Peace Maker Kurogane

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Peace Maker Kurogane
Originaltitel PEACE MAKER
Genre Actionserie, Abenteuer, Comedy, Drama
Vorgänger
Peace Maker (1999)
Manga
Land JapanJapan Japan
Autor Nanae Chrono
Verlag Mag Garden
Magazin Comic Blade
Erstpublikation 2001 – …
Ausgaben 6
Fernsehserie
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr 2003
Länge 25 Minuten
Episoden 24
Produktion Akihiro Kawamura, Masafumi Fukui, Masafumi Yamada, Takeshi Oikawa, Yasufumi Uchida
Musik Keiichi Oku
Erstausstrahlung 7. Oktober 2003 – 24. März 2004 auf Kids Station, TV Asahi, TV Kanagawa
Synchronisation

Peace Maker Kurogane (jap. PEACE MAKER) ist die Fortsetzung des Mangas Peace Maker (jap. Shinsengumi Imon Peace Maker) der japanischen Mangaka Nanae Chrono. Auf Basis des Mangas wurde im Jahr 2003 eine Anime-Fernsehserie produziert.

Der Manga thematisiert das Leben der Shinsengumi, einer Samurai-Schutztruppe, die in der Edo-Periode in Japan für das Shōgunat kämpfte. Das Werk lässt sich in die Genre Action, Abenteuer, Komödie und Drama einordnen.

Handlung[Bearbeiten]

In den letzten Jahren der Edo-Zeit, der Bakumatsu-Zeit, wird der 15-jährige Tetsunosuke Tetsu Ichimura Mitglied der Shinsengumi. Er will stärker werden und den Mord an seinen Eltern rächen. Nach seiner Aufnahme in die Shinsengumi wird er zu seiner Unzufriedenheit lediglich Bursche des Vizekommandanten Hijikata. Er wünscht sich jedoch nichts sehnlicher als ein Schwert an seiner Seite zu tragen und ein vollständiges Mitglied der Shinsengumi zu werden.

Figuren[Bearbeiten]

Ichimura Tetsunosuke (市村鉄之助)
Der Protagonist ist ein kleiner, willensstarker und meist unterschätzter 15-jähriger Junge, der der Shinsengumi beitritt. Er wird dabei von den älteren Mitgliedern nicht immer ganz ernst genommen.
Ichimura Tatsunosuke (市村辰之助)
Tetsus überbesorgter großer Bruder und Beschützer ist Buchhalter bei der Shinsengumi. Er ist höflich, redegewandt und realistisch. Nach dem Tod ihrer Eltern musste er für seinen Bruder und sich sorgen. Im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder versucht er alle Rachegadanken zu verdrängen. Ihm gelingt es jedoch nicht diese Einstellung auch auf Tetsu zu übertragen. Tatsu hat ferner die Angewohnheit sich für seinen jüngeren Bruder zu entschuldigen.
Okita Sōji (沖田総司)
Okita ist der Anführer der ersten Kampfeinheit der Shinsengumi. Er ist ein zierlicher und teilweise kindisch wirkender Charakter, der jedoch als bester Schwertkämpfer der Shinsengumi in Kampfsituationen mit fürchteinflößenden, tödlichen Fähigkeiten überrascht. Er hat eine starke Bindung zu Hijikata, und ist einer der wenigen Personen, die Tetsu wirklich verstehen. Er nimmt Tetsu ernst und übt mit ihm. Des Weiteren liebt er Kinder und wird nur selten ohne sein kleines Ferkel Saizo gesehen.
Hijikata Toshizō (土方歳三)
Der zweite Vizekommandant Hijikata, versteckt sein Mitleid hinter einem kalten und unbarmherzigen Verhalten und ist deshalb als „der Teufel der Shinsengumi“ bekannt. Er ist ein brillanter Stratege und außerordentlicher Kämpfer. Er zählt Kondo, Yamanami und Okita zu seinen engsten Freunden und ist seinem Burschen, Tetsu, ein strenger Meister. Sein Hobby ist das Schreiben von Haiku, worin er jedoch keine großen Fähigkeiten besitzt.
Harada Sanosuke (原田左之助)
Der Anführer der zehnten Kampfeinheit und bester Speerkämpfer der Shinsengumi zählt Nagakura Shinpachi und Tōdō Heisuke zu seinen besten Freunden. Gemeinsam bilden sie ein Trio, welches als „die drei Komödianten“ bekannt ist und deren liebstes Hobby zu sein scheint, Tetsu zu ärgern.
Nagakura Shinpachi (永倉新八)
Der Anführer der zweiten Kampfeinheit der Shinsengumi stellt sich Tetsu selbst als „Sanosukes Aufseher“ vor. Wie Tetsu wird er häufig auf Grund seiner Größe und seines jungen Aussehens unterschätzt. Tatsächlich ist er jedoch ein geschickter Schwertkämpfer auf dem Level von Okita Souji. Vor allem in Verbindung mit Sanosuke und Heisuke wird er oft als Joker eingesetzt.
Tōdō Heisuke (藤堂平助)
Der Anführer der achten Kampfeinheit der Shinsengumi ist das jüngste Mitglied von Kondos Truppe und der jüngste Anführer einer Einheit der Shinsengumi.
Saitō Hajime (斎藤一)
Der Anführer der dritten Kampfeinheit der Shinsengumi hat die übernatürliche Fähigkeit Geister und Auren zu fühlen, was manch anderes Mitglied entnervt, und ist in der Lage Informationen über zukünftige Ereignisse wahrzunehmen.
Yamanami Keisuke (山南敬助)
Der zweite Vizekommandant ist ein gutmütiger und fürsorglich Charakter, womit er einen Gegenpol zu Hijikata darstellt. Er ist bei seinen Untergebenen beliebt. Wie Hijikata möchte auch er Tetsu kein Schwert in die Hand geben. Allerdings kann sich Yamanami mit den Methoden und Zielen der Truppe zunehmend weniger identifizieren, so dass er einen Fluchtversuch unternimmt und dafür Seppuku begehen muss.
Saya (沙夜)
Saya ist stumm und kommuniziert durch Schreiben. Sie gibt Tetsu einen gewissen Halt im Leben und muntert ihn gelegentlich auf. Auch sie hat ihre Eltern verloren, denkt aber im Gegensatz zu Tetsu nicht an Rache, was Tetsu bisher davon abhält wirklich hasserfüllt zu werden. Im Verlauf der Handlung scheint Tetsu sich in sie zu verlieben.

Manga-Veröffentlichung[Bearbeiten]

In Japan erschien der Manga von 2002 bis 2005 im Manga-Magazin Comic Blade bei Mag Garden. Die Geschichte wurde auch in Form von sechs Tankōbon (Taschenbüchern) veröffentlicht.

Auf Englisch erschien der Manga bei ADV Manga. Tokyopop veröffentlichte den Manga in Deutschland. Die Übersetzung stammt von John Schmitt-Weigand.

Anime[Bearbeiten]

Im Jahr 2003 produzierte das Studio Gonzo eine 24-teilige Anime-Fernsehserie zum Manga Peace Maker Kurogane. Dabei führte Tomohiro Hirata Regie, Akemi Hayashi entwarf das Charakter-Design und künstlerischer Leiter war Masahiro Sato. Die Serie wurde vom 7. Oktober 2003 bis zum 24. März 2004 durch TV Asahi in Japan erstmals ausgestrahlt. Später folgten Ausstrahlungen durch Kids Station und TV Kanagawa.

Die Serie wurde auf Englisch von The Anime Network und Showtime gesendet, auf Spanisch durch Buzz Channel und auf Tagalog von Hero und QTV Channel 11. Außerdem wurde der Anime ins Französische übersetzt.

Auf Deutsch erschien die Serie bei Tokyopop auf DVD.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Fassung wurde von TV+Synchron hergestellt.[1]

Rolle japanischer Sprecher (Seiyū) deutscher Sprecher
Ichimura Tetsunosuke Yumiko Kobayashi Hannes Maurer
Ichimura Tatsunosuke Yuji Ueda Robin Kahnmeyer
Okita Sōji Mitsuki Saiga David Turba
Hijikata Toshizō Jōji Nakata Nicolas Böll
Harada Sanosuke Kenji Nomura Oliver Feld
Susumu Yamazaki Karlo Hackenberger

Musik[Bearbeiten]

Die Musik der Serie wurde komponiert von Keiichi Oku. Der Vorspanntitel You Gonna Feel und das Abspannlied Hey Jimmy stammen von Hav.

Rezeption[Bearbeiten]

Über den Manga schreibt Kuno Liesegang bei Splashcomics von einem stimmigen historischen Hintergrund, jedoch sei der Einstieg für diejenigen schwer, die Peace Maker nicht gelesen haben. Die Shinsengumi seien zu Beginn eher als Spaßtruppe dargestellt, später werde die Handlung ernster. Teilweise sei die Handlung jedoch unlogisch und kompliziert, teilweise auftretende Fantasy-Elemente passten nicht in den Rest der Geschichte. Später werde der Manga textlastiger und es würde viel über japanische Geschichte vermittelt, doch wirken die komischen Einlagen dazwischen störend. Die Zeichnungen seien detailliert und passend, besonders das Charakter-Design und die Hintergründe sei ansprechend. Jedoch würde zu oft Rasterfolie eingesetzt und die Frisuren der beiden Hauptcharaktere erinnern zu sehr an Yu-Gi-Oh. Im weiteren Verlauf der Handlung könne auch die Stimmung nicht mehr transportiert werden, die Charaktere wirkten starr und unfertig. [2][3][4][5]

Die Fachzeitschrift MangasZene schreibt über den Anime, dass die vorkommenden historischen Persönlichkeiten kaum Ähnlichkeit mit ihren Vorbildern hätten. Die Shinsengumi würden in der Serie größtenteils zu freundlichen Clowns, die ... sich pausenlos mit einem unreifen Krawallkind befassen. Die Geschichte versinke meist in belanglosen Witzchen und die angesprochenen ernsthaften Themen wirkten nur platt und störend. Die Charaktere und Situationen seien abgenutzt und ältere Serien des Genres wie Rurouni Kenshin würden wesentlich mehr Spaß bieten. [6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Referenzen Synchron. TV+Synchron, abgerufen am 19. Januar 2012.
  2. Rezension bei Splashcomics zu Band 1 von Kuno Liesegang
  3. Rezension bei Splashcomics zu Band 2 von Kuno Liesegang
  4. Rezension bei Splashcomics zu Band 3 von Kuno Liesegang
  5. Rezension bei Splashcomics zu Band 4 von Kuno Liesegang
  6. Rezension in der MangasZene Nr. 24, S. 21

Weblinks[Bearbeiten]