Pedro Arias Dávila

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Pedro Arias de Ávila (auch bekannt als Pedrarias Davila und Pedro Arias Dávila) (* um 1468 in Segovia, Spanien; † 6. März 1531 in Leon, Nicaragua) war ein spanischer Kolonialbeamter und Eroberer.

Pedro Arias de Ávila

1514 wurde Dávila vom spanischen König Ferdinand zum Gouverneur von Darién im heutigen Panama ernannt, wo er Vasco Núñez de Balboa, dem Entdecker der Südsee, nachfolgen sollte. Balboa, der auch sein Schwiegersohn war, erhielt die Kontrolle über ein anderes Territorium. Ein langer Streit zwischen den beiden Männern und Eifersucht Dávilas kulminierte schließlich in der falschen Anschuldigung des Hochverrats, weshalb Balboa am 21. Januar 1519 durch Enthauptung exekutiert wurde.

In der Folgezeit erweiterte er die spanischen Besitzungen am amerikanischen Festland und legte zahlreiche Basen an, die die Erforschung der mittelamerikanischen Westküste und die nachfolgende Eroberung des Inkareichs ermöglichten. 1519 gründete er Panama-Stadt.

Dávila galt anfangs als Förderer der Konquistadoren Francisco Pizarro und Diego de Almagro, ehe er sich auch mit diesen zerstritt. 1526 wurde er als Gouverneur Panamas abgelöst und zog sich in der Folge ganz aus der Politik zurück.

Dávilas Regierungszeit ist als ungerechte und autoritäre Phase bekannt, aufgrund seines skrupellosen Stils wurde er auch „Pedrarias der Grausame“ genannt.

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