Pekach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Pekach (hebr.פקח‎) war König des Nordreichs Israel. Der Beginn seiner Herrschaft wird auf das Jahr 737 v. Chr. (Albright) bzw. 740 v. Chr. (Thiele) datiert, während Einigkeit darüber besteht, dass er bis 732 v. Chr. in Samaria regierte.

Dem biblischen Bericht zufolge (2. Kön 15,27-31) soll Pekach 20 Jahre regiert haben, was allerdings den assyrischen Quellen widerspricht, die belegen, dass Menahem 740 v. Chr. und Hoschea, Pekachs Nachfolger, ab 732 v. Chr. das Königsamt innehatten.

Pekach war durch eine Verschwörung an die Macht gekommen: Mit Hilfe der Gileaditer stürzte er Pekachja, der dabei getötet wurde. Später verbündete sich Pekach mit Rezin, dem König der Aramäer, gegen das Königreich Juda unter Ahas, um dessen Hauptstadt Jerusalem einzunehmen. Juda war allerdings mit den Assyrern unter Tiglat-Pileser III. (in der Bibel: Pul) verbündet, der daraufhin in Israel einfiel, mehrere Städte eroberte und deren Bewohner nach Assyrien deportierte. Wenig später erhob sich Hoschea, der Sohn Elas, gegen Pekach, erschlug ihn und wurde dessen Nachfolger als König. In assyrischen Inschriften wird dagegen berichtet, Tiglat-Pileser habe Pekach abgesetzt und Hoschea zu dessen Nachfolger bestimmt.

Literatur[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Pekachja König von Israel
737–732 v. Chr.
Hoschea