Penkun
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Uecker-Randow | |
| Amt: | Löcknitz-Penkun | |
| Höhe: | 40 m ü. NN | |
| Fläche: | 78,63 km² | |
| Einwohner: | 2048 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 26 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17328 | |
| Vorwahl: | 039751 | |
| Kfz-Kennzeichen: | UER | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 62 044 | |
| Stadtgliederung: | 4 Gemeindeteile | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Chausseestraße 30 17321 Löcknitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernd Netzel (FDP) | |
| Lage der Stadt Penkun im Landkreis Uecker-Randow | ||
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Penkun im Landkreis Uecker-Randow ist eine Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern und liegt im äußersten Südosten Vorpommerns, nahe der polnischen Grenze. Seit dem 1. Juli 2004 gehört Penkun zum Amt Löcknitz-Penkun.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Penkun liegt etwa in der Mitte des Dreiecks Prenzlau - Stettin - Schwedt/Oder. Die Stadt wird von 7 Seen umgeben, sie liegen in einer Senke zwischen zwei Endmoränenzügen, die zur Randow und zum Landgraben hin abfallen. Die größten Seen sind der Schloßsee und der aus vier Teilen bestehende Bürgersee. Das Hügelland setzt sich nach Norden bis vor Stettin fort. Das Gebiet um Penkun wird intensiv landwirtschaftlich genutzt.
[Bearbeiten] Gemeindeteile
- Grünz mit Ortschaft Radewitz
- Penkun mit Ortschaft Büssow
- Sommersdorf mit Ortschaft Neuhof
- Storkow
- Wollin mit Ortschaft Friedefeld
Diese vier Gemeindeteile waren bis zum 31. Dezember 1998 selbständige Gemeinden.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Krackow, Tantow, Casekow, Randowtal und Brüssow.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Ältere Geschichte
Pencun wurde 1240 erstmalig als vicus - also als Dorf - urkundlich erwähnt. Vorher existierte dort eine slawische Siedlungsstätte, umgeben von Burgwällen. Nachdem dort 1186 zur Sicherung einer Handelsstraße zwischen Stettin und der Mark Brandenburg eine pommersche Grenzfeste errichtet wurde, entwickelte sich Penkun als regelmäßig angelegte und ummauerte Stadt im Schutze dieser Burg. Die Stadtbefestigung bestand aus Stadtmauer, drei Stadttoren, zwei Rundtürmen und einigen Wieckhäusern. Bereits im Jahr 1269 wurde Pinkun urkundlich als oppidum - also als Stadt - bezeichnet und 1284 als civitas Pencun erwähnt.
Die Burg wechselte in ihrer Geschichte oft den Besitzer und wurde so zu einem prächtigen Herrenschloss ausgebaut. Heute hat es 44 Räume und 190 Fenster auf einer Gesamtfläche von ca. 1720 Quadratmeter.
Zum Schutz der Bürger wurde 1433 die Penkuner Schützengilde gegründet. Bereits 1468 konnten die Bürger Penkuns und die Schützengilde die Stadt erfolgreich über vier Monate gegen den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich II. verteidigen.
1478 wurde Werner von der Schulenburg mit dem Penkuner Schloss und Penkun belehnt. 1614 verkauften die Schulenburgs das Schloss und Penkun an Heinrich von der Osten.
Bis 1648 gehörte Penkun zum Herzogtum Pommern. Durch den Westfälischen Frieden kam Penkun zu Schwedisch-Vorpommern und ab 1720 schließlich zu preußischen Provinz Pommern heute prägen die zahlreichen Tore der Hofeinfahrten das Stadtbild.
[Bearbeiten] Neuere Geschichte
Penkun gehörte zwischen 1818 und 1939 zum Landkreis Randow im Regierungsbezirk Stettin des preußischen Pommern. Danach wurde es bis 1945 dem neuen Landkreis Greifenhagen zugeordnet.
In seiner Entwicklung wurde Penkun mehrmals von Bränden heimgesucht. So wurde zum Beispiel die Kirche im Laufe der Jahrhunderte durch sieben Brände erheblich beschädigt und 1854 wurde die Kirche komplett und die Häuser zu 62 % durch ein Großfeuer vernichtet. Über 70 Prozent der Gebäude in Penkun sind daher aus dem späten 19. Jahrhundert.
Der zentrale Markt spielte bis 1906 als Pferdemarkt eine regionale Rolle. Danach wurden die noch stehenden Linden gepflanzt. 1993 wurde der Markt nach historischem vorbild umgestaltet.
1945, zum Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden das Rathaus und das Schützenhaus durch ein Feuer zerstört.
Nach 1945 wurde das Schloss als Landwirtschaftsschule mit Internat genutzt. In den letzten Jahren vor der Wende war das Schloss baufällig geworden und man hatte es dem Verfall preisgegeben. Engagierte Bürger bemühten sich jedoch um den Erhalt des Schlosses. 1991 wurde mit einer Sanierung des Schlosses begonnen und inzwischen wird es für wechselnde Ausstellungen benutzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren in Penkun größtenteils landwirtschaftliche Betriebe ansässig.
Nach der politischen Wende wurde ab 1991 der historische Stadtkern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert; das Stadtbild hat sich stark verbessert. Es wurden viele Modernisierungsarbeiten durchgeführt (Ausbau des Straßennetzes, Schaffung einer Kanalisation, Bau eines Klärwerkes, Bau einer neuen Grundschule).
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „In Silber, auf einer goldenen Krone stehend, ein aufgerichteter goldbewehrter roter Greif.“
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Städtepartnerschaften bestehen mit der Gemeinde Fors in Frankreich und der Gemeinde Widuchowa in Polen. Es findet ein regelmäßiger Kulturaustausch in Form von gegenseitigen Treffen statt.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke und Denkmale
- Das Schloss (früher Burg) ist eine stattliche und unregelmäßige Dreiflügelanlage auf dem alten Burghügel. Unter der Verwendung mittelalterlicher Reste wurde um 1600 die Burg zu einem Schloss im Stil der Spätrenaissance umgebaut. Die Portale im Westen und Osten stammen aus dem 17. Jh. Die Tordurchfahrt ziert ein Wappenschmuck mit Datum von 1614.
- Im Torhaus des Penkuner Schlosses ist heute ein Museum untergebracht. Dort werden wechselnde Sonderausstellungen gezeigt.
- Sehenswert ist auch der Schlosspark.
- Die neogotische Stadtkirche wurde nach dem Brand von 1854 erbaut.
- Das Freilichtmuseum bei Penkun, auf einer Fläche von 30.000 m², zeigt seit 1999 die frühe slawische Geschichte.
- Im Ortsteil Sommersdorf steht nahe der Kirchhofsmauer der Mordstein von 1423, ein hoher, rechteckiger Stein mit griechischem Kreuz und gotischen Minuskeln.
- Im Ortsteil Storkow befindet sich die größte Bockwindmühle Deutschlands; sie wird derzeit restauriert.
- Im Ortsteil Wollin steht die rechteckige Dorfkirche aus Feldsteinen (spätes 13. Jh.).
[Bearbeiten] Musik
- In Penkun gibt es den Chor Penkuner Singkreis und dieSchalmeienkapelle der Feuerwehr. Weiterhin gibt es das Penkuner Blasorchester und einen Posaunenchor im Ortsteil Sommersdorf.
[Bearbeiten] Sport
Es gibt verschiedene Sportvereine in Penkun. Dazu gehören Schützen-, Fußball-, Tischtennis-, Badminton- und Volleyballverein.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen die Geflügelschau, das Sommer- und Herbstfest, die Karnevalsveranstaltungen und der Weihnachtsmarkt.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
In Penkun befindet sich nach Angaben des Betreibers die weltweit größte Biogasanlage. Die für 20 Megawatt ausgelegte Anlage gehört zu einem im Bau befindlichen Düngemittelwerk. In der Anlage wird Strom aus Mais, Gülle und Getreide erzeugt.[1]
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
In unmittelbarer Nähe von Penkun befindet sich die letzte Autobahnanschlussstelle der A 11 vor der polnischen Grenze. Durch den Ortsteil Storkow führt die B 113. Im benachbarten Tantow besteht Anschluss an die Bahnlinie Berlin-Stettin.
[Bearbeiten] Bildung
In Penkun gibt es eine Grundschule und eine Regionalschule.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Der wohl bekannteste Sohn Penkuns ist der Trainer von Sven Ottke, Ulli Wegner.
[Bearbeiten] Quellen
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