Peloidtherapie

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Für die Peloidtherapie als einem Teil der Balneologie werden so genannte Peloide (gr. pelos = Schlamm), somit Schlämme oder Heilerden, als Heilmittel verwendet. Diese werden mit Wasser vermischt und für Bäder oder Packungen benutzt. Die Peloidtherapie wird bei unterschiedlichen Krankheitsbildern angewendet, u.a. bei Osteoporose, Rheuma, Nervenentzündungen, Arthrose, Verletzungen und Unfallfolgeerscheinungen, Rehabilitation nach orthopädischen Operationen oder auch bei Gicht.

Man unterscheidet organische und anorganische Peloide. Die gebräuchlichsten Peloide sind:

Die Wirkstoffe der Peloide durchdringen teilweise die Haut, wirken entzündungshemmend und antiviral. Bei der Anwendung kombiniert mit Massagen wirken sie auch reflektorisch auf innere Organe. Die Wirksamkeit eines als Heilmittel verwendeten Peloids muss durch wissenschaftliche Gutachten nachgewiesen werden. In den meisten Fällen ist die Peloidtherapie eine Wärmetherapie, somit werden die Stoffe vor der Anwendung erhitzt.

Die Konsistenz und die Wärmespeicherfähigkeit der Peloide hängen vom jeweiligen Wassergehalt ab. Je höher der Wassergehalt, desto höher auch die Wärmeleitfähigkeit und desto geringer die Wärmespeicherfähigkeit, da Wasser das leitfähigere Medium darstellt. Die höchste Wärmespeicherfähigkeit haben Heilerde und Badetorf, welche einen Wasseranteil von ca. 30 % besitzen. Fango und Lehm haben eine etwas geringere Speicherkapazität, ihr Wasseranteil liegt zwischen 40 und 45 %. Die geringste Speicherfähigkeit besitzt ein Moorbad, da dieses zu 95 % aus Wasser besteht.

Naturmoore wurden teilweise bereits in der frühen Neuzeit von Kranken aufgesucht, allerdings gab es zu dieser Zeit noch keine medizinische Therapie. An welchem Ort tatsächlich das erste Moor-Heilbad eröffnet wurde, ist umstritten.

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