People’s Action Party (Singapur)

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People’s Action Party
David Cameron
Partei­vorsitzender Lee Hsien Loong
Gründung 1954
Haupt­sitz PCF Building
57B New Upper Changi Road
#01-1402
Singapore 463057
Farbe(n) weiß
Website www.pap.org.sg

Die People’s Action Party (abgekürzt: PAP, chinesisch 人民行動黨 / 人民行动党, pinyin: Rénmín Xíngdòngdǎng, tamil.: மக்கள் செயல் கட்சி, malaiisch Parti Tindakan Rakyat, übersetzt: Volksaktionspartei) ist eine konservative politische Partei in Singapur, auch wenn sie zeitweise Mitglied der Sozialistischen Internationale war[1]. Seit 1959 ist sie Regierungspartei und hat dadurch eine wichtige Rolle in der Bildung verschiedener Regierungen in Singapur gespielt. Seit der Wahl von 1959 dominiert die Partei die politische Landschaft in dem parlamentarischen Regierungssystem des asiatischen Stadtstaates und war damit ein außerordentlich wichtiger Faktor für die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes zu einer Industrienation. Von Oppositionsparteien wurde die PAP der unfairen Beihilfe beschuldigt, durch Gesetzesbeschlüsse im Parlament ihre Rolle als dominierende Kraft verstärkt zu haben. Die PAP tritt ein für Meritokratie und ist insgesamt eher eine pragmatische als eine ideologische Partei. Eine liberale Demokratie im westlichen Sinne lehnt sie ebenso ab wie den Wohlfahrtsstaat sozialistischer Prägung. Dagegen befürwortet sie größtmögliche wirtschaftliche Freiheit, asiatische Werte und betont Recht und Ordnung.

Bei den Parlamentswahlen 2006 gewann die PAP 82 von 84 möglichen Sitzen im Parlament von Singapur, und 2011 81 von 87.[2][3]

Politische Entwicklung[Bearbeiten]

Die Partei wurde 1954 von in England ausgebildeten Männern aus der Mittelschicht gegründet, die aus Großbritannien in ihre Heimat zurückgekehrt waren. In der Wahl von 1955, in der 25 der 32 Sitze gewählt werden durften, gewann die PAP drei Sitze, der spätere Premierminister Lee Kuan Yew bekam einen davon. Seit der Wahl von 1959 hat die People's Action Party die Regierung von Singapur weitgehend kontrolliert. In jeder Wahl - außer in der von 1955 - hat sie seither eine überwältigende Mehrheit von Sitzen gewonnen. In den Jahren 1968 bis 1980 hatte sie sogar alle Sitze im Parlament besetzt[4].

Zwischen 1963 und 1965 gehörte Singapur zu Malaysia, die PAP war damit eine malaysische Partei. Die Aussicht, die PAP könnte eine starke politische Rolle im Land spielen, verärgerte jedoch die regierende United Malays National Organisation und den malaysischen Glauben an das Ketuanan Melayu.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mutalib, Hussin: Parties and Politics: A Study of Opposition Parties and the PAP in Singapore, Marshall Cavendish Academic (2. Aufl.), Singapur 2004

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jugendorganisation der PAP: Geschichte
  2. Offizielle Ergebnisse der Wahl 2006
  3. Offizielle Ergebnisse der Wahl 2011
  4. Seite der PAP: Partei-Geschichte

Weblinks[Bearbeiten]