Pennsylvania Railroad

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Logo der PRR

Die Pennsylvania Railroad (PRR) war eine US-amerikanische Eisenbahngesellschaft mit Sitz in Philadelphia. Sie wurde 1846 gegründet und existierte bis zur Fusion mit der New York Central Railroad im Jahre 1968. Ihr etwa 10.000 Meilen langes Streckennetz lässt sich wie folgt umschreiben: ein Mann, dessen Kopf sich in Philadelphia befand, dessen Hände nach Washington, D.C. und New York City reichten und dessen Beine sich bis nach Chicago und St. Louis erstreckten. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war sie, nach Verkehrsleistung und Umsatz gemessen, die größte Eisenbahngesellschaft in den USA. Gleichfalls bezeichnete sie sich selbst für eine lange Zeit auch als "Standard Railroad of the World". Sie wollte Vorbild für alle anderen Bahnen sein, und alle anderen Bahnen sollten dem Standard der PRR, dem "gold standard", nacheifern.

Geschichte[Bearbeiten]

4-6-2 #1737 (Bauart Pacific) der PRR

1916 führte die PRR das Motto "Standard Railroad of the World" ein. Diese Bezeichnung war nicht unberechtigt, da die Gesellschaft sehr oft eine Vorreiterrolle spielte. Sie war über Jahre führend im Bereich Sicherheit und Effizienz. So war sie zum Beispiel die erste Eisenbahn in den USA, die die altmodischen Reisezugwagen aus Holz durch sicherere Stahlkonstruktionen ersetzte. Sehr früh hatte die Gesellschaft auch Standardlackierungen eingeführt. Einen Teil ihrer Dampflokomotiven produzierte sie, im Gegensatz zu anderen US-Bahnen, selbst. Mit ihrer Lokomotivwerkstätte in Altoona (Pennsylvania) war sie der viertgrößte Lokomotivbauer in den Vereinigten Staaten. Lokomotiven, die sie nicht selbst baute, stammten zumeist von Baldwin. Für Baldwin war die PRR außerdem der größte Abnehmer von Diesellokomotiven.

Streckennetz 1899

Die wichtigste Hinterlassenschaft der Pennsylvania Railroad ist das elektrifizierte Streckennetz des Northeast Corridor südlich von New York. Ab 1910 wurden die Strecken im Raum New York/New Jersey und auf Long Island nach Südlondoner Vorbild mit einer Stromschiene versehen. Die Long Island Rail Road wurde bereits 1900 von der PRR aufgekauft.

Bis 1935 war aber dann die wichtige Reisezugverbindung zwischen New York und Washington mit einer Oberleitung elektrifiziert, 1938 folgte die Strecke Philadelphia – Harrisburg, wobei eine Fortsetzung der Elektrifizierung bis Pittsburgh im Gespräch war. Zum Einsatz im Personenfernverkehr kamen ab 1935 die bis zu 161 km/h schnellen Lokomotiven der Reihe GG1. Im Nahverkehr wurden MP 54-Triebwagen eingesetzt, die in ihrer Bauart den zeitgenössischen Reisezugwagen glichen, aber eine Elektroausrüstung und Motoren besaßen. Für das Netz der Long Island Rail Road wurden die gleichen Triebwagen für den Stromschienenbetrieb beschafft. In den fünfziger Jahren folgten weitere Triebwagen für die Oberleitungsstrecken in Inox-Edelstahlbauwiese nach einem der Verfahren der BUDD Company. 1967 bestellte die Pennsylvania neue Triebwagen der Bauart Silverliner II - ebenso in Budd-Bauweise - für den Verkehr Philadelphia - Harrisburg, die später im Nahverkehr der Conrail und SEPTA bis heute im Raum Philadelphia eingesetzt wurden.

Am 1. Februar 1968 fusionierte die Pennsylvania Railroad mit ihrem langjährigen Erzrivalen auf der Verbindung New York – Chicago, der New York Central Railroad, zur Penn Central (PC). Am 31. Dezember 1968 übernahm die Penn Central nach Aufforderung durch die Interstate Commerce Commission (ICC) auch den Verkehr der New York, New Haven and Hartford Railroad. 1970 musste die Penn Central Bankrott erklären. Der verbliebene Personenfernverkehr ging auf Amtrak über und für das Streckennetz nebst Fracht- und Personennahverkehr wurde Conrail gegründet. Nach der Liquidierung von Conrail im Jahre 1999 gingen die meisten Strecken der früheren „Pennsy“ an die Norfolk Southern über.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pennsylvania Railroad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien