Payback – Zahltag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Payback – Zahltag
Originaltitel Payback
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999 (Kinofassung),
2006 (Director’s Cut)
Länge 101 (Kinofassung) Minuten,
90 (Director’s Cut) Minuten
Altersfreigabe FSK 16 (Kinofassung),
FSK 18 (Director’s Cut)
Stab
Regie Brian Helgeland,
später Mel Gibson
Drehbuch Brian Helgeland,
Terry Hayes
Produktion Stephen McEveety,
Bruce Davey
Musik Chris Boardman
Kamera Ericson Core
Schnitt Kevin Stitt
Besetzung

Payback – Zahltag ist ein US-amerikanischer Actionthriller aus dem Jahr 1999 mit Mel Gibson in der Hauptrolle. Der Film ist eine Neuverfilmung von Point Blank aus dem Jahre 1967. Wie dieser basiert er auf dem Roman Payback (Originaltitel: The Hunter) von Richard Stark (Pseudonym von Donald E. Westlake).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

In Payback spielt Mel Gibson Porter, einen professionellen Räuber. Zusammen mit seiner Frau Lynn und seinem Partner Val Resnic raubt er 140.000 US-Dollar von einer Gruppe chinesischer Geldwäscher. Doch 130.000 US-Dollar davon braucht Val, um sich wieder in das Syndikat (genannt Outfit) einzukaufen. Dies und ein Foto, das seine Frau glauben lässt, er habe sie betrogen, werden für Porter zum Verhängnis. Val und Lynn haben sich gegen ihn verschworen und ihn nur für den Überfall benutzt. Lynn schießt ihn hinterrücks nieder und macht sich mit Val und den 140.000 US-Dollar aus dem Staub. Doch Porter ist nicht tot. Er sinnt auf Rache – und auf seinen Anteil von exakt 70.000 US-Dollar.

Auf seiner Suche nach Val trifft er zunächst auf seine mittlerweile drogenabhängige Frau, die sich in der gleichen Nacht den goldenen Schuss setzt, ihren Dealer – und korrupte Polizisten. Er nimmt Kontakt zu der Prostituierten Rosie auf, deren früherer Fahrer er war und von der Porters Frau dachte, sie sei es, mit der Porter sie betrogen hat, erneuert die Freundschaft und macht sie zu seiner Verbündeten. Val hat sich währenddessen wieder ins Outfit eingekauft, doch das hält Porter nicht davon ab, ihm einen Besuch abzustatten und sein Geld zu fordern. Daraufhin hetzt ihm Val, in die Enge getrieben, die Chinesen auf den Hals, die ihre 140.000 US-Dollar schmerzlich vermissen. Da Val das Geld dem Outfit gegeben hat, muss Porter seinen Anteil dort suchen. Die wollen ihm aber sein Geld nicht geben, sondern setzen stattdessen ein paar Killer auf ihn an.

So hat Porter nun eine Bande chinesischer Verbrecher, ein ganzes Verbrechersyndikat und zwei korrupte Polizisten, die sein Geld schon unter sich und Lynns Dealer, einem schmierigen Taxiunternehmer, aufgeteilt haben, im Nacken, während er sich bis an die Spitze des Syndikats kämpft, um seine 70.000 Dollar zu fordern. Er tötet Val, der ihm nach gescheiterter Geldübergabe folgte, ihn aber knapp verpasst und irrtümlicherweise seine Waffe auf Rosies Wachhund feuert und danach Rosie misshandelt. Porter kehrt im richtigen Augenblick zurück und tötet Val. Beide verlassen fluchtartig die Wohnung und verstecken sich in einer billigen Absteige, in der sie sich sicher glauben. Später legt Porter bei Vals Leiche falsche Spuren (Dienstmarke des einen Polizisten in Vals Hand, die Tatwaffe mit den Fingerabdrücken des anderen Polizisten daneben), die nach Entdeckung des Toten zur Verhaftung der beiden korrupten Polizisten führt. Kaum im Hotelzimmer angekommen, klingelt das Telefon, dessen Nummer keiner haben dürfte. Porter entdeckt ein Kabel, das vom Telefon zu einem Sprengsatz unterm Bett führt, schaut aus dem Fenster und entdeckt drei Killer, die das Syndikat auf ihn gehetzt hat. Er schaltet alle drei aus und beschließt, als nächstes den höflich-skrupellosen Untergebenen Carter aufzusuchen, der nach dem K. o. seiner beiden Leibwächter – in gewisser Weise beeindruckt – nun endlich auf Porters Verlangen, den obersten Boss Mr. Bronson anruft. Dem lässt er bestellen, dass er sein Geld will. Auf dessen ablehnende Haltung tötet Porter Carter zum Nachdruck, was Bronson zwar sehr wütend macht, aber nicht einlenken lässt. Bronson droht ihm, was Porter zum Entschluss bringt, Bronsons volljährigen Sohn zu entführen, dessen Aufenthaltsort er durch ein von ihm mitgehörtes Telefongespräch zufällig mitbekommen hat, was er auch mit Rosis Hilfe in die Tat umsetzt. Über einen zweiten „Unterboss“, den behaglich-ruhigen Justin Fairfax, nimmt er wieder Kontakt zu Bronson auf und droht ihm nun an, Johnny, der mit Rosi als Bewachung in einem anderen Hotel festgehalten wird, bei Nichtzahlung der ihm zustehenden Summe zu töten. Bronson lässt ihn daraufhin nach einer geplatzten Lösegeldübergabe foltern, um den Aufenthaltsort seines Sprösslings herauszubekommen. Porter willigt allein aus Schmerz zum Schein ein, nennt aber nur die Adresse des Hotelzimmers, in dem die Bombe des Syndikats versteckt ist, die eigentlich ja Porter galt. Es gelingt Porter, den Bronson aus Sicherheitsgründen für den Fall, dass etwas schief geht, im Kofferraum mitnahm, sich zu befreien, ins Wageninnere durch die Rückbank vorzudringen und noch rechtzeitig die Nummer vom Autotelefon aus zu wählen, die Bronson, Fairfax und zwei weitere Männer in der Explosion umkommen lässt – zu spät hatte Mr. Bronson, der abnahm, registriert, wo sie eigentlich waren.

Porter und Rosi machen sich mit den 130.000 Dollar Lösegeld in Bronsons Wagen nach Kanada davon, um dort nach den arbeitsreichen Tagen in Ruhe frühstücken zu können und sich zu erholen.

[Bearbeiten] Hintergründe

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Die Kinoversion ist aus stilistischen Gründen in einem kühlen Blaugrau gehalten, der Director's Cut jedoch nicht.

Die Partitur von Chris Boardman enthält deutliche Rückbezüge auf David Shires klassische Zwölfton-Jazz-Musik zu Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123 (The Taking of Pelham 123, 1974).

Regisseur Brian Helgeland plante seinen Film mit weitaus mehr zusätzlicher Härte, als im fertigen Streifen letztlich zu sehen ist. Über diesen Punkt gab es Differenzen mit dem Hauptdarsteller Mel Gibson, der wegen seiner eigentlich viel skrupelloser angelegten Rolle angeblich Befürchtungen um sein Image bekam und Helgeland deswegen feuerte. Danach wurde das letzte Viertel des Filmes komplett neu gedreht und der Film mit einem neuen Ende versehen. Die Figur von Kris Kristofferson stand zuvor nicht im Drehbuch und wurde hinzugefügt, nachdem Gibson selbst auf dem Regiestuhl Platz genommen hatte.

Anfang April 2007 wurde eine Director’s Cut-Version des Films veröffentlicht, die die ursprünglich von Helgeland geplante Fassung zeigt. Titel der DVD: Payback: Straight Up – the Director's Cut.

Am 25. September 2009 wurde der Director´s Cut auch in Deutschland veröffentlicht.

[Bearbeiten] Wirtschaftlicher Erfolg

Der Film war ein Erfilg an den Kinokassen, er spielte mit Produktionskosten von etwas mehr als 80 Millionen US-$ weltweit ca. 160 Millionen US-$ ein[1].

[Bearbeiten] Kritik

„Spannend inszenierte, wenngleich ausgesprochen harte Rachegeschichte, die ihren Unterhaltungswert aus der Balance zwischen Thrillerhandlung und schwarzer Komödie bezieht. Die konsequente bildliche Stilisierung des Schauplatzes Chicago sowie die Besetzung der Hauptrolle gegen die bislang üblichen Leinwandcharaktere des Darstellers bieten weiteren Reiz.“

Lexikon des internationalen Films[2]

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Chris Boardman bekam 2000 einen BMI Film Music Award, Mel Gibson den Blockbuster Entertainment Award.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=payback.htm
  2. Eintrag im Lexikon des internationalen Films
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen