Pawel Semjonowitsch Rybalko

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Pawel Rybalko
Pawel Rybalko nach der Befreiung Charkows im Jahr 1943

Pawel Semjonowitsch Rybalko (russisch Павел Семёнович Рыбалко, wiss. Transliteration Pavel Semënovič Rybalko; * 4. November 1894 in Maly Wystorop bei Lebedin; † 28. August 1948 in Moskau) war ein sowjetischer Feldherr und Marschall der Panzertruppen im Zweiten Weltkrieg mit dem zweifachen Titel Held der Sowjetunion.

Biografie[Bearbeiten]

Pawel Rybalko wurde in der Familie eines ukrainischen Fabrikarbeiters in der heutigen Oblast Sumy geboren. Als junger Soldat kämpfte er in der Kaiserlich Russischen Armee im Ersten Weltkrieg. Nach der Oktoberrevolution trat er der neugegründeten Roten Armee bei und nahm am Russischen Bürgerkrieg in der Ukraine sowie am Polnisch-Sowjetischen Krieg teil. In den Folgejahren absolvierte er Lehrgänge an mehreren Militärakademien und machte eine steile Armeekarriere. Zwischen 1934 und 1936 war Rybalko Militärberater in China.

Während des Zweiten Weltkriegs befehligte er ab Juli 1942 zunächst die fünfte, dann die dritte Panzerarmee und nahm an zahlreichen militärischen Operationen, darunter der dritten Schlacht um Charkow, teil. Im weiteren Verlauf kämpften seine Verbände um Kiew, Schitomir, Chmelnyzkyj, Lemberg, Berlin, Dresden und Prag.

Den ersten Titel "Held der Sowjetunion" und den Leninorden bekam er 1943 für die Schlacht am Kursker Bogen und die erfolgreiche Überquerung des Dneprs. Während der Lwiw-Sandomierz-Operation bewahrte die Panzerarmee Rybalkos die Innenstadt Lembergs vor der Zerstörung. Seine zweite Auszeichnung bekam er 1945 verliehen.

Nach dem Krieg war Rybalko Abgeordneter des Obersten Sowjets der UdSSR und befehligte Panzertruppen der Sowjetarmee. Er zeichnete sich in dieser Zeit durch seinen mutigen Widerstand gegen die von Stalin ausgehenden Repressalien Schukows aus. Im Sommer 1948 starb Rybalko an Krebs. Er wurde auf dem Nowodewitschi-Friedhof beigesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pawel Semjonowitsch Rybalko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Миронов Г. Маршал бронетанковых войск Павел Рыбалко // Полководцы и военачальники Великой Отечественной. Вып. 1 — 2-е изд. — 1971. — С. 292—330. — 448 с. — (Жизнь замечательных людей). — 150 000 экз.