Pełczyce
| Pełczyce | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Westpommern | |||
| Landkreis: | Choszczno | |||
| Gmina: | Pełczyce | |||
| Fläche: | 13 km² | |||
| Geographische Lage: | 53° 3′ N, 15° 18′ O53.04444444444415.302777777778Koordinaten: 53° 2′ 40″ N, 15° 18′ 10″ O | |||
| Höhe: | 105 m n.p.m | |||
| Einwohner: |
2681 |
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| Postleitzahl: | 73-260 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 95 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | ZCH | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | DW 151 Świdwin ↔ Gorzów Wielkopolski | |||
| Schienenweg: | (kein Bahnanschluss) | |||
| Nächster int. Flughafen: | Stettin-Goleniów | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | |||
| Gemeindegliederung: | 27 Ortschaften | |||
| 19 Schulzenämter | ||||
| Fläche: | 200,7 km² | |||
| Einwohner: |
7996 |
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| Bevölkerungsdichte: | 40 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 3202053 | |||
| Verwaltung (Stand: 2009) | ||||
| Bürgermeister: | Mirosław Kluk | |||
| Adresse: | ul. Rynek Bursztynowy 2 73-260 Pełczyce |
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| Webpräsenz: | www.pelczyce.pl | |||
Pełczyce (deutsch Bernstein) ist eine Kleinstadt im Kreis Choszczno (Arnswalde) der polnischen Woiwodschaft Westpommern mit etwa 2700 Einwohnern sowie Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografische Lage
Pełczyce liegt im Süden der Woiwodschaft Westpommern am Nordufer des Pulssees, der zur Soldiner Seenplatte (Pojezierze Myśliborskie) gehört. Der Ort liegt an der Landstraße von Choszczno (Arnswalde) nach Barlinek (Berlinchen). Nordwestlich erstreckt sich der fruchtbare Pyritzer Weizacker.
[Bearbeiten] Stadt Pełczyce (Bernstein)
[Bearbeiten] Geschichte
In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstehen nördlich des Pulssees ein Kloster und eine Klosterkirche im so genannten Lande Berenstein, das sich im Besitz der brandenburgischen Markgrafen befindet. Mit Zustimmung des Bischofs von Cammin übergibt Markgraf Albrecht III. 1290 das Kloster den Zisterzienserinnen. In der Stiftungsurkunde wird erstmals die „civitas“ Bernstein erwähnt. 1315 verkauft Markgraf Waldemar Stadt und Land Bernstein für 7000 Silbermark an den pommerschen Herzog Otto I.. Im Feldzug des brandenburgischen Kurfürsten Albrecht Archilles gegen Pommern wird Bernstein am 2. August 1448 für Brandenburg zurückerobert. 1485 wird die Familie von Waldow mit dem Schloss Bernstein belehnt, 1517 wird das Lehen auf die Stadt erweitert. Zwei Stadtbrände 1568 und 1578 fügen der Stadt schweren Schaden zu.
Der Dreißigjährige Krieg wirft Bernstein in seiner Entwicklung weit zurück, und ein weiterer Stadtbrand 1727 vernichtet große Teile. Während des Siebenjährigen Krieges richten die Russen große Zerstörungen an, besonders die Kosaken unter ihrem General Gottlob Heinrich von Tottleben. 1728 geht die Familie von Bernstein in Konkurs und Bernstein wird zur königlichen Domäne. In diesem Jahr brennt es erneut, dabei gehen alle Stadtakten und die Kirchenbücher verloren. Während der napoleonischen Feldzüge wird Bernstein von den durchziehenden Franzosen geplündert.
Nach der preußischen Verwaltungsreform wird Bernstein 1818 in den Kreis Soldin eingegliedert. In den Jahren 1814 und 1820 werden die um die Stadt gelegenen Wälder an Stettiner und Hamburger Unternehmer verkauft und von ihnen abgeholzt. Die kahlen Flächen werden aufgesiedelt und zum Teil den Bernsteiner Bürgern als Abfindung für die verlorenen Holzrechte unentgeltlich übergeben. Auf den anderen Flächen entstehen neue Güter. Zur Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich Bernstein von den Rückschlägen der Vergangenheit erholt und ist zu einer lebensfähigen Ackerbürgerstadt geworden. Entscheiden Anteil daran hat der Anschluss an die Eisenbahnlinie von Küstrin nach Arnswalde.
Im Januar 1945 wird Bernstein von der Roten Armee überrollt. Nach der Übernahme durch die polnische Verwaltung erhält die Stadt den Namen Pełczyce.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Carl Gabriel (1857-1931), Oktoberfest-Schausteller
- Hermann Liebig (1836 - 1914), baptistischer Geistlicher
[Bearbeiten] Gmina Pełczyce
[Bearbeiten] Allgemeines
Die Stadt- und Landgemeinde Pełczyce umfasst eine Fläche von 200,71 km², was 15% der Gesamtfläche des Powiat Choszczeński entspricht. Hier leben 8.016 Einwohner.
Die Westgrenze der Gemeinde wird von der Płonia (Plöne) gebildet, einem 79 Kilometer langen Fluss, der in den Jezioro Dąbie (Dammscher See) mündet. Im Osten grenzt die Gemeinde an die Mała Ina (Faule Ihna). Die Südgrenze der Gmina Pełczyce ist zugleich die Kreis- bzw. Woiwodschaftsgrenze zum Powiat Strzelecko-Drezdenecki (Friedeberg-Driesen) und zur Woiwodschaft Lebus.
Zum Gemeindegebiet gehört der große Jezioro Pełcz (Großer Pulssee) und der kleinere Jezioro Trzebień (Trapehner See). Im Nordwesten gehört ein Teilgebiet der Gmina zum Barlinecko-Gorzowski Park Krajobrazowy (Landschaftsschutzpark Berlinchen-Landsberg).
Nachbargemeinden der Gmina Pełczyce sind:
- Choszczno (Arnswalde) und Krzęcin im Powiat Choszczeński,
- Barlinek im Powiat Myśliborski (Kreis Soldin),
- Dolice im Powiat Stargardzki (Kreis Stargard in Pommern), und
- Strzelce Krajeńskie (Friedeberg (Neumark)) im Powiat Strzelecko-Drezdenecki (bereits in der Woiwodschaft Lebus gelegen).
Das Gebiet der Gmina Pełczyce ist in zwei Postleitzahl-Regionen unterteilt: Płotno (Blankensee) = 73-236, und Pełczyce = 73-260.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zur Gmina Pełczyce gehören insgesamt 27 Ortschaften, die - neben der Stadt Pełczyce - 19 Ortsteilen ("Schulzenämtern") zugeordnet sind:
- Ortsteile:
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- Übrige Ortschaften: Będargowiec (Neu Mandelkow), Golejewo (Herzfelde), Kępiniec, Przyłęki, Puszczyn, Sułkowo und Trynno.
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Straßen
Durch das Gemeindegebiet verläuft in Nord-Süd-Richtung die verkehrsreiche Woiwodschaftsstraße 151, die von Świdwin (Schivelbein) bis nach Gorzow Wielkopolski (Landsberg a.d. Warthe) führt. Bis zur Nachbarstadt Barlinek (Berlinchen) sind es 8 Kilometer, und die Kreisstadt Choszczno (Arnswalde) liegt 20 Kilometer entfernt. Die einzelnen Gemeinde-Ortschaften sind über Nebenstraßen und Landwege erreichbar.
[Bearbeiten] Schienen
Im Jahre 1898 wurde die Reichsbahnstrecke Arnswalde (Choszczno) - Alt Libbehne (Lubiana) - Berlinchen (Barlinek) gebaut, die später bis nach Głasow (Glazów) weitergeführt wurde. An dieser Strecke waren im heutigen Gemeindegebiet die Bahnstationen: Blankensee (Płotno) und Bernstein (Pełczyce).
1902 entstand auch eine Kleinbahnstrecke der Friedeberger Bahnen von Alt Libbehne nach Friedeberg (Neumark) (Strzelce Krajeńskie) mit Anschluss an die Preußische Ostbahn. An dieser Strecke lagen Neu Mandelkow (Będargowiec), Groß Mandelkow (Będargowo), Gerzlow (Jarosławsko), Groß Ehrenberg (Przekolno) und Gottberg (Boguszczyny). 1961 wurde diese Linie stillgelegt, und 1996 wurde auch die Strecke Choszczno - Barlinek geschlossen. Eine Bahnanbindung besteht heute somit nicht mehr.
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Siehe auch
- Liste der Städte in der Neumark
- Liste deutscher Bezeichnungen polnischer Orte
- Liste der Gemeinden in Polen
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. August 2011.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. August 2011.