Pelike

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Ein junger Mann bezahlt eine Hetäre; Pelike von Polygnotos im rotfigurigem Stil bemalt, ca. 430 v. Chr.

Eine Pelike ist eine zunächst in attischen Werkstätten geschaffene Sonderform der Amphora, die später auch in anderen Gegenden Griechenlands produziert wurde.

Peliken haben anders als normale Amphoren einen festen Standfuß, ihr breitester Durchmesser lag in der unteren Hälfte des Gefäßes. Die zweihenkligen Gefäße hatten keine Deckel. In der Regel ist bei ihnen der Übergang zwischen Hals und dem bauchig gedrungenen Körper fließend. Die Mündung war recht breitwandig. Erstmals wurden Peliken am Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. in den Werkstätten der sogenannten Pioniergruppe der rotfigurigen Vasenmalerei geschaffen. Mit der Halspelike gibt es eine seltene Spezialform dieses Tonkruges. Bei dieser ist der Hals abgesetzt, also nicht fließend. Verwendet wurden bemalte Peliken in erster Linie beim Symposion. Auf Bildinschriften wurden sie als Stamnos bezeichnet, doch setzte sich dieser Begriff in der modernen Archäologie für eine andere Vasenform durch.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pelike – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien