Peirithoos

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Dieser Artikel behandelt den Begriff der griechischen Mythologie; für den Asteroid siehe (26763) Peirithoos.

Peirithoos (griechisch Πειρίθοος, lateinisch Perithous) ist in der griechischen Mythologie König der Lapithen in Thessalien.

Peirithoos verhindert die Entführung der Hippodameia durch Eurytion; griechische Vasenmalerei

Er wurde von Dia geboren und ist entweder Sohn des Zeus oder des Ixion. Bei der Feier seiner Vermählung mit Hippodameia oder Deidameia, einer Tochter des Lapithen Atrax, entspann sich der berühmte Kampf zwischen den Kentauren und Lapithen am Fuß des Pelion, in welchem die ersteren unterlagen.

Von Wein berauscht, hatte Eurytion den Streit veranlasst, indem er der Hippodameia Gewalt antun wollte. Nach anderen Quellen veranlasste Ares den Kampf, weil er allein von den Göttern nicht zum Fest eingeladen worden war. Der Kampf wurde oft von Künstlern zum Gegenstand der Darstellung gewählt, so im westlichen Giebel des Zeustempels von Olympia, am Westfries des Hephaisteion in Athen, am Apollontempel zu Phigalia und an den Metopen des Parthenon zu Athen.

Späteren Ursprungs scheint die Sage von des Peirithoos und Theseus Freundschaft zu sein. Letzterer focht bei des Peirithoos Vermählungsfest mit gegen die Kentauren, wofür ihm der Freund bei der Entführung der Helena aus Sparta behilflich war. Später begleitete ihn Theseus in die Unterwelt, um ihn bei der beabsichtigten Entführung der Persephone beizustehen. Als sich aber die Verwegenen hier ermüdet niedersetzten, fühlten sie sich angefesselt und vermochten nicht wieder aufzustehen (so war es von Polygnotos in der Lesche der Knidier zu Delphi dargestellt). Herakles, als er den Kerberos aus der Unterwelt herausholte, wollte sie befreien; doch gelang ihm dies bei Peirithoos nur auf Kosten von dessen Hinterbacken. Peirithoos hatte mit Theseus zu Athen ein Heroon.

Literatur[Bearbeiten]