Pedro Ramírez Vázquez

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Pedro Ramírez Vázquez (* 16. April 1919 in Mexiko-Stadt; † 16. April 2013 ebenda) war ein mexikanischer Architekt und Designer. Er gilt als Begründer der modernen mexikanischen Architektur und war Präsident des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko.

Leben[Bearbeiten]

Ramírez Vázquez studierte Architektur an der Nationalen Hochschule für Architektur der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) bis 1943. Zwischen 1955 bis 1957 entstanden in Mexiko-Stadt fünfzehn Märkte, die er gemeinsam mit den Architekten Rafael Mijares Alcérreca, Juan José Díaz Infante Núñez und Javier Echeverría entwarf. Von 1958 bis 1964 war er Vorsitzender des Comité Administrador del Programa Federal de Construcción de Escuelas (CAPFCE), außerdem war Ramírez Vázquez Präsident des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele 1968 in Mexiko-Stadt.

Er war 1967 einer der Mitbegründer der Academia de Artes und „nummeriertes Mitglied“ (Miembro de Número) der Academia de Artes[1], Mitglied im Sistema Nacional de Creadores de Arte (SNCA) und der International Academy of Architecture (IAA)[2]

Er war Gründer und erster Rektor der Universidad Autónoma Metropolitana und von 1976 bis 1982 Sekretär des Secretario de Asentamientos Humanos y Obras Públicas.

Wirken[Bearbeiten]

Zu seinen Werken zählen zahlreiche Bauten in Lateinamerika, darunter auch viele Museen, vor allem auch das 1964 in Zusammenarbeit mit Mijares und Jorge Campuzano entstandene Museo Nacional de Antropología. Auch das Estadio de Futbol Azteca (1966), der Neubau der Nuestra Señora de Guadelupe von 1976 und das Kongressgebäude des Congreso de la Unión von 1980 tragen seine Handschrift. Unter anderem entwarf er auch in Griechenland das Avery Brundage-Museum in Olympia, die „Nostra Signora di Guadalupe“-Kapelle in Rom, Regierungsgelände der neuen Hauptstadt Dodoma in Tansania, in Senegal das Museum für schwarzafrikanische Kulturen in Dakar, das iranische Nationalmuseum in Teheran, das Präsidentenhaus in San José (Costa Rica), in der ägyptischen Stadt Assuan das Nubische Museum und 1992 den mexikanischen Pavillon in Sevilla.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1966: Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten BDA
  • 1968: Nationaler Jean-Tschumi -Preis des internationalen Architektenverbandes
  • 1972: Nationaler Kunstpreis (Mexiko)
  • Ehrenpreis beim Internationalen Festival für Architektur und Bildende Kunst
  • Belgischer Goldorden
  • Preis bei der XIII. Triennale, Mailand
  • Große Goldmedaille der französischen Akademie für Architektur
  • 1996: Olympischer Preis des Olympischen Komitees, Atlanta

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pedro Ramírez Vázquez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Academia de Artes: Arquitectura – Pedro Ramírez Vázquez
  2. International Academy of Architecture: Pedro Ramirez Vazquez
  3. Pedro Ramírez Vázquez (span.), Ausstellungsverzeichnis Espacios de Creación, 2004.