in der Bundesliga sowie 25 Spielen (14 Tore) in der 2. Bundesliga verließ er im September 2000 Deutschland und kehrte zurück zu Slavia Prag. Mit dieser Mannschaft gewann er 2002 den Tschechischen Pokal, 2005 beendete er dort seine aktive Karriere.

Er spielt nebenher noch für den Amateurverein SK Marila Votice.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Pavel Kuka bestritt insgesamt 87 A-Länderspiele, bei denen er 29 Tore erzielte. Bereits am 29. August 1990 debütierte er für die Tschechoslowakische Fußballnationalmannschaft in einem Freundschaftsspiel gegen Finnland. Bis zur Trennung der Tschechoslowakei in Tschechien und die Slowakei kam er auf 24 Länderspiele (7 Tore). Danach spielte er weitere 63 Mal für die Tschechische Fußballnationalmannschaft und erzielte dabei 22 Tore. Mit ihr nahm er an der Europameisterschaft 1996 teil, bei der Tschechien Vizeeuropameister wurde und an der EM 2000. Nach über elf Jahren beendete er mit einem Einsatz beim WM-Qualifikationsspiel gegen Malta am 5. September 2001 seine Länderspiellaufbahn.

Sportdirektor[Bearbeiten]

2005 war Pavel Kuka Sportdirektor beim tschechischen Erstligisten FK Marila Příbram, verließ den Klub aber auf eigenen Wunsch schon nach einem halben Jahr. Seit dem 14. Januar 2013 ist Kuka Sportdirektor bei Viktoria Pilsen. Mit Pilsen wurde er 2013 tschechischer Meister.

Erfolge[Bearbeiten]

Quellen und Weblinks[Bearbeiten]