Penélope Cruz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Penélope Cruz (2006)

Penélope Cruz Sánchez [peˈnelope ˈkruθ] (* 28. April 1974 in Alcobendas, Autonome Gemeinschaft Madrid, Spanien) ist eine spanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Penélope Cruz Sánchez wurde als Tochter von Eduardo Cruz, einem Automechaniker, und Encarna Sánchez, einer Friseurin, geboren.[1] Sie hat zwei jüngere Geschwister: Mónica, ebenfalls Schauspielerin, und Eduardo, einen in Spanien bekannten Sänger. Cruz genoss außerdem eine Ausbildung in klassischem Ballett. Anfang Juli 2010 heiratete sie ihren Schauspielkollegen Javier Bardem auf den Bahamas.[2] Am 22. Januar 2011 brachte Cruz einen Sohn im Cedars Senai Hospital in Los Angeles zur Welt.[3] Für Penélope und Javier ist es das erste gemeinsame Kind.[4]

[Bearbeiten] Karriere

Nachdem Cruz an Spaniens Nationalkonservatorium neun Jahre lang klassisches Ballett studiert hatte, setzte sie das Training bei einer Reihe prominenter Tänzer fort. Mit 15 gewann sie jedoch einen Talentwettbewerb. Der damit zusammenhängende Vertrag brachte ihr verschiedene Rollen in spanischen Fernsehshows und Musikvideos und ebnete ihr so den Weg für eine Karriere auf der großen Leinwand. Mit ihrem Auftritt 1988 in dem Musikvideo „La Fuerza Del Destino“ der Popgruppe Mecano erlangte sie in Spanien zum ersten Mal eine gewisse Berühmtheit.

Ihr Filmdebüt gab Cruz in El laberinto griego (The Greek Labyrinth, 1991), danach hatte sie eine kleine Rolle in dem Timothy-Dalton-Thriller Framed (1992, TV). Ihr dritter Film war der mit einem ‚Oscar‘ ausgezeichnete Belle Epoque (1992), in dem sie eine von vier Schwestern spielt, die um die Gunst eines attraktiven Deserteurs konkurrieren. Ihre Filmografie wuchs weiter um drei bis vier Filme jedes Jahr und bald war Cruz die führende Frau in Spaniens Kino. Live Flesh – Mit Haut und Haar (Carne trémula, 1997) eröffnete ihr die Möglichkeit, mit Spaniens renommiertem Regisseur Pedro Almodóvar (der später ihr Türöffner zum internationalen Film war) zu arbeiten. Im selben Jahr spielte sie die Hauptrolle in dem Mysteryfilm Virtual Nightmare – Open Your Eyes (Abre los ojos, 1997), der 2001 noch einmal mit ihr (in derselben Rolle) an der Seite von Tom Cruise als Vanilla Sky für das amerikanische Kino neu verfilmt wurde.

Einen Höhepunkt ihrer Karriere erlebte sie 1998, als sie für die Filmindustriekomödie Das Mädchen deiner Träume (La Niña de tus ojos, 1998) den Goya-Filmpreis als beste Schauspielerin bekam. Cruz unternahm noch ein paar Ausflüge in englischsprachige Filme, aber ihr erster internationaler Hit war Almodóvars Oscar-gekrönter Alles über meine Mutter (Todo sobre mi madre, 1999), in dem sie eine schwangere, AIDS-kranke Nonne spielt. Der Film wurde mit Preisen und Lob überschüttet und Cruz war plötzlich auf beiden Seiten des Atlantiks sehr bekannt und begehrt.

Penélope Cruz 2003

Ihr nächstes großes Projekt war Woman on Top (2000), eine amerikanische Komödie über eine Köchin mit bezaubernden Fähigkeiten und einem schweren Fall von Reisekrankheit. Während ihres Aufenthalts in den USA spielte sie mit Johnny Depp in dem Drogenhandeldrama Blow (2001) und mit Matt Damon in Billy Bob Thorntons All die schönen Pferde (All The Pretty Horses, 2000). Trotz weiterer Hollywood-Rollen wie z.B. in Cameron Crowes Vanilla Sky (2001) und in Breck Eisners Actionfilm Sahara (2005) blieb Cruz der schauspielerische Erfolg in den USA verwehrt. Sie sorgte durch Liaisons mit den Filmpartnern Tom Cruise (Vanilla Sky) und Matthew McConaughey (Sahara) lediglich für Schlagzeilen der internationalen Boulevardpresse.

2006 kehrte sie in ihr Heimatland Spanien zurück und agierte erneut unter der Regie von Pedro Almodóvar in der Tragikomödie Volver – Zurückkehren. Für ihre herausragende Leistung erhielt Cruz gemeinsam mit ihren Schauspielkolleginnen Carmen Maura, Lola Dueñas, Blanca Portillo, Yohana Cobo und Chus Lampreave im selben Jahr den Darstellerpreis der 59. Internationalen Filmfestspiele von Cannes sowie Monate später den Europäischen Filmpreis 2006 als beste Darstellerin. 2007 wurde sie als beste Hauptdarstellerin erstmals für den Oscar nominiert. Ebenfalls Lob von Kritikerseite erhielt sie für ihre Nebenrolle in Woody Allens Komödie Vicky Cristina Barcelona (2008), die ihr 2009 den ‚Goya‘ und den British Academy Film Award (BAFTA Award) sowie eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte.

Für ihren Part der María Elena wurde ihr schließlich in demselben Jahr als erster spanischer Schauspielerin überhaupt der Oscar verliehen. Wenige Monate später folgte der Kinostart von Pedro Almodóvars Zerrissene Umarmungen (Los abrazos rotos), wo sie eine erfolglose, tragisch endende Schauspielerin verkörpert. Die Rolle – in der inzwischen vierten Zusammenarbeit mit Pedro Almodóvar spielt sie sowohl die zurückhaltende Schauspielerin Lena Rivero, eine Frau zwischen zwei Männern, als auch deren Darstellung der aufgedrehten Pina im Film[5] – brachte ihr eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis ein.

Ende November 2007 wurde bekannt, dass Penélope zusammen mit ihrer Schwester Mónica in dem neuesten Musikvideo ihres Bruders Eduardo mitspielen würde. Die beiden verkörpern darin zwei Pornostars.[6]

Ab Februar 2010 arbeitete Penélope Cruz zusammen mit Rob Marshall in dem Musikfilm Nine, wofür sie jeweils in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für den Oscar und den Golden Globe nominiert wurde. Im Mai 2010 konnte man sie im zweiten Sex and the City Film sehen.[7] Im vierten Teil der Pirates of the Caribbean-Reihe ist Penélope Cruz im Mai 2011 an der Seite von Johnny Depp in der Rolle der Angelica zu sehen.[8] Im April 2011 bekam sie als erste spanische Schauspielerin einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood.

[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten] Auszeichnungen und Nominierungen

Penélope Cruz bei ihrer Verleihung eines Sterns auf dem Hollywood Walk of Fame (April 2011)
Oscar
Golden Globe Award
  • 2007: Nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Volver – Zurückkehren
  • 2009: Nominiert als Beste Nebendarstellerin für Vicky Cristina Barcelona
  • 2010: Nominiert als Beste Nebendarstellerin für Nine
British Academy Film Award
  • 2007: Nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Volver – Zurückkehren
  • 2009: Beste Nebendarstellerin für Vicky Cristina Barcelona
Goldene Himbeere
National Board of Review
  • 2009: Beste Nebendarstellerin für Vicky Cristina Barcelona
Screen Actors Guild Awards
  • 2006: Nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Volver – Zurückkehren
  • 2009: Nominiert als Beste Nebendarstellerin für Vicky Cristina Barcelona
  • 2010: Nominiert als Beste Nebendarstellerin für Nine
Goya
  • 1999: Beste Hauptdarstellerin für Das Mädchen deiner Träume
  • 2007: Beste Hauptdarstellerin für Volver – Zurückkehren
  • 2009: Beste Nebendarstellerin für Vicky Cristina Barcelona
Europäischer Filmpreis
  • 2006: Beste Hauptdarstellerin für Volver – Zurückkehren
Broadcast Film Critics Association Awards
  • 2007: Nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Volver – Zurückkehren
César
  • 2007: Nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Volver – Zurückkehren
MTV Movie Award
  • 2001: Nominiert in der Kategorie „Breakthrough Female Performance“ für Blow

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Biografie von Penélope Cruz auf Who's who
  2. faz.net: Hochzeitsglocken: Penélope Cruz ist unter der Haube
  3. Exclusiva en ¡HOLA! Penélope Cruz y Javier Bardem: ha sido niño y nació el sábado ¡Hola!, 26. Januar 2011 (spanisch)
  4. www.vip.de/cms/stars/penelope-cruz-fuenften-monat, Penelope Cruz ist im fünften Monat schwanger.
  5. moviepilot.de: Almodóvar Special: Der Busen der Penélope Cruz, gesehen von Pedro Almodóvar.
  6. kino.de: Hilfsbereit: Penélope Cruz wird Pornostar.
  7. moviepilot.de: [1]
  8. kino.de: [2]

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Penélope Cruz – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen