Pei Pa Koa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nin Jiom Pei Pa Koa

Pei Pa Koa (chinesisch 枇杷膏Pinyin Pípágāo, kantonesisch Pèih-pàh-gōu) bedeutet Loquat-Sirup und ist eine Kräuterarznei der Traditionellen chinesischen Medizin und wird gegen Pharyngitis, Husten und Heiserkeit eingesetzt. Es wirkt als Expektorans und beruhigend auf den Hals durch einen Film, der sich auf die Schleimhaut legt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rezeptur von Pei Pa Koa stammt ursprünglich von Ye Tian-Shi (叶天士), einem Mediziner der Qing-Dynastie.[1] Yang Xiao-Lian, ein provinzieller Befehlshaber bat Ye sich um den Husten seiner Mutter zu kümmern. Yang war dermaßen von der Wirkung des Pi Pa Kao beeindruckt, dass er eine Fabrik zur Massenproduktion errichten ließ. Später verkaufte die Yang Familie ihr Familienunternehmen an Tse Sui-Bong, einen Arzneimittelfachmann. 1962 ließ sich die Nin Jiom Medicine Manufactory als Aktiengesellschaft einschreiben. Pei Pa Koa wird unter anderem von der Nin Jiom Medicine Manufactory Limited in Hongkong produziert und weltweit mit einen jährlichen Umsatz von 45 Mio. USD vertrieben.[1]

Bedeutung[Bearbeiten]

Der Sirup ist auch als King-to Nin Jiom® Pei Pa Koa (chinesisch 京都念慈菴川貝枇杷膏Pinyin Jīngdū Niàncíānchuānbèi Pípágāo, kantonesisch Gīng-dōu Nihm-chìh-ām-chyūn-bui Pèih-pàh-gōu) oder als Nin Jiom® Pei Pa Koa bekannt. Der Namensbestandteil „King-to“ bedeutet Hauptstadt, was für Peking steht, und „Nin Jiom“ bedeutet „zum Gedenken der Mutter“.

Wirkung[Bearbeiten]

Die Ergebnisse einer Studie der China Academy of Traditional Chinese Medicine wurde 1994 in einem Artikel mit dem Titel “Pharmacological studies of nin jion pei pa koa” veröffentlicht. Es hieß, dass Pei Pa Kao sehr wirksam gegen Husten, Sputum und Asthma in vivo und in vitro sei.[2]

Zutaten[Bearbeiten]

Pei Pa Koa besteht aus Kräutern wie unter anderen der Fritillariazwiebel (川貝), dem Loquatblatt (枇杷葉 / 枇杷叶Pípáyè), der Ballonblume und dem Huflattich zusammen mit Minze und Honig für einen besseren und angenehmeren Geschmack. Zusätzlich gibt es eine spezielle Rezeptur mit der besonderen Wirkung des Ginseng.

Im Jahr 2006 wurde Pei Pa Kao vom philippinischen „Bureau of Food and Drugs“ aufgrund des giftigen Bestandteil Formaldehyd vom Markt geholt. Nach wenigen Monaten wurde es aber wieder freigegeben, nachdem in der neuen Produktlinie alle Spuren von Formaldehyd entfernt worden waren.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nin Jiom Medicine Manufactory. Hong Kong General Chamber of Commerce, abgerufen 13. Mai 2009
  2. Pharmacological studies of nin jion pei pa koa. Zhongguo Zhong Yao Za Zhi, 1994, PMID 7945885

Weblinks[Bearbeiten]