Penzing (Bayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Penzing
Penzing (Bayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Penzing hervorgehoben
48.07222222222210.927777777778620Koordinaten: 48° 4′ N, 10° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Höhe: 620 m ü. NHN
Fläche: 33,79 km²
Einwohner: 3575 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86929
Vorwahl: 08191
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 132
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fritz-Börner-Straße 11
86929 Penzing
Webpräsenz: www.penzing.de
Bürgermeister: Johannes Erhard (Dorfgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Penzing im Landkreis Landsberg am Lech
Ammersee Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Ostallgäu Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Starnberg Landkreis Fürstenfeldbruck Windach Weil (Oberbayern) Utting am Ammersee Unterdießen Thaining Pürgen Schwifting Schondorf am Ammersee Scheuring Rott (Landkreis Landsberg) Reichling Prittriching Vilgertshofen Penzing (Bayern) Obermeitingen Landsberg am Lech Kinsau Kaufering Igling Hurlach Hofstetten (Oberbayern) Greifenberg Geltendorf Fuchstal Finning Eresing Egling an der Paar Eching am Ammersee Dießen am Ammersee Denklingen ApfeldorfKarte
Über dieses Bild

Penzing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech.

Ansicht von Penzing mit alter Schule (jetzt Volkshochschule) und Kirche St. Martin
Penzing: Gedenkstein zur 1250-Jahr-Feier 1990

Geschichte[Bearbeiten]

Die Endung „-ing“ des Ortsnamens zeugt von einem germanischen Ursprung des Dorfs. Dem Lechrain zugehörig, auf einer Moräne aus der letzten Eiszeit angesiedelt, sind die fünf Dörfer der Gemeinde Penzing halbkreisförmig um ihre Mitte gruppiert. Im Zuge der Gebietsreform wurden die ehemals eigenständigen Ortschaften Epfenhausen, Oberbergen, Ramsach und Untermühlhausen eingegliedert, so dass die Einheitsgemeinde Penzing entstand.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsteiles Epfenhausen erfolgte um 1065. Die Gründung Oberbergens, das zu den ältesten Ausbausiedlungen des Landkreises Landsberg zählt, erfolgte im 8. Jahrhundert. Der älteste Nachweis Ramsachs ist eine Urkunde aus dem Jahr 1179. Penzing und Untermühlhausen bestanden bereits bei Gründung des Klosters Benediktbeuern um 740, was aus alten Aufzeichnungen hervorgeht.

Am 4. Januar 2009 wurde hier ein Doppelmord begangen, der durch die Medien als Güllemord von Penzing bekannt wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberbergen eingegliedert. Am 1. April 1971 kam Untermühlhausen hinzu. Ramsach folgte am 1. Januar 1972.[2] Schließlich kam Epfenhausen am 1. April 1974 hinzu.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold zwei schräg gekreuzte rote Schlüssel, belegt mit einem senkrecht gestellten blauen Schwert.

Politik[Bearbeiten]

Die Sitzeverteilung im Gemeinderat.
Jahr CSU SPD DGP BBO DGU DGR DGE gesamt Wahlbeteiligung in %
2008 4 0 5 2 1 2 2 16 67,6
2002 5 1 3 2 2 2 1 16 71,0

BBO = Bürgerblock Oberbergen
DGE = Dorfgemeinschaft Epfenhausen
DGP = Dorfgemeinschaft Penzing
DGR = Dorfgemeinschaft Ramsach
DGU = Dorfgemeinschaft Untermühlhausen

Verkehr[Bearbeiten]

Durch den Ortsteil Epfenhausen führt die Bayerische Allgäubahn, die von München über Buchloe und Kempten nach Lindau am Bodensee verläuft. Sie ist eine zweigleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahn und wird im Regionalverkehr von München ins Allgäu sowie im internationalen Fernverkehr in die Schweiz bedient. Die Deutsche Bahn führt sie als Kursbuchstrecke 970 MünchenLindau/Oberstdorf. Einen Bahnhof in Epfenhausen gab es bis 1985.

Der Bahnhof Epfenhausen wurde 1873 durch die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen als Durchgangsbahnhof an der Bahnstrecke München–Buchloe eröffnet. Der Bahnhof verfügte über zwei Bahnsteiggleise für den Personenverkehr. Für den Güterverkehr war eine Laderampe und ein Güterschuppen vorhanden. Das Empfangsgebäude war ein zweigeschossiger Bau mit Walmdach. 1936 wurde er durch die Eröffnung des Anschlussgleises von Epfenhausen zum Fliegerhorst Penzing ein Trennungsbahnhof. Seit 1985 wird der Bahnhof aufgrund von sinkenden Reisendenzahlen im Personenverkehr nicht mehr genutzt, die Bahnsteige, das Ladegleis und einige Weichen wurden inzwischen abgebaut. Auf der Bahnstrecke nach Penzing gab es nur in den 1950er Jahren Personenverkehr, es findet allerdings bis heute sporadischer Güterverkehr statt. Das Empfangsgebäude und Reste der Bahnsteige sind bis heute erhalten geblieben.[4][5][6][7]

Nach Penzing verkehren heute vier Buslinien nach Geltendorf, Kaufering, Mering und Landsberg. Die Buslinien 10, 60 und 61 verkehren direkt nach Landsberg. Die Buslinie 61 verkehrt weiter nach Geltendorf, die Buslinie 60 weiter nach Egling. Der Bahnhof ist in die Landsberger Verkehrsgemeinschaft (LVG) integriert.[8]

Fliegerhorst Penzing[Bearbeiten]

Bekannt ist Penzing vor allem durch den 1935 für die Luftwaffe der Wehrmacht gebauten Fliegerhorst Landsberg/Lech, der heute von der der Bundesluftwaffe vor allem für Transport und Versorgung der im Ausland mit UN- oder NATO-Mandat tätigen Soldaten genutzt wird. Der Fliegerhorst ist seit 1971 auch Heimat des Lufttransportgeschwaders 61, das sich u. a. im SAR-Dienst der Luftwaffe einen Namen gemacht hat. Auf dem Fliegerhorst ist darüber hinaus der Abgesetzte Bereich der Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 14 stationiert, der zentralisiert die periodischen Inspektionen aller Transall-Maschinen der Bundesluftwaffe durchführt.

Am 26. Oktober 2011 wurde vonseiten der Bundesregierung bekanntgegeben, dass der Standort Penzing im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr geschlossen wird.

Sport[Bearbeiten]

FC Penzing e.V. (Abt. Fußball, Ultimate Frisbee, Volleyball, Stockschießen, Akrobatik, Tischtennis, Tennis etc)

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Penzing (Bayern)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 507.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 580.
  4.  Allgäubahn, München–Kempten–Lindau. Bufe, Egglham 1991, ISBN 3-922138-41-1.
  5. Beschreibung des Bahnhofs Igling und der Allgäubahn. In: kbs970.de. Abgerufen am 4. April 2014.
  6. Bahnhöfe an der Allgäubahn. In: kbs970.de. Abgerufen am 4. April 2014.
  7.  Peter Rasch: Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach. Mit Ammerseebahn, Pfaffenwinkelbahn & Co rund um den Bayerischen Rigi. EOS Verlag, St. Ottilien 2011, ISBN 978-3-8306-7455-9.
  8. Liniennetz der Landsberger Verkehrsgemeinschaft im Landkreis Landsberg am Lech. In: lvg-bus.de. Landsberger Verkehrsgemeinschaft, abgerufen am 4. April 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Penzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien