Pawn Hearts

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Pawn Hearts
Studioalbum von Van der Graaf Generator
Veröffentlichung 1971
Label Charisma
Format LP, MC, CD
Genre Progressive Rock
Anzahl der Titel 3

Besetzung

Produktion John Anthony
Studio Trident Studios, London
Chronologie
H to He Who Am The Only One
(1970)
Pawn Hearts Godbluff
(1975)

Pawn Hearts (1971) ist das vierte Album der Progressive Rock-Band Van der Graaf Generator und nach Godbluff das erfolgreichste. Das Album beinhaltet drei Stücke: Lemmings und Man-Erg mit jeweils einer Spielzeit von rund zehn Minuten auf der A-Seite sowie das 23-minütige A Plague of Lighthouse Keepers auf der B-Seite.

Charakterisierung der Stücke[Bearbeiten]

  • Lemmings erinnert manche Hörer mit seiner Instrumentierung aus Saxophon, Keyboard und Schlagzeug sowie kürzeren Gitarrenpassagen an die Musik von Gentle Giant, besitzt aber ebenso die typische Stilistik Van der Graaf Generators. Textlich geht es um das Leben am Rand der Klippe und die Versuchung, hinunterzuspringen.
  • Man-Erg behandelt den Topos vom schlafenden Tier im Menschen, das plötzlich erwachen kann. Musikalisch ist der Beginn des Stücks von idyllischem Klavier- und Orgelspiel geprägt, anschließend wechselt das Stück abrupt in einen schnelleren Abschnitt mit ausuferndem Schlagzeug- und Gitarrenspiel sowie unruhigem Gesang, und kehrt dann durch Verlangsamung des Beats wieder ins anfängliche Tempo zurück.
  • A Plague of Lighthouse Keepers schließlich ist ein Progressive-Rock-Epos, das ähnlich wie Supper's Ready von Genesis eine Abfolge unterschiedlicher musikalischer Ideen lose verbindet. Inhaltlich tauchen Motive wie Tod und Geistererscheinungen auf.

Einordnung innerhalb des Genres Progressive Rock[Bearbeiten]

Pawn Hearts ist ein Werk, das wie andere Alben von Van der Graaf Generator auf der Textebene viele negative Emotionen verhandelt. Auffällig ist neben den typischen Saxophon-Passagen von David Jacksons der hohe Anteil an obskuren Passagen. Van der Graaf Generator werden häufig mit King Crimson und Genesis verglichen, wobei Pawn Hearts eher Einflüsse des Stils von King Crimson aufweist, auch wenn die Arbeit von Robert Fripp im Mix nicht so prominent platziert worden ist, wie noch auf dem vorangegangenen Album H to He Who Am The Only One von 1970.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die klanglich überarbeitete Ausgabe von 2005 enthält zusätzlich das Hugh-Banton-Stück Diminutions. Es erinnert an Ambient-Musik, ist von Synthesizer und elektrischer Orgel sowie zahlreichen Hall-Effekten geprägt. Die Band sah sich seinerzeit außerstande, diese vergleichsweise exotische elektronische Musik ihrem Hauptwerk beizugeben.

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Lemmings (including Cog) 11'39"
  2. Man-Erg 10'21"
  3. A Plague of Lighthouse Keepers 23'05"
  • Eyewitness
  • Pictures/Lighthouse
  • Eyewitness
  • S.H.M.
  • Presence of the Night
  • Kosmos Tours
  • (Custard's) Last Stand
  • The Clot Thickens
  • Land's End (Sineline)
  • We Go Now

Weblinks[Bearbeiten]