Peking-Universität

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北京大学
Peking-Universität
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Gründung 1898
Trägerschaft staatlich
Ort Peking, Volksrepublik China
Präsident Zhou Qifeng (周其凤)
Studenten 15.128 Nicht-Graduierte
15.039 Postgraduierte
Mitarbeiter 4.206
Website www.pku.edu.cn
Peking-Universität: Namenloser See mit Porter-Pagode

Die Peking-Universität (chinesisch 北京大學 / 北京大学Pinyin Běijīng Dàxué, englisch: Peking University), umgangssprachlich Beida (北大, Běidà), ist die renommierteste Universität der Volksrepublik China. Die Beida wird von Chinesen gerne als das chinesische Harvard bezeichnet. Sie liegt im Nordwesten von Peking (北京) im Stadtbezirk Haidian, unweit des Alten Sommerpalastes und in unmittelbarer Nähe der ebenfalls hoch angesehenen Tsinghua-Universität.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Campus-Gelände

Die Universität wurde 1898 während der Hundert-Tage-Reform als Imperiale Universität von Peking (京师大学堂) gegründet und ersetzte das bis dahin bestehende Guoziyuan, das seit mehreren Jahrhunderten die höchste Bildungseinrichtung war. Bereits 1902 wurde die Fakultät für Bildungswissenschaften ausgelagert und bildete den Grundstein der bis heute bestehenden Pädagogischen Universität Peking. 1912 wurde die Universität infolge der Xinhai-Revolution in Nationale Peking-Universität (国立北京大学) umbenannt. Der berühmte Gelehrte Cai Yuanpei wurde 1917 zu ihrem Rektor ernannt und hatte großen Anteil daran, dass die Peking-Universität zur größten Hochschule Chinas wurde. 1919 bildeten ihre Intellektuellen den Kern der Bewegung des vierten Mai, und ein Jahr später wurde sie die zweite chinesische Hochschule, die Studentinnen aufnahm.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Sino-Japanischen Kriegs 1937 und der wachsenden Kontrolle Japans über Ostchina sah sich die Peking-Universität gezwungen, nach Changsha umzuziehen, wo sie mit der Tsinghua-Universität und der Nankai-Universität die Temporäre Universität von Changsha bildete. Im Jahr 1938 siedelte diese Institution nach Kunming um und blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges als Vereinigte Südwest-Universität geöffnet. Danach kehrten die drei Universitäten an ihren Ursprungsort zurück. Die Peking-Universität zählte zu dieser Zeit 3000 Studenten und umfasste 6 Fakultäten sowie ein Institut für Geisteswissenschaften. 1952 wurde der Zusatz "National" aus dem Namen entfernt, da in der Volksrepublik zu dieser Zeit alle Universitäten staatlich geführt wurden. Die Peking-Universität zog ebenfalls auf den Campus der mit ihr fusionierten Yenching-Universität um.

Die ersten Unruhen der Kulturrevolution begannen an der Universität im Jahr 1966, und bis 1970 kam die Lehrtätigkeit zum Erliegen. Im Jahr 2000 wurde die Medizinische Universität Peking mit der Peking Universität zusammengeführt. 2001 eröffnete sie eine Graduiertenschule in Shenzhen, wo 2004 auch eine Business School ihre Tätigkeit aufnahm.

Die Universität ist Mitglied der Hochschulnetzwerke Association of Pacific Rim Universities (APRU), Association of East Asian Research Universities (AEARU) und BESETOHA (gemeinsam mit der Seoul National University, Universität Tokio und Universität Hanoi). Seit 2006 gehört die Peking-Universität dazu dem Hochschulverbund International Alliance of Research Universities (IARU) an.

Schulen und Studium[Bearbeiten]

Die Peking-Universität ist eine Nationale Schwerpunktuniversität der Volksrepublik China. Sie verfügt derzeit über 41 Fakultäten. Bachelor-Studiengänge werden für 101 Fächer angeboten, Master-Studiengänge bestehen für 244 Spezialisierungen, zudem hat die Universität das Recht, in den meisten akademischen Disziplinen Doktorgrade zu verleihen. Ihr angeschlossen sind über zweihundert Forschungsinstitute und -zentren. Insgesamt studieren an der Beida etwa 30.000 Studenten. Mit 4,5 Millionen Bänden verfügt sie über eine der größten Universitätsbibliotheken in Asien.

Im Universitätsranking findet sich die Universität vielfach unter den Top 50 Hochschulen weltweit wieder, so belegte sie 2013 im QS-Ranking den 44sten Platz.[1] Während die Tsinghua-Universität in den technischen Fächern führend ist, gilt die Beida als beste Universität in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Bekannt ist die Universität für ihren Beitrag zur modernen chinesischen Literatur, Poesie und Kunst, so veröffentlichte sie eine Vielzahl von wegweisenden Studien und Büchern in diesem Bereich. Ebenfalls weist sie ein starkes Profil in der Kunst auf. Gemeinsam mit der University of Chicago baute sie das Zentrum für ostasiatische Kunst (CAEA) auf. Mit der UNESCO entwickelte sie eine Abteilung für digitale Kunst und Design.

Campus-Gelände[Bearbeiten]

Die Peking-Universität befindet sich heute auf dem ehemaligen Gelände der damaligen Yanjing-Universität (燕京大学 yanjing daxue).

Der Campus kann grundsätzlich in drei Gebiete aufgeteilt werden: der südöstliche Teil, in dem sich die Lehreinrichtungen befinden, der südwestliche Teil mit den Wohnheimen und das nördliche Gebiet und das Zentrum, mit dem Weiming-See (未名湖 Weiming Hu). Auf der südöstlichen Seite des Sees befindet sich die sogenannte Porter-Pagode (博雅塔 Boya ta).

In der Umgebung um den See und in dem Gebiet auf der westlichen Seite bis hin zum westlichen Tor ist es stark begrünt (überwiegend mit Trauerweiden), und die Gebäude einschließlich der Di yi tiyuguan (第一体育馆, etwa „erste Sporthalle“), bewahren den traditionellen chinesischen Baustil (ganz besonders der nördliche und der südliche Pavillon).

Bekannte Professoren[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Die Sporthalle während der Olympischen Sommerspiele 2008

In der Sporthalle der Peking-Universität fanden bei den Olympischen Sommerspielen 2008 und bei den Paralympics 2008 die Wettbewerbe im Tischtennis statt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peking-Universität – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. QS World University Rankings 2013 abgerufen am 29. Juni 2013.
  2. Bieg, p. 68.
  3. Bieg, p. 69.

39.989722222222116.30527777778Koordinaten: 39° 59′ 23″ N, 116° 18′ 19″ O