Peking (Schiff)

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Peking
Peking Schiff1.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
andere Schiffsnamen
  • Arethusa
Schiffstyp Frachtsegler
Eigner South Street Seaport Museum
Bauwerft Blohm & Voss, Hamburg
Baukosten 680.000 Mark
Stapellauf 25. Februar 1911
Indienststellung 16. Mai 1911
Verbleib Museumsschiff in New York
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
115 m (Lüa)
96,01 m (Lpp)
Breite 14,4 m
Tiefgang max. 7,24 m
Verdrängung 6.280 t
Vermessung 3.100 BRT
 
Besatzung 31 Mann
Takelung und Rigg
Takelung Bark
Anzahl Masten 4
Anzahl Segel 32
Segelfläche 4.100 m²
Geschwindigkeit
unter Segeln
max. 17 kn (31 km/h)
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 4.704 tdw
Die Peking auf einem Gemälde
Doppelsteuerrad am Heck der Peking

Die Peking ist eine Viermast-Stahlbark und gehörte zu den berühmten Flying P-Linern der Reederei F. Laeisz. Wie alle Segelschiffe der Reederei aus Hamburg beginnt ihr Name (seit 1877 generell) mit einem „P“ und wurde nach Chinas Hauptstadt Peking benannt. Heute liegt sie als Museumsschiff im New Yorker Hafen.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 25. Februar 1911 lief die Viermastbark bei der Hamburger Werft Blohm & Voss vom Stapel. Sie war als Frachtschiff für Nitrate zwischen Europa und Chile vorgesehen.

Unter Kapitän J. H. Hinrich Nissen, der schon das Fünfmast-Vollschiff Preussen befehligt hatte, fuhr die Peking ab dem 30. November 1912 dreimal die Route Hamburg–Valparaíso bis sie im August 1914 in Valparaíso (Chile) aufgrund des Ersten Weltkrieges zurückgehalten wurde. Mit Ende des Krieges folgte die Rückführung von Caleta Coloso (Chile) nach London unter dem Kommando von Kapitäns H. Oellrich (6. Oktober - 21. Januar 1920). Am 10. Mai 1921 ging das Schiff als Reparation an Italien, das mit der Viermastbark aber nichts anzufangen wusste, sodass es F. Laeisz gelang, das Schiff zum 11. Januar 1923 für relativ günstige 8.500 Pfund zurück zu kaufen. In den Folgejahren fuhr die Peking die Route Hamburg - Talcahuano. Nach den zwei Fahrten unter Kapitän Heinrich Oellrich (1925) und dann Kapitän Hermann Piening (1926) wurde die Peking wieder zum kombinierten Fracht- und Schulschiff umgebaut. In den Jahren 1928 und 1929 machte die Viermastbark unter dem Kommando von Kapitän Jürgen Jürs zwei Reisen nach Talcahuano. Ihre letzte Reise unter der Flagge von F. Laeisz führte die Peking 1931/32 unter Kapitän Hans Rohwer noch einmal nach Valparaíso und dann von Taltal (Chile) nach Santander (Spanien).

F. Laeisz verkaufte das Schiff 1932 an die Shaftesbury Homes and Arethuse Training Ship, London, wegen der Folgen der Weltwirtschaftskrise, worauf sie als stationäres Schulschiff umgebaut, in Arethusa umbenannt (nach der Vorgängerin gleichen Namens aus dem 19. Jahrhundert) und bald darauf nach Upnor nahe Rochester, Kent, verholt und auf dem Medway verankert wurde.[1] Die Rahen wurden bis auf drei am Fockmast abgenommen, und das Schiff mit einem Portenband versehen. Im Jahr 1940 wurde die Bark von der Royal Navy als Unterkunftsmöglichkeit eingezogen, bis 1945 in HMS Peking umbenannt und im Chatham Dockyard, Devon, aufgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie wieder an den Vorbesitzer und erhielt den Namen Arethusa zurück.

Am 31. Oktober 1974 wurde die Viermastbark an die J. Aron Charitable Foundation versteigert. Vom 5. bis 22. Juli 1975 gelangte der Rumpf der Peking am Haken des holländischen Seeschleppers Utrecht von Blackwall, London, die Themse hinunter über den Atlantik nach New York. Dort wurde sie originalgetreu wiederaufgeriggt. Auch ihr alter Heimathafen „Hamburg“ prangt nun wieder am Heck. Seitdem liegt sie unter ihrem ursprünglichen Namen Peking am Pier des South Street Seaport Museum, New York.

Im Oktober 2012 wurde bekannt gegeben, dass es im New Yorker Hafen keinen Platz mehr für die mittlerweile völlig marode Peking gibt. Das Museum möchte das Schiff zwar verschenken, jedoch ist an eine Überführung der Peking in ihrem jetzigen Zustand nicht zu denken. Sie müsste allein für die Überführung in einen anderen Hafen für einen schwer abschätzbaren Millionenbetrag instand gesetzt werden, damit sie nicht sinkt.[2]

Schiffsdaten[Bearbeiten]

Schwesterschiff[Bearbeiten]

Beide unten genannten Viermastbarken waren zueinander Schwesterschiffe, aber im engeren Sinn keine der Peking/Passat, da sie nicht aus einer Baureihe stammten (siehe: „Schwesterschiff“, [1], Passat)

Vier weitere Schiffe waren zwar keine echten Schwesterschiffe, hatten aber nur leicht abweichende Abmessungen (siehe Passat), weshalb die Schiffe auch als „Die acht Schwestern“ bezeichnet wurden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weitere erhaltene Viermastbarken sind die Passat in Travemünde, die Viking im Göteborger Hafen und die Pommern im finnischen Mariehamn auf den Åland-Inseln.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Jörg Furrer: Die Vier- und Fünfmast-Rahsegler der Welt.  Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford, 1984, S. 133, 163; ISBN 3-7822-0341-0
  • Peter Klingbeil: Flying P-Liner - Die Segelschiffe der Reederei F. Laeisz.  Verlag „Die Hanse“ GmbH, Hamburg, 1998 u. 2000 (2. Aufl.); ISBN 3-434-52562-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peking – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bilder Arethusa (ex Peking) Abgerufen 8. Januar 2009
  2. Wer rettet die "Peking"

40.705191666667-74.002983333333Koordinaten: 40° 42′ 19″ N, 74° 0′ 11″ W